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Jim Morrison (1943 -
1971)
US-amerikanischer Musiker und
Dichter
"Real poetry doesn`t
say anything, it just ticks off the possibilities.
opens all doors. you can walk. through any one that
suits you…
if my poetry aims to achieve. anything,
it`s to deliver people from the limited ways in which
they see and feel."
"As I look
back
over my life
I am struck by post
cards
ruined snapshots
faded posters
Of a time
I can`t recall
James Douglas Morrison"
(Jim Morrison)
Kindheit und Jugend in einer "all American"
- Familie James Douglas Morrison
wurde am 08. Dezember 1943, in der Zeit der sogenannten
"Kriegsbabyschwemme", im amerikanischen Melbourne,
geboren. Clara Clarke und der junge Marineoffizier Steve
Morrison waren sich begegnet, als Amerika in Kriegvorbereitungen
steckte. Wie bei unzähligen jungen Paaren, wurde
die Verlobung hastig in eine Ehe umgewandelt, bevor
die jungen Männer in ein ungewisses Schicksal gingen.
Jims Mutter wohnte mit ihrem Sohn bei ihren, streng
viktorianisch geprägten, Schwiegereltern, bis Jims
Vater, aus seinem Einsatz im Pazifik, zurückkehrte.
Die militärische Laufbahn des Vaters bedeutete
für die Familie häufige Wohnortwechsel. Jim
und seine Geschwister (Anna, geb. 1947 und Andy, geb.
1948), mussten sich ca. alle zwei Jahre auf einen neuen
Wohnort und neue Freunde einstellen.
Im Winter 1958 zog die Familie nach Alexandra, Virginia.
Jim war inzwischen 15 Jahre alt; ein Jugendlicher, der
die literarische Welt für sich entdeckte. Neben
den Beatpoeten wie Keruac und Ginsberg, begeisterten
ihn Klassiker der Weltliteratur wie Rimbaud, Balzac,
Joyce und Camus. Sogar die Biographie Alexanders des
Großen, gehörte zu seiner Lieblingslektüre.
Den widerborstigen Jungen, dem ein IQ von 149 bescheinigt
wurde, drängte es, seine intellektuellen Erfahrungen
mitzuteilen.Er begann, selbst zu schreiben, hielt seine
Gedanken, Dialogfetzen und Auszüge aus Zeitungen,
in Notizbüchern fest. Neben den allgemein anerkannten
Schriftstellern, beschäftigte er sich mit umstrittenen,
jahrhundertealten, englischen Schriften über Dämonologie
und Hexenkult. Er tauchte ein, in die Welt der Mystik
und des Abgründigen.
Abgründe entdeckte der Teenager auch in sich. Er
war ein widersprüchlicher Charakter, gleichzeitig
scheu und provozierend; niemand war vor seinen spontanen,
oft gemein anmutenden, Attacken sicher. Mit seinen Eltern
hatte Jim wenig Kontakt, der Vater ließ sich von
seiner Mitarbeit an einem Raumfahrtsprogramm für
Cape Canaveral, vereinnahmen und zeigte wenig Interesse
an seinen Kindern. Die Mutter lebte ihre Rolle als perfekte
Mariner-Ehefrau und versuchte, Jim zur Einhaltung der
Umgangsformen zu bewegen. Vergeblich. 1960, gegen Ende
der Highschool Zeit, entschieden die Eltern, dass Jim
ein College in Clearwater /Florida, in der Nähe
seiner Großeltern, besuchen sollte.
Studienzeiten
Das Jahr auf dem College verlief
für Jim Morrison, abgesehen von ersten exzessiven
Alkoholerfahrungen, ohne besondere Ereignisse. Im Herbst
1961 schrieb er sich zum Studium an der Universität
in Tallahassee ein. Nach einiger Zeit wurde ihm klar,
dass "Theater", sein Hauptfach, nicht sein
wirkliches Interesse traf. Er wechselt nach 18 Monaten
an die "UCLA", die University of California
in Los Angeles. Dort führte er sein Studium der
Theaterwissenschaft, mit dem Schwerpunkt "Film",
weiter.
Rasch geriet er, durch seine provozierende Art, in Konflikte.
Nach 3 Monaten in einer Studenten WG, hatte er den Mitbewohnern
den letzten Nerv geraubt, ihre Essensvorräte geplündert,
ihr Bier getrunken, unerträglich laut Elvis Presley
gehört und schließlich noch den Wagen eines
Bewohners kaputtgefahren. Heimlich machte er sich Notizen
über die Reaktionen der Mitbewohner. Nach dem Rauswurf
zog er, allein, in einen Wohnwagen.
Mit den Professoren der Universität bestritt Jim
Morrison Diskussionen über philosophische und psychologische
Grenzbereiche oftmals allein. Seine Vorbildung, in diesen
Gebieten, war brillant. Freunde fand er in anderen exzentrischen,
intellektuell interessierten Studenten.
Mit einem dieser Freunde, Phil Oleno, montierte er,
aus dem gestohlenen Restmaterial eines Psychologiefilms
über körperliche Liebe, einen neuen Streifen.
Die verfremdeten Szenen, dien sie mit Maurice Ravels
Musikstück "Bolero" unterlegten, verursachten,
bei der Aufführung vor Studenten und Professoren,
einen kleinen Skandal.
Jim wurde, infolgedessen, der Gruppe "problematische
Studenten" zugeordnet.
Filme zu "machen", daran lag Jim zu jener
Zeit nicht viel. Er analysierte das Medium, versuchte,
sich ihm geistig zu nähern, formulierte eigene
Schlüsse:
"Das Kino kommt nicht von der Malerei her, von
der Bildhauerei, von der Literatur oder gar –
was nahe liegt anzunehmen – vom Theater, sondern
von der alten Jahrmarktsgaukelei, von der Magie. Der
moderne Film ist die zeitgenössische Entsprechung
der Freude und Hingabebereitschaft an Illusionen, des
Glaubens an Zauberei. Seine Wurzeln reichen tief und
unausrottbar in den Boden des Kultischen, der kommerziellen
Blendwerke und des allgemeinen Aberglaubens." (Aus:
"The Lords: Notes on Vision")
Im Winter 1964/65 bereitete sich Morrison auf die Vorführung
von Studentenfilmen, in der Royce Hall, vor; der Höhepunkt
jedes Studienjahres. Doch auch dieser Versuch, einen
Film zu drehen, brachte nicht die Anerkennung, die Morrison
sich erhofft hatte. Sein Beitrag bestand aus einer Art
Montage, in der ein Mädchen in Reizwäsche,
auf einem Fernsehgerät tanzte, über dessen
Bildschirm eine Naziparade flimmerte. Die Dozenten bewerteten
seinen Film als ungeeignet für die Vorführung
und äußerten Enttäuschung. Jim Morrison
setzte sein Studium nur widerwillig fort, immerhin legitimierte
es ihn, dem Militär fernzubleiben. Ein Semester
später schloss er das Studium, mit dem Diplom für
Kinematographie, ab.
Ein wachsender Traum Im Sommer 1965 zog er
nach Venice, Kalifornien. Die kleine Stadt am Meer war
das Mekka für Drogenkonsumenten, Langhaarige und
Künstler. Morrison lebte wochenlang auf dem Dach
eines Hauses, konsumierte LSD und Marihuana und gab
sich seinen Visionen hin. Starke Bilder tauchten aus
seinem Unterbewusstsein auf; er hörte Musik, ein
phantastisches Rockkonzert, eine komplette Band mit
Publikum, entstanden vor seinem inneren Auge: "Ich
war zum ersten Mal frei. Ich war zur Schule gegangen,
fünfzehn Jahre lang, ununterbrochen. Es war ein
wunderschöner heißer Sommer, und ich fing
einfach an, Songs zu hören. Ich glaube ich habe
das Notizbuch mit den Songs immer noch. Diese Art von
mystischem Konzert, das ich hörte ... ich würde
gern reproduzieren, was ich an diesem Tag am Strand
hörte." (zitiert nach Sugerman,1980)
Als er kurze Zeit später Ray Manzarek, einen ehemaligen
Mitstudenten traf, berichtete er ihm von seinen Visionen
und sang ihm einen seiner Texte vor. Ray, der bereits
Erfahrungen als Bandleader besaß, war begeistert.
Gemeinsam beschlossen sie, eine Band zu gründen.
Auch ein Name war rasch gefunden, "The Doors"
in Anlehnung an Aldous Huxleys "Doors of perception".
Ray begeisterte rasch weitere Musiker für die Bandgründung.
Nachdem zunächst seine banderfahrenen Brüder
die fehlenden Instrumente spielten, komplettierten bald
der Gitarrist Robby Krieger und der Schlagzeuger John
Densmore die Band. Beide kannte er aus einem Kurs für
transzendentale Meditation. Jim schrieb seinen Eltern
und teilte ihnen die Entscheidung, Rockmusiker zu werden,
mit. Sein Vater, der mittlerweile den Höhepunkt
seiner Karriere erreicht hatte, distanzierte sich auf
dass schärfste. Jim beendete daraufhin den Kontakt
zu seinem Elternhaus.
Es begannen fieberhafte Proben in Rays kleiner Wohnung.
Jim kämpfte gegen seine dünne Stimme, gegen
den Frosch im Hals, gegen seine Schüchternheit.
Ray begleitete ihn am Klavier und sorgte durch seine
musikalischen Verbindungen dafür, dass eine Demonstrationsplatte
gepresst wurde. Abwechselnd tingelten die Musiker von
Plattenfirma zu Plattenfirma. Keine zeigte Interesse.
Ein paar Monate nach Bandgründung trat die Formation
das erste Mal öffentlich auf. Als "Living
Soundtrack" begleiteten sie im Dezember 1965 eine
Aufführung von Kurzfilmen Ray Manzareks, in der
"Royce Hall" der "UCLA".
Break on through, to the other side
Alles in Jim Morrison war im Aufbruch,
als er Pamela Courson begegnete. Er weihte die grazile
Achtzehnjährige in seine Visionen ein, gab ihr
seine Notizbücher zu lesen und diskutierte mit
ihr die Ideen westlicher Philosophen. Er verliebte sich
in die rothaarige junge Frau mit den lavendelfarbenen
Augen. Sie hatte ihr Kunststudium abgebrochen und war
auf der Suche, nach einer neuen Art zu Leben. Zwischen
den beiden entwickelte sich eine starke emotionale Bindung,
die alle kurzfristigen Beziehungen, die beide sich erlaubten,
überdauerte. Bürgerliche Moral stellte auch
für Pamela keinen Wert dar, den sie anstrebte.
1966 bekamen "The Doors " ihre ersten Engagements;
Als Clubband traten sie zuerst im "London Fog"
auf und später monatelang im "Whisky-a-Go-Go",
dem legendären Rockclub in L.A.. Es war eine aufregende,
optimistische Zeit für die Mitglieder der Band.
Die Qualität ihrer Auftritte stieg von Mal zu Mal;
die Mundpropaganda verbreitete sich wie ein Lauffeuer;
im "Whisky-a-Go-Go" versammelten sich immer
mehr Fans.
Jim Morrison experimentierte weiter mit Drogen, nahm
alles was er bekommen konnte. Für ihn stellten
die Drogen das Werkzeug dar, mit denen er seine "Pforten
der Wahrnehmung" öffnete. Er schrieb neue
Songs, kleidete sich in hautenges, schwarzes Leder und
übte sexuell provokative Posen, die er in seine
Auftritte einbaute. "In the beginning we were creating
music, ourselves, every night…starting with a
few outlines, maybe a few words for a song. Sometimes
we worked out in Venice, looking at the surf. We were
together a lot and it was good times for all of us.
Acid, sun, friends, the ocean, poetry and music"
(Jim Morrison)
Eines Abends weckten "The Doors" durch ihren
Auftritt das Interesse von Jac Holzmann, dem Chef der
Elektra"- Plattenfirma. Er bot den überglücklichen
Musikern einen Plattenvertrag an. Im März 1967
stürmte die erste LP unter dem Namen "The
Doors" bereits die US- Hitparade. Erstaunte und
begeisterte Kritiker berichteten von dem neuen Sound;
bezeichneten ihn als surreal und wütend, als psychedelisch
und exorzistisch.
Gene Youngblood schrieb:" ... Die "Doors"
sagen, es gibt Schreie, die wir nicht hören, und
sie versuchen,
ihnen Gestalt zu geben. Morrison ist ein Engel, ein
Engel der Zerstörung. Er und die "Doors"
sind ein dämonisches und schönes Wunder, das
wie ein kreischender Phönix aus dem brennenden
Busch der neuen Musik entstiegen ist." Monatelang
zogen die "Doors" durch das Land; eine ausgedehnte
Tournee führte sie durch viele Städte der
USA, bis nach Kanada.
Krieg und Liebe und Blumen - "Strange days"
Nach der Tournee arbeitete die
Band an ihrem neuen Album, in dem Jim Morrison in seinen
Texten auch seine politische Haltung transportierte.
Der Krieg in Vietnam forderte mehr und mehr Opfer. Zigtausend
Menschen nahmen an Demonstrationen teil. Viele wurden
verhaftet, weil sie gegen den Krieg protestierten. Morrison
traf den Nerv der Zeit mit seinem militanten Song "The
unknown Soldier", den er mit seiner Band als Rocktheaterstück
zelebrierte.
Als im Oktober 1968 "Strange Days" erschien,
das Album, mit dem sich die "Doors" mehr auf
experimentelles Terrain begaben, löste es eine
landesweite Würdigung der Band aus. Für das
Album lagen schon vor dem Erscheinen 500.000 Bestellungen
vor.
Die Publizität der Band nahm zu; Jim, Ray, Robby
und John bewältigten mehrere Auftritte pro Woche.
Oft ersetzte der Drogenrausch den Schlaf. Morrison hatte
inzwischen alarmierende Alkoholprobleme; er versammelte
bekannte (z.B.Alice Cooper, Tom Baker, einige Male auch
Janice Joplin) und unbekannte Trinker um sich und soff
mit ihnen. Die anderen Bandmitglieder stellten ihm schließlich
eine Art Aufpasser zur Seite,
der Jim vor dem Gröbsten bewahren sollte.
Zwischen anstrengenden Auftritten und exzessiven Nächten,
bemühte sich Jim, seine Filmpläne, die ihn
nie ganz losgelassen hatten, weiterzuentwickeln. Gemeinsam
mit Frank Lisciandro, Babe Hill und Paul Ferrara, die
auch bei den Konzerten der "Doors" filmten,
arbeitete er an einem halb dokumentarischen, halb fiktionalem
Projekt. Der Film wurde jedoch, wie diverse andere Projekte,
die verschiedenste Filmemacher ihm vorschlugen, nie
realisiert.
Als das dritte Album, "Waiting For The Sun"
erschien , schwappte der Erfolg nach Europa über.
Der Song "Hello, I Love You " stürmte
die Hitparade in England. Es war eins der Lieder, die
Jim Morrison, Jahre zuvor am Strand von Venice, geschrieben
hatte. Doch er fühlte, dass er sich immer weiter
von seiner ursprünglichen Vision entfernte. Der
Starruhm begann ihn zu langweilen. Er träumte von
Multimediaprojekten, wollte Rock und Poesie, auf intelligente
und sinnliche Art, verbinden — doch Sexappeal
und Leder ließen sich besser vermarkten. Er begann,
sein Publikum zu verachten. Er provozierte es, konfrontierte
die Zuschauer oft während eines Stückes mit
minutenlangem Schweigen, brachte die Fans dazu, die
Bühne zu stürmen. Er beobachtete und testete
die Reaktionen der Masse.
Im Herbst 1968 ging die Band auf eine mehrwöchige
Europatournee. Im Londoner "Roadhouse" traten
sie neben "Jefferson Airplane", für die
sie einst als Vorgruppe gespielt hatten, auf. Sie gaben,
von Beifallsstürmen begleitete, Konzerte in Amsterdam,
Frankfurt, Kopenhagen und Stockholm. Doch die Frustration
über das sensationssüchtige Publikum und die
geringen Spielräume innerhalb der Show, wuchsen.
Jim Morrison wandte sich wieder seiner Poesie zu, er
suchte einen Ausweg aus der Situation.Im Eigenverlag
gab er zwei Gedichtbände "The Lords"
und "The New Creatures" heraus. In "The
Lords" beschrieb der Autor Visionen und Beobachtungen
über die Filmkunst. "The New Creatures"
enthielt Gedichte, die Bilder von Konflikten zwischen
Schmerz, Tod und Sexualität beschworen.
Jim war auf der Suche nach neuer Inspiration, jenseits
der Showroutine. Auch die erfolgreichsten, prestigeträchtigsten
Auftritte, (Im Januar 1969 spielten "The Doors"
im Madison Square Garden, vor über 20.000 Zuschauern)
konnten die grundsätzliche Desillusionierung nicht
mildern. Er selbst war weit entfernt von dem "omnipotenten
Macho", den die Fans in ihm sahen. Enge Freunde
wussten, dass Jim Morrison seit einiger Zeit, neben
dem Alkoholismus, auch unter Impotenz litt.
"I am the Lizard King - I can do anything"
Im Frühjahr 1969 kommt es
zu einem peinlichen Zwischenfall mit gerichtlichen Folgen.
Beeindruckt von der Formation "Living Theatre",
deren Shows er einige Wochen vorher gesehen hatte und
deren anarchisches Flair ihn berührte, verlor der
stark angetrunkene Sänger der "Doors",
den Blick für die Realität.
Er löste einen Tumult aus, als er während
eines Konzerts in Miami, auf der Bühne seine Hose
ausziehen wollte.
Sofort nach dem Konzert wurde Morrison verhaftet. Am
nächsten Tag löste sein Anwalt ihn gegen eine
Kaution aus. Eine Gerichtsverhandlung sollte folgen,
wurde jedoch auf das nächste Jahr verschoben. Die
Stimmung schlug um; Kritiker mokierten sich, Radiosender
boykottierten die Platten der "Doors", Veranstalter
sagten die Konzerte ab.
Nach dem ihr viertes, experimentellstes Album, "The
Soft Parade", auf den Markt kam, glätteten
sich die Wogen. Die Plattenfirma Elektra hielt Sitzungen
ab, die einzig darum kreisten, wie Jims Image verändert
werden sollte und drängte die Band, schnell ein
neues Album zu produzieren. Im Februar 1970 erscheint
"Morrison Hotel". Auf dem Coverfoto sah man
einen harmlos wirkenden Jim Morrison, mit dem man eher
einen "netten biertrinkenden Studenten" assoziierte,
als einen "Engel der Zerstörung".
Im August traten "The Doors" in Großbritannien,
beim Isle of Wight-Festival, unter schlechten lokalen
und technischen Bedingungen, auf. Erschöpft streifte
Jim Morrison nach dem Konzert über den Festival
Platz, beobachtete das Publikum und beschloss, nicht
mehr lange öffentlich aufzutreten.
Bald darauf wurde die Gerichtsverhandlung um den Skandal
in Miami, die Anfang August begonnen hatte, fortgesetzt.
Aufgrund gotteslästerlicher Flüche und Entblößung
(Die Anschuldigungen wegen Trunkenheit wurde fallengelassen!!)
wurde Morrison, nach mehrwöchiger Verhandlung,
zu vier Monaten Zuchthaus und einer Geldstrafe verurteilt.
Sein Anwalt legte sofort Berufung ein.
Zurück in Kalifornien, erfuhr Jim Morrison vom
Tod Janis Joplins. Es waren erst sechs Wochen vergangen,
seit Jimi Hendrix, den er auch sehr bewundert hatte,
gestorben war. Angst ergriff den Sänger. Immer
wieder sagte er zu Freunden, mit denen er unterwegs
war: "Du säufst mit Nummer Drei!"
Auch seine Beziehung bröckelte, mit seiner Freundin
Pamela Courson zerstritt er sich derartig, dass sie
Kalifornien verließ und nach Paris zog.
Im Dezember 1970 gaben "The Doors", in New
Orleans, ihr letztes gemeinsamen Konzert. Einige Wochen
später erschien das sechste und letzte Album der
Band, "L.A. Woman", dessen Titelsong, neben
"Riders on the Storm", eins der erfolgreichsten
Stücke der Gruppe überhaupt wurde.
Im März folgte Morrison Pamela nach Paris. Die
beiden verlebten intensive Monate miteinander, reisten
nach Marokko und Korsika. Jim Morrison versuchte vergeblich,
seine Alkoholsucht in den Griff zu bekommen. In Paris
führte er rasch seinen gewohnten Lebensstil weiter;
verbrachte viel Zeit mit Freunden in Bars und Restaurants,
erzählte Geschichten, trank und rauchte mehr, als
jeder von ihnen. Doch hinter der Maske wurde er immer
deprimierter. Stundenlang saß er vor einem Blatt
Papier, versuchte ein Gedicht zu schreiben, wartete
auf Einfälle, die nicht kamen. Am frühen Morgen
des 3. Juli fand Pamela Courson Jim Morrison tot in
der Badewanne. Als offizielle Todesursache wurde eine
Herzattacke angegeben. Der Siebenundzwanzigjährige
wurde auf dem Pariser Friedhof "Pere Lachaise"
beigesetzt. Pamela Courson überlebte ihn nur um
drei Jahre und starb, wie er, im Alter von 27 Jahren.
Admiral
GEORGE S. MORRISON
George
Stephen Morrison (born 1920) is the father
of The Doors' late lead singer Jim Morrison, and is
also notable for being the youngest admiral in the US
Navy until 1963.
Also
known as Steve, he was born in Georgia to Caroline and
Paul Raymund Morrison. Morrison was raised in Leesburg,
Florida. Morrison entered the U.S. Naval Academy in
1938. He served in World War II.
Morrison,
from his flagship, the Essex-class carrier Bon Homme
Richard, was in command of the local fleet during the
Gulf of Tonkin Incident in 1964.
He
was Commander, Naval Forces, Marianas in 1972.
Admiral
George Morrison was the keynote speaker at the decommissioning
ceremony for Bon Homme Richard, his first ship as an
admiral, on July 3, 1971 in Washington D.C., USA (just
12 hours after his son Jim Morrison's death).
He
currently resides in Coronado, California.
Rechts: Admiral George S. Morrison
January
5, 2006
Mother of Jim Morrison Dies
by Tim Cashmere
Clara
Morrison, the mother of the late Doors singer Jim Morrison,
died at her home in Coronada, near San Diego in California
on December 29. She was 85.
Mrs
Morrison was an active part of suing Doors members Ray
Manzerek and Robbie Krieger when they toured as The
Doors in recent years. The results went in the Morrison's
favor and the former Doors members were forced to tour
under the name The Doors of the 21st Century.
Her
son Jim was born in Melbourne, Florida in 1943 and died
of heart failure in a hotel room in Paris in 1971 at
the age of 27.
Clara
married Steve Morrison, a Navy ensign, in 1943 in Honolulu.
They were married for 63 years. She was also mother
to daughter Anne and son Andy. She had five grandchildren
and four great grandchildren.
MORRISON,
CLARA 1919 to 2005 Clara
was raised in the midwest and went to Pearl Harbor to
help her sister with a new baby, and later to work for
the Navy Public Relations office. It was there that
she met Steve Morrison, a Navy ensign. She and Steve
were in Pearl Harbor during the December 7th bombing
and its aftermath. They married in 1943 in Honolulu.
Together they had a rich and fulfilled life, traveling,
entertaining, raising a family. Throughout Steve's distinguished
38 year career, Clara was his partner and his support,
as the family continually move, lived in 34 houses,
and traveled the globe, including stations in California,
New Mexico, Virginia, London, and Guam. Steve and Clara
raised three children. The eldest, Jim, became a singer,
poet, and song writer, and died in 1971. Clara is survived
by Steve, her loving husband of 63 years, her daughter
Anne and youngest son Andy, five grandchildren and four
great-grandchildren. Clara was a fun, thoughtful, generous
woman who touched the lives of those who knew her. She
was well known as a strong-willed person who lived her
life with conviction and directness, and she never looked
back. But it was her kindness that friends, family,
and acquaintances recount as they remember times with
her. As per her wishes, a family memorial service is
planned, and her ashes will be spread at sea.
Amerika
ist aus einem Akt der Gewalt geboren. Amerikaner fühlen
sich zur Gewalt hingezogen. Wie am Tropf hängen
sie an aufbereiteter Gewalt, die sie sich aus Konserven
zuführen. Sie sind hypnotisiert vom TV –
das Fernsehen ist der unsichtbare Schutzschild gegen
die nackte Realität. Die Krankheit der Kultur des
20. Jahrhunderts ist die Unfähigkeit, irgendetwas
als real zu empfinden. Die Leute hocken wie gebannt
vorm TV, konsumieren soap operas, Filme, Theater, Pop-Idole,
lassen sich von Symbolen zu den heftigsten Gefühlsregungen
hinreißen. Doch in der Realität ihres eigenen
Lebens sind sie emotional tot. - Jim Morrison
Ich weiß nicht, ob die Leute auf Erlösung
aus sind oder von mir erwarten, dass ich sie zum Heil
führe. Der Schamane aber ist ein Heiler –
wie der Medizinmann. Ich sehe mich nicht als Erlöser.
Der Schamane hat Ähnlichkeit mit dem Sündenbock.
Ich sehe die Rolle des Künstlers als Schamane und
Sündenbock. Die Leute projizieren ihre Phantasie
auf ihn, und ihre Phantasien werden lebendig. Die Leute
können ihre Phantasien zerstören, indem sie
ihn zerstören. Ich gehe ein auf die Impulse, die
jeder hat, lasse mir das aber nicht anmerken. Indem
sie mich angreifen, mich bestrafen, haben sie das Gefühl,
sich von diesen Impulsen zu befreien. - Jim Morrison
„Würden
die Pforten der Wahrnehmung gereinigt, so erschiene
dem Menschen alles, wie es ist: unendlich. Denn der
Mensch hat sich selbst eingesperrt, so dass er alle
Dinge nur durch die engen Ritzen seiner Höhle sieht.“
–
William Blake: The Marriage of Heaven and Hell (1790-1793)
AKA
James Douglas Morrison Born:
8-Dec-1943
Birthplace: Melbourne, FL
Died: 3-Jul-1971
Location of death: Paris, France
Cause of death: Heart Failure
Remains: Buried, Père Lachaise Cemetery, Paris,
France
Gender:
Male
Race or Ethnicity: White
Sexual orientation: Straight
Occupation: Singer/Songwriter, Poet
Nationality:
United States
Executive summary: Lead singer and songwriter, The Doors
Der
US-amerikanische Musiker Jim Morrison wurde mit seiner
Band "The Doors" zum Superstar und Idol einer
Generation. Die Auflehnung gegen die moralischen Werte
seiner Zeit führten zu scharfer Kritik an seiner
Person. Gemeinsam mit Musikern wie Jimi Hendrix und
Janis Joplin war Morrison maßgeblich an der musikalischen
Entwicklung der 1960er Jahre beteiligt. Sein früher
Tod mit 27 Jahren begründete einen wahren Mythos
um den Rockmusiker ...
Die
Studenten- und Protestbewegung von 1966-1975: Vordenker,
Aktivisten, Idole
Biografie
James Douglas Morrison wurde am 8. Dezember 1943 in
Melbourne, Florida, USA, als erster Sohn des Marineoffiziers
George Steve Morrison geboren.
Bedingt
durch den Beruf seines Vaters zog er viele Male um.
Schließlich kam er 1960 zu seinen Großeltern
nach Florida, wo er in Clearwater das St. Petersburg
Junior College besuchte.
Ab
1961 studierte Morrison an der Florida State University
in Tallahassee Theaterwissenschaft, wechselte aber später
zur Filmabteilung an die University of California in
Los Angeles. Hier erhielt Morrison sein Abschlussdiplom.
Jim
Morrison Nachname: Morrison Vorname: James Douglas Alias: Jim Morrison Geburtsdatum: 1943-12-08 Geburtsort: Melbourne (Florida, USA). Todesdatum: 1971-07-03 Todesort: Paris (F). Sternzeichen: Schütze 23.11 -
21.12
Horoskop
von Jim Morrison
von
Doreen Loos
Jim
Morrison erblickt am 08.Dezember 1943 um 11.55, als
erstes von drei Kindern, in Melbourne (Florida) das
Licht der Welt. Mit seinem Wassermann-AC scheint er
genau richtig in diese Zeit zu passen.
Die Generation der Revolutionäre, der 68er Rebellen,
wird geboren. Schon in der Schule muss er sich in den
Mittelpunkt stellen. AC Wassermann sowie Pluto am DC
Löwe und eine freiheitsliebende Schütze-Sonne
in Haus 10 zeigen seine rebellische Natur, sein „Auffallen-Müssen“
um jeden Preis, sein Geltungsbedürfnis. Er wird
Klassenclown und Klassensprecher.
Die
starke Betonung des Luftelementes sowie Zwillinge- und
Haus 3-Besetzung lassen ihn frühzeitig mit Sprache
experimentieren. Er versucht, seine Gefühle und
sein Inneres über Gedichte zum Ausdruck zu bringen.
Leider stößt er damit erst einmal auf Ablehnung
und Unverständnis. Jim hat auch nicht die besten
Noten, was wohl im Quadrat von Merkur zu Neptun begründet
liegt. Er träumt lieber anstatt zu lernen.
Später beginnt er härter an sich zu arbeiten.
Er besucht eine Filmhochschule. Auch dort fühlt
er sich unverstanden und bricht die Ausbildung ab, um
als Musiker seine Botschaft den Menschen mitzuteilen.
Jims
Leben sollte kurz sein, trotzdem ist es mit soviel Intensität
gefüllt, dass er noch eine Generation später
in vielen Menschen die Sehnsucht nach Tiefe, Transformation
und Grenzerfahrungen auslöst bzw. hervorruft.
Er drückt dies aus durch Worte, durch seine Musik
und seine Art, sich auf der Bühne darzustellen.
Als Sänger der „Doors“ erhält
er die Plattform, die er braucht, um sich in den Mittelpunkt
zu stellen, um gesehen zu werden. Jim möchte seine
Ideen und Vorstellungen von der Welt ausdrücken,
möchte Aufmerksamkeit erhalten, die er möglicherweise
als Kind von seinen Eltern nicht bekommen hat.
Skorpionisches
Charisma
Seine Auftritte sind Ausdruck seiner selbst; er agiert
exzentrisch, ist an keine Regeln gebunden, provokativ,
leidenschaftlich und mitreißend versteht er es
meisterhaft, sein Publikum für sich zu gewinnen.
MC in Skorpion und Pluto am DC geben seiner charismatischen
Ausstrahlung die Bühne und das Gegenüber.
Jims
Drang nach Extremen und nach Grenzerfahrungen macht
auch vor seinen Beziehungen nicht Halt, wie auch? Mit
Venus im Skorpion und Opposition zu Mond? Mond steht
wiederum im Quadrat zu Pluto am DC.
Er ist ständig auf der Suche nach Tiefe, Halt und
Intensität. Zum Teil erhält er es bei seiner
Dauerfreundin Pamela. Allerdings sind immer wieder andere
Frauen, One-Night-Stands und Affären im Spiel.
Eine außergewöhnliche Form von Partnerschaft
erfährt er bei Patricia – unverbindlich im
Außen, tiefgründig, mysteriös, geheimnisvoll
im Innern. Er „heiratet“ sie in einer keltischen
Zeremonie.
Jims
Bedürfnis, hinter sämtliche Türen zu
blicken, lässt ihn zu Mitteln greifen, die ihm
einerseits das Bewusstsein öffnen, andrerseits
krank und abhängig machen. Drogen, Alkohol, der
Rausch des schnellen Sex-Erlebens treiben ihn auf einen
Abgrund zu, dem er offenbar nicht ausweichen kann, noch
will.
Als Auftritte scheitern und Konzerte verboten werden
und er wegen unsittlichen Verhaltens vor Gericht steht,
scheint er völlig den Boden zu verlieren. Jim zieht
sich zurück, um zu regenerieren, um zu schreiben,
um seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Er geht
nach Paris.
Live
fast, love hard, die young...
Doch er hat bereits zu viele Türen geöffnet,
in zu viele Abgründe geblickt.
Er stirbt am 3.7.1971 mit 27 Jahren. Bis heute ist sein
Tod ungeklärt. Angeblich sei er an Herzversagen
gestorben. Auch kursieren Gerüchte, er wäre
an einer Überdosis Heroin zu Grunde gegangen. Ebenso
gibt es die Theorie, Pamela hätte ihn mit Drogen
umgebracht. Mit Neptun in Haus 8 sind Unklarheiten in
Bezug zum Tod nicht verwunderlich. Sein Grab finden
wir in Paris auf dem Friedhof „Père Lachaise“
Selbst
über 30 Jahre nach seinem Tod scheint er keine
Ruhe zu finden. Er geistert in vielen Köpfen und
Seelen umher. Er ist ständig irgendwo Thema. Jährlich
treffen sich viele Menschen an seinem Grab, sein Geburtstag
wird gefeiert, zum Todestag an ihn gedacht.
Er
wird uns nicht mehr aus dem Kopf gehen, denn seine Philosophie
ist aktueller den je. Wir kommen in einer realen Welt
nicht mehr zurecht. Immer mehr Menschen schauen hinter
Türen und Vorhänge. Es scheint ein regelrechter
innerer Antrieb zu sein, weil wir merken, dass uns ohne
diese Erfahrungen ein wichtiger Teil zu unserer Ganzheit
fehlt. Wir suchen Erklärungen und finden keine
und genau das ist es, was uns immer weiter treibt.
Jim
steht für all diejenigen, die ihre Augen nicht
zumachen, wenn es unangenehm wird, die ihre Augen nicht
verschließen vor den eigenen Schattenseiten. Er
steht symbolisch für all diejenigen, die sich von
niemandem vorschreiben lassen, wie sie zu leben haben.
Jim steht für all die Revolutionäre unter
uns. Steht für die, die wissen wollen, was sich
auch hinter dem allerletzten Vorhang verbirgt.
Ist
Jim vielleicht letzten Endes an einer Überdosis
seiner selbst zu Grunde gegangen?
Das
ausführliche Buch: „Jim Morrison –
das Leben hinter der Tür“ steht als eBook
unter www.astronova.net
als Download zur Verfügung.
Lebenslauf
Jim Morrison wurde am 8. Dezember 1943 in Melbourne
(Florida) als ältestes von drei Kindern geboren.
Er erhielt eine strenge Erziehung durch seinen Vater
George Stephen Morrison, der als Admiral der Marine
dem Generalstab angehörte und Clara Clark Morrison.
Die folgenden Bilder
zeigen James
Douglas Morrison in seiner Kindheit und Jugend.
James: rechts unten
James
Douglas mit seiner Schwester Anne und Bruder Andy.
James: rechts unten
Im
Alter von vier Jahren wurde er für sein ganzes
Leben stark traumatisiert: Er war mit seiner Familie
im Auto unterwegs und sie passierten die Stelle eines
schweren Autounfalls, in dessen Folge eine unbestimmte
Anzahl an indianischen Arbeitern nach dem Zusammenprall
mit einem Lastkraftwagen zu Tode gekommen waren.
In
vielen Interviews erklärte Morrison später,
dass in diesem Moment der Schamane in ihm geboren worden
sei. Er behauptete, dass die Seelen der toten Indianer
in seinen Körper gewandert seien. Wegen dieses
Vorfalls behauptete Morrison in der Öffentlichkeit
später ebenso, dass seine Eltern bereits gestorben
seien. In dem Titel „Peace Frog“, veröffentlicht
auf der fünften Doors-LP „Morrison Hotel“,
arbeitete Morrison die Vorfälle auf. Oliver Stone
hat den Unfall in seinem Kinofilm The Doors filmisch
umgesetzt.
The bungalow at 314 N Osceola Ave. Jim Morrison
lived there 1961 and 1962 with his grandparents, Paul
and Caroline Morrison. They operated a coin laundry
on S Fort Harrison Avenue; Jim attended St. Petersburg
Junior College.
Der Kopf von Jim wurde auf das Bild montiert. Dies
nur zu seiner Richtigkit
GEORGE WASHINGTON HIGH SCHOOL, 1005 Mount Vernon Avenue,
Alexandria, Virginia 10th grade
Jim Morrison starred in a promotional
film for his university
Bilder
aus der Highschool Zeit
Von
1962 bis 1963 war an der Florida State University in
Tallahassee eingeschrieben.
Ab
1961 studierte Morrison an der Florida State University
in Tallahassee Theaterwissenschaft, wechselte aber später
zur Filmabteilung an die University of California in
Los Angeles. Hier erhielt Morrison sein Abschlussdiplom.
Auf
dieser Seite habe ich Bilder zusammengestellt, welche
die Universität von Californien Los Angeles, auch
abgekürzt UCLA genannt, zeigen. An dieser Universität
studierten James Douglas Morrison und Ray Manzarek
„Ich
mag die Ideen, die von der Zerstörung der herrschenden
Gesetze berichten. Ich bin an allem interessiert, was
sich um Aufruhr, Unruhe, Chaos und spezielle, scheinbar
unsinnige Aktivitäten dreht. Für mich scheint
das ein Weg zur Freiheit zu sein; eine äußere
Revolte ist ein Weg zu innerem Frieden.“ –
Jim Morrison
Resisting
Arrest New Haven, CT 9-Dec-1967, charge dropped at New
Haven Arena
Disturbing the Peace New Haven, CT 9-Dec-1967, fined
$25
Vagrancy Las Vegas, NV Jan-1968
Indecent Exposure Miami, FL 1-Mar-1969
Drunk and Disorderly Phoenix, AZ Nov-1969
Drunk in Public Los Angeles, CA 4-Aug-1970
A college prank earned Jim this mug shot. Polizeifoto
nach Festnahme wegen ... am 28. September 1963 Tallahassee
University
of California Los Angeles (UCLA) UCLA
was founded in 1919, as the "southern branch of
the University of California". However, its beginnings
date from almost thirty years earlier in the March of
1881, when the State Assembly of California, approved
the establishment of a second State Normal School(*).
Funding for the site was achieved by contributions from
over 200 "enthusiastic citizens". On August
29, 1882, it opened its doors to its first students.
Having moved to Vermont
Avenue in 1914, its Director Ernest Carroll Moore moved
in 1917, that the school ought to become the first branch
of the University of California, then based at Berkeley.
The subsequent legislation of May 23, 1919, transformed
UCLA from a teacher's college two a true institution
of learning, offering two-year courses of intruction
in Law and the Sciences.
UCLA's first class of
300 students graduated in 1925, and the then site's
capacity was gradually being exhausted. Eventually the
University moved to its new home at Westwood, and began
to offer Master's Degrees in 1933, and three years later,
in 1936, Doctorates.
Today the University,
only 80 years old, occupies some 163 buildings over
some 4198 acres, and has a student body of more than
36,500 students. The current Chancellor is Albert Carnesale,
who assumed his post on July 1, 1997.
Jim
Morrison at Florida State Most Doors fans know that Jim Morrison studied
film at UCLA where he met a graduate student named Ray
Manzarek. But before enrolling at UCLA, Morrison attended
Florida State University in Tallahassee. At FSU, in
1962, Jim studied art and psychology and fell in with
a bohemian crowd. He also appeared in a student production
of Harold Pinter's play, The Dumbwaiter. Here, in an
exclusive interview with American Legends, Gerry McClain
remembers his fellow FSU student, Jim Morrison.
AL:
How did you meet Jim Morrison?
GM:
I was a film student at FSU. At that time, the department
consisted of two people: myself and Werner Vagt who
ran the operation. There were no formal classes. Werner
made short films for the university and some outside
clients. He had been a director in Germany. Jim Morrison
appeared in a short we did for United Way. As I recall,
he walked to a mailbox and mailed a letter.
AL:
Was Jim interested in film then?
GM:
His whole interest was film. He did some editing work
under Werner and would go to the FSU library to read
film reviews in back issues of The Village Voice. Jim
also made an 8 mm film on campus--guys peeking around
bushes, that kind of thing.
AL:
What was Jim Morrison like back then?
GM:
He hung around with a bohemian crowd: people who liked
to wear pants with holes in them. Jim posed as a model
for the art department, and they would all sell blood
to the Red Cross to get a few bucks. Once, I saw Jim
go around the college coffee shop eating scraps off
tables. I felt he--and the others--were living an image--the
starving young artist.
AL:
Was Morrison interested in music?
GM:
The only time I heard Jim mention music at FSU was at
a party. He said, "I want you to hear this guy.
He's really great." Jim put on this record by a
singer nobody had ever heard of. It was Bob Dylan.
AL:
A recent biography by Patricia Butler suggests that
Jim Morrison may have had a gay experience in St. Petersburg
before enrolling at FSU.
GM:
At FSU, he had a girlfriend, Mary Werbelow. Jim brought
her to a party. Some guy was bending over to talk to
her and Jim got jealous. He grabbed the guy by the belt
and threw him across the room. Jim got very drunk when
he drank. I realized drinking made him crazy. Another
time, Morrison grabbed the wheel of my car and wanted
to drive to Georgia to this carnival where girls danced
nude. Jim Morrison wasn't gay.
AL:
Did Morrison talk about leaving FSU?
GM:
No. One time I hadn't seen him for a couple of days
and over semester break I dropped by Werner's office
and asked if he'd seen Jim. Werner said: "Morrison's
gone. He's going out to California to film school at
UCLA."
AL:
Wie trafen Sie Jim Morrison?
GR.:
Ich war ein Filmkursteilnehmer an FSU. Zu dieser Zeit
bestand die Abteilung aus zwei Leuten: selbst und Werner
Vagt, die den Betrieb laufen ließen. Es gab keine
formalen Kategorien. Werner bildete kurze Filme für
die Universität und einige äußere Klienten.
Er war ein Direktor in Deutschland gewesen. Jim Morrison
erschien in einem Kurzschluß, den wir für
vereinigte Weise taten. Wie ich zurückrufe, ging
er zu einem Briefkasten und verschickte einen Brief.
AL: Wurde Jim an Film dann interessiert? GR.: Sein vollständiges
Interesse war Film. Er erledigte etwas redigierende
Arbeit unter Werner und würde zur FSU Bibliothek
gehen, Filmberichte in den rückseitigen Ausgaben
der Dorf-Stimme zu lesen. Jim bildete auch einen 8 Millimeter
Film auf Campus -- die Kerle, die um Büsche, diese
Art der Sache spähen. AL: Wie sah Jim Morrison
Rückseite dann aus? GR.: Er hing herum mit einer
böhmischen Masse: bevölkeren Sie, wem Hosen
mit Bohrungen in ihnen tragen mochte. Jim, das als Modell
für die kunstabteilung aufgeworfen wurden, und
sie alles Verkauf Blut zum roten Kreuz erhalten würden
einige Dollars. Sobald, ich Jim sah, das Hochschulkaffegeschäft
umherzugehen Schrotte weg von den Tabellen essend. Ich
glaubte, daß er die -- und anderen -- ein Bild
-- der verhungernde junge Künstler lebte. AL: Wurde
Morrison an Musik interessiert? GR.: Das einzige mal
als ich hörte, war Jim Erwähnung Musik an
FSU an einer Partei. Er sagte, "ich wünsche
Sie diesen Kerl hören. Er ist wirklich groß."
Jim setzte an diese Aufzeichnung durch einen Sänger,
den niemand überhaupt gehört hatte. Es war
Bob Dylan. AL: Eine neue Biographie durch Patricia Butler
schlägt vor, daß Jim Morrison eine homosexuelle
Erfahrung in Str. Petersburg gehabt haben kann, bevor
er an FSU einschreibt. GR.: An FSU hatte er eine Freundin,
Mary Werbelow. Jim holte sie einer Partei. Irgendein
Kerl verbog rüber zum Gespräch zu ihrem und
Jim erhielt eifersuechtig. Er ergriff den Kerl durch
den Riemen und warf ihn über dem Raum. Jim erhielt
sehr betrunken, als er trank. Ich verwirklichte, daß
trinkend ihn verrückt bildete. Eine andere Zeit,
Morrison ergriff das Rad meines Autos und wollte zu
Georgia zu diesem Karneval fahren, in dem Mädchen
Nude tanzten. Jim Morrison war nicht homosexuell. AL:
Sprach Morrison über das Lassen von von FSU? GR.:
Nein. Einmal hatte ich ihn nicht für ein Paar von
Tagen und von Überschußsemesterbruch gesehen,
die ich durch Büro Werners fallenließ und
fragte, ob er gesehen Jim. gesagtes Werner wurde: "Morrisons
gegangen. Er geht zu Kalifornien aus, Schule an UCLA
zu filmen."
Er
zog dann nach Venice, experimentierte mit allen möglichen
Drogen und traf schließlich auf einen ehemaligen
Kommilitonen, Ray Manzarek. Sie gründeten eine
Rockgruppe namens "The Doors", mit der sie
später zu Weltstars wurden. Mit von der Partie
waren außerdem Robby Krieger und John Densmore.
Die
Entscheidung Musiker zu werden, bedeutete für Morrison
den Bruch mit seinem Elternhaus. Im Dezember 1965 stand
die Band zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne.
Sie kam gut an und wurde schließlich für
das "Whiskey-a-Go-Go" gebucht, dem legendären
Rock-Club von Los Angeles.
Hier
wurde Jac Holzmann, der Chef der Plattenfirma Elektra,
auf "The Doors" aufmerksam und nahm sie unter
Vertrag. 1967 erschien das erste Album, das den Aufstieg
bis Platz 2 in den US-Charts schaffte. Die Single "Light
my Fire" war sogar für mehrere Wochen die
Nr. 1 der Single-Charts.
Morrison
avancierte durch seine Texte nun zum Idol einer ganzen
Generation. Die Band wurde gefeiert wo sie auftrat.
Für Eltern war sie hingegen ein Alptraum. Die Probleme
wirkten sich natürlich auf die Konzerte der Band
aus. So wurden die kritischen Stimmen immer lauter,
da Morrison seine Probleme in Hasstiraden gegen das
Publikum ausließ. Nachdem er mehrmals gegen die
damals geltenden guten Sitten verstoßen hatte,
wurde Haftbefehl erlassen.
Gegen
eine Kaution von 5.000 Dollar blieb der Musiker zwar
auf freiem Fuß, von da an ging es aber mit "The
Doors" bergab. Es folgten Konzertabsagen und Radioboykotte.
Schließlich kam es 1970, nachdem bereits das fünfte
das Album "Morrison Hotel" erschienen war,
zu einer mehrwöchigen Gerichtsverhandlung in Miami.
Wegen gotteslästerlicher Flüche und Entblößung
wurde Morrison zu sechs Monaten Gefängnis und 500
Dollar Geldstrafe verurteilt.
Unterdessen
bestand die Band gefeierte Konzerte, auf denen die Musiker
zu weltweiten Superstars avancierten. Am 12. Dezember
1970 gaben "The Doors" in New Orleans ihr
letztes gemeinsames Konzert. Im März 1971 ging
Morrison nach Paris, wo er gemeinsam mit seiner Freundin
Pamela Courson eine Auszeit nehmen wollte.
Jim
Morrison starb am 3. Juli 1971 in der Badewanne seiner
Pariser Wohnung an Herzversagen.
In
der Folge entwickelte sich Morrisons Grab auf dem Pariser
Friedhof Pere Lachaise zum Mekka seiner Fans. Die Freundin
Pamela Courson starb nur wenige Jahre später, am
25. April 1975, im Alter von nur 27 Jahren an einer
Überdosis Heroin.
Sieben
Jahre nach Morrisons Tod veröffentlichten die restlichen
Bandmitglieder das Album „An American Prayer“,
auf dem sie Aufnahmen von Jim Morrisons Gedichten, von
ihm selbst nur Monate vor seinem Tod auf Band gesprochen,
nachträglich mit Musik und Geräuschen unterlegten.
Das Album musste schon öfters für moderne
Songs wie z. B. „Bird of Prey“ von Fatboy
Slim herhalten.
Morrison
ist auch Autor von zahlreichen Gedichtbänden wie
The Lords, The New Creatures und An American Prayer.
Nach seinem Tode wurden neben seinen Aufzeichnungen
und Notizen noch Far Arden und Wilderness – The
Lost Writings of Jim Morrison veröffentlicht. Morrison
selbst sah sich Zeit seines Lebens als Poet. Sein vor
allem auf der Bühne häufig exzessives Verhalten
stand im Gegensatz zu seinem verletzbaren und unsicheren
Innenleben.
Morrison
war bekannt für seinen exzessiven Alkohol- und
Drogenkonsum, z.B. LSD und Amphetamine. Waren es zu
Beginn seiner Karriere noch eher bewusstseinserweiternde
Substanzen, denen er sich anschloss, gab er sich gegen
Ende verstärkt dem Alkohol hin („Ich schätze
Alkohol, überall bekommt man ihn. Es ist leicht
an Alkohol 'ran zukommen. Eine Bar findet man überall“).
Im Rausch soll er sich einmal während eines Konzerts
in Miami 1969 entblößt haben; dieser Vorfall
führte letztlich zu einem in den Medien völlig
aufgebauschten Schauprozess und wirkte sich überdies
schlecht auf die Plattenverkäufe der Band aus und
führte zu zahlreichen Konzertabsagen seitens der
Veranstalter. Der Vorfall in Miami war übrigens
auch der Grund, warum die Doors nicht am Woodstock-Festival
teilnehmen durften. Morrison war für sämtliche
Veranstalter untragbar geworden. Es wurde jedoch nie
bewiesen, dass Morrison sich wirklich entblößt
hat. Morrison erhielt zwar eine Gefängnisstrafe,
umging diese allerdings, indem er nach Paris flüchtete.
Dort ließ er sich mit seiner langjährigen
Freundin Pamela Courson im Stadtteil Marais in einer
Wohnung in der Rue Beautreillis 17 nieder. Er verließ
die Band vermutlich zum einen wegen interner Streitigkeiten
und zum anderen, um von Alkohol und Drogen los zu kommen;
dennoch verstarb Morrison nur kurze Zeit danach im Alter
von 27 Jahren. Die offizielle Todesursache lautet auf
„Herzversagen“, die genauen Umstände
seines Todes wurden nie hinreichend geklärt. Nach
verschiedenen Indizien und Theorien ist es möglich,
daß Morrison eine Portion puren Heroins (zu jener
Zeit in Paris war er kein Konsument harter Drogen) für
Kokain hielt, und durch den Konsum ein Kreislaufversagen
herbeiführte. Drei Jahre später folgte ihm
seine Lebensgefährtin Pamela Susan Courson (die
bis zu ihrem Tod heroinabhängig war) durch bislang
ebenfalls ungeklärte Umstände in den Tod.
BYE BYE
Jim Morrison wurde in Paris auf dem Friedhof
Cimetière du Père Lachaise in der 6. Division,
zweite Reihe begraben, welches auch heute noch Anziehungspunkt
für viele Fans ist (WGS 84: N48°51'33.8" E02°23'37.2").
Michael
McClure - with bad finger (one of the best friends of
Jim in his last years) at The Cow Palace in San Francisco
in 1968 with Jim Morrison carrying essential supplies.
KLÄNGE FÜR EUREN GEIST (c) by JIM MORRISON
Ruht
eure immergrünen Stelzen aus
Durch
die Ferne weiter
Städte gezogen
Allein auf der Heimfahrt durch
die klare Nacht
entfesseltes Fieber & seltsames Gemetzel
aus dem Rücksitz.
ich möchte euch
von
Radio Texas und dem Großen Beat erzählen
er
kommt aus den Sümpfen Virginias
lässig und schleppend
mit großer Präzision
und einem Back Beat, eindringlich
und schwer zu beherrschen
manche nennen ihn himmlisch
in seinem Glanz
andere bösartig und jämmerlich
für den westlichen Traum
ich
liebe die Freunde, die ich
auf diesem schmalen Floß
versammelt habe
wir haben zu Ehren unseres Entkommens
Pyramiden errichtet
dies ist das Land, in dem
der Pharao starb -
Kinder
der Fluß enthält Proben
die Stimmen singender Frauen
rufen uns vom fernen Ufer
und sie sagen:
"Vergeßt die Nacht
lebt mit uns in azurblauen
Wäldern" (dürftige Nahrung für
vergessene Seelen)
ich
sage euch dies;
kein Ewiges Leben wird
uns heute die Verschwendung
der Dämmerung vergeben.
eines
Morgens seid ihr erwacht
und die seltsame Sonne
und habt eure Tür geöffnet...
Copyright
1992 bei Heinz Gerstenmeyer
und Schirmer/Mosel Verlag, München
Er
ist nicht tot,
er schläft nicht,
er ist vom Traum des Lebens erwacht..
Jim
Morrison wurde am 08.12.1943 in Melbourne, Florida,
geboren. Da sein Vater als Offizier bei der Navy diente,
war die Familie gezwungen, oft den Wohnsitz zu wechseln,
so daß Jim in seiner Kindheit nie ein festes Zuhause
kannte. Ich denke, daß dies einen von mehreren
Gründen darstellt, warum das Leben des Jim Morrison
nicht den normalen Gang nahm. Schon in seiner frühen
Jugend las Jim eine ungeheure Menge von Büchern,
besonders die berühmter Philosophen wie Nietzsche,
Blake usw.
Ab
1964 besuchte er die University of California, um Film
zu studieren. Vor allem in dieser Zeit schrieb er viele
Gedichte, die später als Songtexte für Titel
der DOORS benutzt wurden.
Bevor
Jim Ray Manzarek traf, der später ein Mitglied
der DOORS wurde, hatte Jim die Absicht, mit einem anderen
Freund eine Band mit dem Namen "The DOORS"
zu gründen. "The DOORS" - wegen einer
Zeile aus einem Buch William Blakes, die Morrison besonders
gefiel und folgendermaßen lautete:
"Wären
die Pforten der Wahrnehmung gereinigt, sähe der
Mensch jedes Ding, wie es in Wahrheit ist: unerschäpflich."
Das
Projekt der Gründung einer Band konnte Jim mit
diesem Freund allerdings nicht umsetzen. Erst als er
einige Zeit später Ray Mandzarek an der Universität
traf, zeichnete sich ab, daß die Idee, eine Band
zu gründen, endlich in die Tat umgesetzt werden
konnte. Auf die Frage Rays, warum die Gruppe ausgerechnet
den Namen The DOORS tragen sollte, antwortete Jim:
"Es
gibt das Bekannte und das Unbekannte; was sie trennt,
ist die Tür. Genau das will ich sein. Das will
ich sein: Die Tür."
Im
Jahre 1965 kam John Densmore, ein Schlagzeuger, in die
Gruppe. Im selben Jahr kam der Gitarrist Robby Krieger,
der Jüngste der Vier, zu den DOORS, so dass die
Crew komplett war.
In
dieser Zeit traf Jim Pamela Courson, die trotz seiner
ständigen Eskapaden mit anderen Frauen bis zu seinem
Tod seine Freundin und Bezugsperson blieb. Morrisons
exzentrischer Lebenswandel wird auch durch die hohe
Konsumierung von Alkohol und Drogen, wie LSD, deutlich.
Im
Januar 1967 erschien die erste LP mit dem Namen "The
DOORS". Einer der größten Hits dieser
LP und der gesamten Laufbahn der Band war "Light
my Fire". Einen anderen, sehr populären Song
stellt "The End" dar, dessen Inhalt deutlich
werden läßt, welche Faszination Morrison
für den Tod empfand.
Der
Ruhm stieg, und die dritte LP der DOORS, die 1968 veröffentlicht
wurde, trug ihren Teil dazu bei. Den auf dieser LP befindlichen
Song "Love Street" schrieb Jim über das
Appartement, in dem er und Pam lebten. Wie alle anderen
Lieder über Pamela und die ihr gewidmeten gibt
es da ein gewisses Zögern. Die Abwehr gegenüber
einer endgültigen Bindung und einen verhalteten
Schmerz am Ende. Trotz vieler Affären mit anderen
Mädchen kehrte Jim aber immer wieder zu Pam zurück.
Eine andere wichtige Frau in Jim Morrisons Leben war
die Journalistin Patricia Kennely. Sie legte Wert auf
die Bezeichnung "Hexe", da sie einer religiösen
Hexensekte amgehörte. Als Patricia später
schwanger wurde, und sich Jim gegen das Kind aussprach,
ließ sie abtreiben, und der Kontakt zwischen beiden
brach ab.
Ein
bekannter Song der 6. LP der DOORS war "Five To
One". Der Titel stellt den ersten Vers "Fünf
: Eins", eine statistische Angabe, die Jim nie
erklärte, dar. Viele glaubten, dass 5:1 sich auf
das Verhältnis der weißen zur schwarzen Bevölkerung
in den USA bezog - Eins zu Fünf hingegen auf das
Verhältnis der Marihuanarauchenden zu den Nicht-Marihuanarauchenden
in L.A. Aber wann immer man Morrrison darauf ansprach,
sagte er nur, für ihn sei der Text unpolitisch.
Mit
dem Lied "Riders On The Storm", das auf der
1971 erschienen LP "L.A. Woman" zu finden
ist, die zugleich die letzte veröffentlichte Platte
vor Jims Tod war, verbindet sich eine kleine Geschichte.
Als
kleiner Junge wurde Jim Zeuge eines Unfalls und mußte
mit ansehen, wie ein Indianer starb. Seit diesem Zeitpunkt
hatte sich die Idee, die Seele des Indianers wäre
in seinen Körper geglitten, in Jims Kopf festgesetzt.
Die Erinnerung an dieses Erlebnis begleitete ihn sein
ganzes Leben hindurch.
Im
März 1971 gingen Pam und Jim nach Paris, vielleicht
um einen neuen Anfang zu wagen. Jim hatte seit dem spektakulären
Gerichtsprozeß um seine Person, in dem er angeklagt
war, auf einem der Konzerte in Miami sein Geschlechtsteil
entblößt und sich gegen die Staatsgewalt
aufgelehnt zu haben, physisch und psychisch abgebaut.
Er hatte mit seinem Gewicht und der Einsamkeit zu kämpfen.
Als Ausweg schien ihm nur die Flucht in noch mehr Alkohol
und noch mehr Drogen.
Das
exakte Datum seines Todes ist nicht bekannt - wahrscheinlich
starb er am 2. oder 3. Juli 1971 in seiner Wohnung in
Paris. Die genaue Todesursache ist ebenso unbekannt.
Einige Leute behaupteten, er starb an einer Überdosis
Heroin. Als offizieller Grund wurde ein Herzinfarkt
angegeben. Allerdings gingen auch Gerüchte um,
Jim würde noch leben. Klar ist: Jim haßte
den Wirbel um seine Person, der von der Presse und den
Medien ausging. Er wollte nie mehr gelten, als irgend
ein anderes Mitglied der DOORS.
Für
mich stellt Jim Morrison eine wirklich faszinierende
Persönlichkeit dar, die anscheinend von niemandem
je wirklich verstanden wurde und wahrscheinlich auch
nie von jemandem wirklich verstanden werden wird.
Wer
mehr über Jim Morrisons Leben und die DOORS erfahren
möchte, dem empfehle ich die Bücher "Keiner
kommt hier lebend raus" von Jerry Hopkins und Daniel
Sugerman sowie "Die verlorenen Schriften von Jim
Morrison: Wildnis".
Was
hat die Sexualisierung der Pop kultur eingebracht? Schöne
und aufreizende Bilder, wackelnde Hintern in Hochglanz,
aber auch den Trash und die totale Rebellion.
In
einem BBC-TV-Studio machte Jim Morrison einst vor laufenden
Kameras die Hose auf, um den Sender chefs zu zeigen,
was er von der Zensur seiner Texte hielt: "Mother,
I want to fuck you..."
Man
könnte auch sagen: mit THE END fing alles an ...
MYTHOS
JIM MORRISON ON STAGE, Municipal JFK Auditorium
"Womit
sollen wir anfangen, 'Break On Through' ?" fragte
Jim die anderen drei DOORS auf dem Weg von der Garderobe
zur Bühne.
"Yeah."
"Warum nicht?"
"Okay, Mann."
Die
Scheinwerfer erloschen, und die Bühne war in absolute
Dunkelheit gehüllt. Ein Brüllen erhob sich
in dem riesigen und überbordenden Auditorium. Während
die DOORS ihre Plätze auf der verdunkelten Bühne
einnahmen, wurde das Getöse noch lauter breitete
sich aus: Stimmen, die nach Leibeskräften kreischten,
schrien, pfiffen und brüllten. Das wurde von donnerndem
Händeklatschen und dröhnendem Fußgetrampel
begleitet. Hörte überhaupt jemand den Ansager,
als er verkündete: "Hey, Leute, aus Los Angeles,
California ... The DOORS!"? Der Lärm war so
groß, daß Ray und Robbie kaum hören
konnten, wie John mit dem Schlagzeug eröffnete.
Es bedurfte der ganzen Institution, die sich über
zahllose Stunden gemeinsamen Spiels entwickelt hatte,
damit Ray seinen Piano-Baß auf Johns Schlagrhythmus
abstimmen konnte. Das Publikum war jetzt lauter, als
die Band überhaupt irgendwann während des
Konzerts werden würde. Robbie spürte die dicken
fetten Baßtöne von Ray und glitt mit seiner
Gitarre in den Song.
Jim
wartete, ließ die Band improvisieren, bis er merkte,
daß das Publikum auf dem Höhepunkt seiner
langen aufgestauten Hysterie war. Genau in dem Moment,
da das Grölen des Publikums nicht mehr lauter werden
konnte, schrie Jim mit der vollen Lautstärke seiner
24 000-Watt-Verstärker los. Er schrie, wie nur
ein Mensch schreien kann, der sich darauf versteht,
den Schrei fliegen zu lassen - ohne Hemmungen, ohne
Furcht vor Schaden an den Stimmbändern. Es klang,
als würden tausend Hunde winseln wegen tausend
ungestimmter Geigen, deren Schrammen sich mit dem luftzerfetzenden
Donnern einer Schwadron von Düsenjägern vermischte.
Nicht ER schrie den Schrei, der Schrei schrie ihn. Kein
Mensch im Publikum hatte je solch ein Getöse für
möglich gehalten, geschweige denn gehört.
Es war ein Schock, der die Versammelten nahezu zum Schweigen
brachte. In DIESEM Moment gingen plötzlich die
Bühnenscheinwerfer an. Endlich konnten die Kids
die Band spielen sehen und hören.
In
DIESEM genauen Riß ausgeleucheter und hypnotischer
Aufmerksamkeit stimmte Jim die ersten Worte des Songs
an:
You
know the day destroy the night
Night divides the day
Tried to run
Tried to run
Break on through to the other side
Break on through to the other side
Break on through, break on through
Break, break, break, break
Es
spielte wirklich keine Rolle, welche Worte er sang,
denn er hatte sie schon in SEINEN Bann gezogen. Ihre
Aufmerksamkeit und ihre Augen würden auf ihn gerichtet
bleiben, solange er auf der Bühne war. Jim konnte
tun, was immer ihm gefiel: ihnen den Rücken zukehren,
tanzen, Gedichte aufsagen, Rumbakugeln spielen, ein
Bad im Publikum nehme. Sie würden in SEINEM Bann
bleiben. Sie hatten sich IHM schon ausgeliefert mit
ihren beeindruckbare, schmiegsamen Gemütern, den
warmen, weichen Herzen, den freundlichen, schimmernden
Augen und ihrem wankelmütigen Geist, und ER sie
mitnehmen auf einen Trip vielleicht, wie sie ihn noch
nie erlebt hatten.
Während
der Abend von einem Song zum anderen rockte, war es
an Jim, zu streicheln, zu schmeicheln, zu trösten,
zu fluchen, herauszufordern und zu verführen. Seine
Kraft war eine sichtbare Größe, wie Laserstrahlen
sichtbare Energie sind. Ich stellte mir vor, er halte
ein langes Lasso, das alle im Publikum umfing und fesselte.
Wenn er die Spannung des Seils lockerte, würden
sie schwanken, auseinanderfallen und unruhig werden.
Wenn er das Lasso zurrte, um sie fest im Zaun zu halten,
stand das ganze Publikum kollektiv auf Zehenspitzen
und stierte und starrte in verzückter Erregung.
Er hatte zu jedem einzelnen Mitglied des Publikums direkten
Kontakt.
Da
es bei Jim rein gar nichts Vorhersehbares gab, mussten
die Kids höllisch aufpassen, um sich auch nicht
eine einzige seiner lebenswichtigen Bewegungen oder
Gesten entgehen zu lassen. Sie achteten auf seine Augen,
um zu sehen, wohin sein Trip ihn führen würde.
Es konnte das Chaos sein, Schrecken, Gewalt, Tod, Alptraum,
oder es konnte sanfte Wiedergeburt und Freude sein.
Er schien zuweilen geblendet von einem mystischen Licht,
verloren und taumelnd. Er wankte am Bühnenrand,
vielleicht bereit, in jene hungrigen Augen zu fallen,
die ihn verschlangen. Er schwankte, strauchelte, verlor
das Gleichgewicht und gewann es wieder. Es war erschreckend
und erregend. Die Kids im Publikum wußten, daß
er ihnen nichts vormachte. Das war kein Mick Jagger,
der tanzend den Hanswurst abgab, keine brave Rock 'n'
Roll-Band, keine bemüht tüchtige Sängerin,
kein Friedens- und Blumentrip. Es war eben kein harmloser
Spaß. Es war wie die losgelöste Wirklichkeit
eines heftigen Traums oder Unfalls. Du wußtest
nie, was auf dich zukam.
An
jenem Abend auf der Bühne, da war ich Zeuge, wie
Jim zum Schamanen wurde, zum Wizzard, Hexer, Zauberer
Medizinmann, Hexendoktor, zum Magier in dionysischer
Verzückung.
Jim
Morrison beschrieb es einmal so: "Hin und wieder vergleiche ich die Geschichte
des Rock 'n' Roll ganz gern mit den Ursprüngen
des griechischen Dramas, das zu den entsprechenden Jahreszeiten
auf einem Dreschboden seinen Anfang nahm und eigentlich
aus Bauern bestand, die sich zum Gottesdienst versammelt
hatten und sangen. Eines Tages dann sprang ein Besessener
aus der Gruppe hervor und begann, einen Gott darzustellen."
Auf
genau dieselbe Weise benutzten Jim und die DOORS das
LP-Album und die Konzertbühne als ein Theater der
Mythen. Die Theaterstücke bestanden aus:
der
Musik der DOORS, die eine suggestive Stimmung schuf;
den
Worten der Songs, die die Legenden neu erzählten;
Jim,
der den urtümlichen verzückten Besessenen
spielte, den Schauspieler, der den Gott verkörperte.
Die
Themen der Songs waren die Themen der Mythen: Geburt,
Liebe, Tod, Rache, Wahnsinn, Mord, Gefahr, Verwandlung,
ursprüngliche Sinnlichkeit und eine Hommage an
die uralten Furien. Jim war der erste Rckmusiker, der
all diese Elemente des Theaters wieder zusammenbrachte
und ihrem ursprünglichen Dienst wieder zuführte.
Es war wie Straßentheater oder wie ein Happening.
Es war Guerillatheater, das Living Theater (Ein Projekt
von Andy Warhole. Anmek. des Webamsters) und Mimus.
Auf
der Bühne vollzog sich mit Jim eine umfassende
Metamorphose: seine sanfte, leise Stimme wurde heiser,
rauh, tief und kraftvoll; seine lässige Haltung
wurde arrogant und stolz; sein friedfertiges Gesicht
wandelte sich zu tausend Masken von Spannung und Emotion;
und seine Augen, die normalerweise so durchdringend
und erforschend waren, wurden leer, waren wie glasiert
und blickten hinaus ins Publikum wie zwei helle Fenster.
Mit diesem hellseherischem Blick schien Jim entweder
in die Zukunft oder in die Vergangenheit zu schauen.
Er
gab seltsame tierische Laute von sich, er brüllte
und schrie wie vor Schmerz. Seine Kleidung aus Leder
oder Schlangenhaut knisterte und ächzte, wenn er
sich bewegte. Seine Bewegungen und Gesten wurden konvulsivisch
und krampfartig wie bei einem Menschen, der einen epileptischen
Anfall hat. Er tanzte, jedoch nicht mit anmutigen und
fließenden Bewegungen wie ein Kolben, den Kopf
vorwärtsgebeugt und auf- und abzuckend. Er bewegte
sich wie ein Indianer bei einem rituellen Tanz.
Bei
seinen Bühnenshows sang Jim als der dionysisch
Verzückte die modernen Mythen, und als der Schamane
beschwor er eine sinnliche Panik, um den Worten der
Mythen Bedeutung zu verleihen.. Er agierte, als wäre
das Konzert ein Ritual, eine Zeremonie, eine Seance,
und er war das medium, das mit dem Übersinnlichen
kommunizierte. Er mühte sich, die Leute durch Schockwirkung
aus ihren Sitzen, aus ihrem Trott, um ihren Verstand
zu bringen, so daß sie einen Blick erhaschen konnten
auf die andere Seite der Wirklichkeit, und sei es nur
ein Wimpernzucken lang. Seine Botschaft war: break through,
brich hindurch, egal wie, aber JETZT ist der Moment.
Häufig war die Botschaft nicht gezielt genug, und
so ging sie unter in der Musik, den Mythen, der Magie
und Manie.
Es
fällt nicht schwer zu verstehen, weshalb die DOOORS
in Dutzenden von Konzertsälen und Auditorien überal
im Lande Tumulte und Schlägereien verursachten.
Ich möchte noch einmal alle Elemente zusammenfassen:
Jims seltsam verstörende Bühnenpräsenz
und seine sugestive, poetische Sprache; Rays surreales,
geheimnisvolles und eindringliches Keyboard, Robbies
unheimlich lyrische Gitarre, diese berauschende Verbindung
von Flamenco und Bottleneck, Chuck Berry und Blues;
und schließlich Johns primitive, sinnliche und
exotische Rhythmen, die untrüglich jeder von Jims
erratischen Bewegungen und jedem improvisierten Wort
folgten. Das Publikum wurde buchstäblich verrückt.Es
verwandelte sich in korybantisch Verzückte, angesteckt
vom göttlichen Wahnsinn. Jim nannte es in seinen
Interviews Massenhysterie. Doch war ER es, der die Hysterie
herbeiführte.
Die
DOORS spielten normalerweise gut über eine Stunde
lang. Wenn Jim besonders besessen war, bestand die einzige
Möglichkeit, ihn von der Bühne zu bekommen,
darin, die Saalschinwerfer einzuschalten und sein Mikrofonkabel
zu kappen. Und wenn das nichts half, mußte man
ihn buchstäblich von der Bühne tragen. Das
passierte mehr als einmal, und das immerhin an solchen
Orten wie Detroit, Cleveland, Chicago, New York und
Philadelphia.
Ein
Konzert der DOORS bedeutete für den Großteil
des Publikums weitaus mehr als nur Pop-Entertaiment.
Es war eine Verbindung aus schamanistischer Zeremonie,
religiöser Wiedererweckung, griechischer Tragödie,
Massenhalluzination, Karneval in Rio und gigantischer
Seance. Selbst als die Band von der Bühne war und
nicht die geringste Aussicht auf eine Zugabe bestand,
verließen die Fans lange Zeit nnicht den Konzertsaal.
Ich sah Mädchen, die die Bühne dort berührten,
wo Jim gestanden und getanzt hatte. Auf den Sesseln
saßen Kids, die zu erschöpft und zu benommen
waren, um sich zu rühren. Ich sah junge Leute,
die emotional so mitgenommen waren, daß sie weinten.
Und ich sah Kids mit irren Augen und strahlendem Banjo-Spieler-Lächeln.
(Quelle:
JIM MORRISON - Stunde der Magie von FRANK LISCIANDRO)
SHAMANE
Der Begriff Schamane
bezeichnet einen Menschen, der im Mittelpunkt des religiösen
und kulturellen Phänomens des Schamanismus steht.
Er ist somit das Pendant zum Priester. Er wird von den
Gläubigen als Medizinmann oder Zauberer angesehen
und soll in seinen Trance-Reisen Kontakt mit einer postulierten
"Welt der Geister" ermöglichen können.
Das Wort Schamane stammt
vermutlich aus dem Sanskrit, bzw. aus dem tungusischen
šaman (ša=wissen, šaman=der Wissende).
Eine weitere Theorie stellt einen Bezug zum mandschurischen
samarambi her, das „um sich schlagen oder sich
empören” bedeutete.
* 1 Berufung zum Schamanen
* 2 Rolle des Schamanen in der Gemeinschaft
* 3 Ausübung religiöser Rituale
* 4 Schamanische Techniken
* 5 Siehe auch
* 6 Literatur
* 7 Weblinks
Berufung
zum Schamanen Nach
den Vorstellungen vieler schamanischer Traditionen kann
ein Mann oder eine Frau nur durch Berufung Schamane
werden. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten, beide
Berufungsformen bestehen in schamanischen Kulturen oft
nebeneinander:
* Die Berufung zum Schamanen, mit Hilfe eines Initiationsrituals,
wird von elterlichen Schamanen vererbt.
* Bereits anerkannte Schamanen erwählen einen Außenstehenden.
Rolle
des Schamanen in der Gemeinschaft
Da ein Schamane als
Medizinmann und Zauberer angesehen wird, gehören
zu seinen religiösen und metaphysischen Aufgaben
Krankenheilung, Rituale um Tod und Sterben, Abwehr "böser
Geister", Wettervorhersage, Finden von Jagdwild,
Weissagung, (Prophetie), Traumdeutung, soziale Regulierung
und den Umgang mit geistig gestörten Menschen.
Des Weiteren fungiert der Schamane ebenfalls als Lehrer
in einigen Lebensbereichen, die das soziale Umfeld direkt
betreffen.
Daneben fungiert er
als Leiter von Opferzeremonien zur Besänftigung
der Geister, als Psychologe und Wahrsager. Ebenso fungiert
er als Erzähler, Sänger und Dichter von Mythen
und Geschichten und nimmt für die Gemeinschaft
die Rolle des Bewahrers von Wissen ein.
Ausübung
religiöser Rituale
Der Schamane ruft bei
seiner Tätigkeit meist ein oder mehrere "Hilfsgeister"
an, die gemäß dem Jagdumfeld dieser Völker
häufig in Tiergestalt auftreten sollen. Insbesondere
indianische Kulturen ergänzen ihre Götter-
und Geisterwelt mit einer Fülle von Hilfsgeistern
pflanzlicher Natur. Zu deren Anrufung bedarf es nach
Überzeugung der Ausübenden meist bestimmter
Riten und Rituale, die in der Regel nur dem Schamanen
bekannt sind. Häufig nimmt er während des
Rituals mithilfe einer Verkleidung aus Fellen oder Masken
eine Tiergestalt an. Er arbeitet oft mit Amuletten und
rituellen Musikinstrumenten, meist Schlaginstrumente
oder Rasseln. Auch das richtige Einatmen und Ausstoßen
von Tabakrauch und das Aussprechen bestimmter Beschwörungs-
oder Segnungsformeln kann bei schamanischen Ritualen
eine Rolle spielen.
Schamanische
Techniken
Schamanische Techniken
werden vom Schamanen benutzt, um sich selbst in einen
alternativen Bewusstseinszustand (Trance, Ekstase) zu
versetzen. Dieser Zustand wird nach dem Glauben des
Schamanen zur Erreichung seiner Absichten (z. B. Heilung)
benötigt. Auf einer anderen Bewußtseinsebene
glaubt der Schamane an Informationen zu gelangen, die
er auf der Ebene der "normalen" Realitätswahrnehmung
nicht bekommen würde (Visionsreise). So postuliert
er, mit der Natur (z. B. Tieren, Pflanzen, Steine, etc.)
oder anderen Wesenheiten (z. B. Heiligen, Geistern,
etc.) in Kontakt treten zu können.
In vielen schamanischen
Traditionen werden diese Methoden miteinander kombiniert
(z.B Gesang, Trommeln und Tanz).
Diese Techniken können
beim Beobachter oder beim Hilfesuchenden den Eindruck
erwecken, der schamanisch Tätige sei im Besitz
übernatürlicher Eigenschaften, mittels der
er die menschliche Natur zu überschreiten in der
Lage sei. So wird Schamanen die Fähigkeit zugesprochen,
mit Geistern in Verbindung zu treten und magische Handlungen
wie die Himmelsreise und Heilung zu vollbringen. Das
Erreichen einer Trance ist jedoch eine natürliche
Eigenschaft des Menschen, die allerdings in der modernen,
technisierten Gesellschaft an Bedeutung verloren hat.
(vgl. dazu auch Hypnose). Eventuell nachweisbare medizinische
Wirkungen schamanistischer Rituale können dabei
durch den Placeboeffekt erklärt werden.
Zahlreiche Wissenschaftler
und Forscher untersuchten das Phänomen des Schamanismus
wissenschaftlich. Der amerikanische Anthropologe Prof.
Michael Harner untersuchte einige schamanische Kulturen
vor allem in Nordamerika und formulierte daraus Anfang
der Achtziger Jahre das Konzept des Core-Schamanismus.
Dabei handelt es sich um einen Satz von Kerntechniken,
die in vielen schamanischen Traditionen Nordamerikas
in unterschiedlicher Ausgestaltung angewendet werden.
Auf dieser Basis wurde ein weiterer möglicher kulturunabhängiger
Weg zur schamanischer Erfahrung entwickelt, der von
Menschen der modernen Welt gegangen werden kann. Die
von Harner gegründete Foundation for Shamanic Studies
(FSS) widmet sich der weltweiten Bewahrung, der weiteren
Erforschung und Lehre dieses schamanischen Konzeptes.
Nach
modernen naturwissenschaftlichen Kriterien sind schamanische
Techniken nicht wirksamer als Placebo-Behandlungen.
(Quelle:
de.wikipedia.org/wiki/Schamane)
+++++
+++ +++++
Der
Schamanismus ist vermutlich eine der ältesten Religionen,
da man seine Spuren unglaublich weit zurückverfolgen
kann, z.B .in Form von Felszeichnungen und sonstigen
bemalten Gegenständen, die von dem spirituellen
Weltbild und dessen Praktiken zeugen und somit einen
Teil seiner Geschichte erzählen.
Wie
alt genau der Schamanismus allerdings tatsächlich
ist, bleibt unbekannt. Es steht aber fest, daß
er in früherer Zeit hauptsächlich in Teilen
Europas, Amerika, Australien ,Sibirien und Asien praktiziert
wurde, also nahezu weltweit.
Der
entscheidenste Unterschied zu anderen Religionen ist,
daß die Inhalte des Schamanismus nicht nur `Überzeugung`sind,
welche das Leben prägt, sondern daß die spirituellen
Inhalte tatsächlich Erfahrung und Praxis sind.
Damit
grenzt der Schamanismus sich von sämtlichen anderen
spirituellen Formen gänzlichst ab und erschafft
für sich eine völlig andere `Dimension`der
Religion.
Er
ist nicht nur ein komplexes , sondern auch ein lebendes,
sich wandelndes System, welches ständig in der
Entwicklung
begriffen ist und den jeweiligen Lebensumständen
angepaßt ist.
Dazu
läßt sich auch sagen, daß es unterschiedliche
Arten des Schamanismus gibt, jedoch machen diese im
Prinzip immer noch keine Unterteilung möglich,
da jeder Schamane für sich seine eigenen Erfahrungen
macht und somit auch seine individuellen Techniken kreiert,
die bestenfalls perfekt auf ihn und seine Umgebung abgestimmt
sind.
Die
Arbeit eines Schamanen: In Trancezuständen(durch Tanz,Gesänge,Trommeln,Rasselgeräusche,die
er selbst vornimmt oder eine Gruppe, auch Meditationen)
wird eine Verbindung mit der Geisterwelt aufgebaut,
die es ermöglicht,Fragen zu beantworten, zu heilen,
Negatives abzuwenden, in die Zukunft/Vergangenheit zu
sehen und `das Leben` zu beeinflussen.
Solche Reisen im Trancezustand (manchmal auch in Träumen),
können sowohl eine Astralreise beinhalten, die
zu verschiedenen geistigen, kollektiven Ebenen führen
kann, aber auch eine Reise in seine eigene Ober- oder
Unterwelt (Bewußtseinsebenen).
Außerdem gibt es im Schamanismus auch die Praktik,ein
anderes Geistwesen in sich aufzunehmen oder durch geistige
`Verwandlung` in eine Tierart/Pflanzenart/Gesteinsart
, ein `Phantasiewesen` oder durch das Werden zu einer
anderen seiner eigenen Charaktere, als auch zu kollektiven
Archetypen, deren Eigenschaften nutzen zu können
.
Der Schamane lernt von seinen Ahnen, von seinem Geistführer,
Seelen- und Totemtier (Krafttier),von anderen geistigen
Wesen und von der Natur.
Totemtiere begleiten den Schamanen übrigens auf
seinen Reisen und deren Eigenschaften kann er nutzen.
Nicht selten besteht auch im `realen` Leben, also in
unserer Ebene ein Bezug zu den jeweiligen Tieren.
Einem Schamanen können auch mehrere Totemtiere,
Seelentiere oder Geistführer im Laufe seines (r)
Leben (s) begegnen.
Bei den Reisen eines Schamanen können durchaus
unterschiedliche bewußtseinszustände auftreten,
z. B.: Das Einssein mit dem Kollektiv, das gleichzeitige
Erleben einer Reise und das Hier und Jetzt, also eine
doppelte Wahrnehmungsform, die sowohl bewußt,
als auch unbewußt wahrgenommen werden kann oder
das alleinige Wahrnehmen einer Reise, die ebenfalls
bewußt und unbewußt erlebt werden kann.
Außerdem hat der Schamane die Fähigkeit zu
allem Existierenden eine Art der Verbindung aufzubauen.
Sowohl Pflanzen als auch Tiere werden im Schamanismus
als beseelt angesehen.
Der Schamane hat außerdem ein gutes, umfangreiches
Wissen von der Natur, (z. B.: Heilsteine, Kräuter,
Bäume usw.) und gesellschaftliche Funktionen, im
Prinzip ist er eine Art Priester und Helfer in `allen
Lebenslagen`, welches auch psychologische Kenntnisse
erfordert und auch in diesem Sinne viel Verantwortung
mit sich bringt.
Außerdem arbeitet er teils auch in einer Gruppe,
mit der er Reisen vornimmt.
Wie wird man ein Schamane ?
Dazu gibt es unterschiedliche Vorstellungen:
Durch den Schutzgeist, Berufung, Vererbung oder durch
extreme Lebenssituationen, z. B.: Nahtodeserfahrungen
oder schwere Krankheiten, durch die eine andere Sichtweise
bzw. ein anderes Verständnis von den Dingen, eine
andere Wahrnehmungsform eröffnet wird.
Dem folgt eine mehrjährige Ausbildung bei einem
Schamanen, dann Initiation, Weihe und Einkleidung.
Auf seinem Weg können mehrere Initiationen erreicht
werden, die entweder von einem Schamanen oder von der
Geisterwelt zw. bestimmten Geistwesen `verliehen`, `erteilt`
werden.
Der Schamane lernt hauptsächlich, von dem `Buch`
der Natur, der Geisterwelt und seinem Totemtier.
Wann ist die `Ausbildung` abgeschlossen
? Überhaupt
nie, da der Weg sogesehen nicht endet, also immer neue
Erkenntnisse hinzu kommen......
Angeblicher Sohn - bezeichnet sich
selbst so - von Jim Morrison.
Dazu äußert sich Robby Krieger
im Musican's Life in einem Interview mit Claudia Hötzendorfer
folgend:
Claudia
Hötzendorfer Sie haben vorhin Ihren Sohn erwähnt. Der hat
vor einer Weile eine CD mit einem gewissen Cliff Morrison
aufgenommen, der behauptet Jims Sohn zu sein.
Robby Krieger * (lacht) "Oh, erinnere mich nicht daran. Das war ein
Deal für nur eine CD. Cliff Morrison ist ein Fake!
Er hat meinen Sohn verarscht. Der hat ihm geglaubt.
Ich sagte damals zu Cliff, wenn du wirklich Jims Sohn
bist, dass solltest du einen DNA-Test machen, um alle
Zweifel auszuräumen. Da bekam er plötzlich
Muffensausen. Ich glaube, der Typ sitzt inzwischen im
Knast. Er hat irgendwen gekidnappt oder so.“
Wayne
Krieger + Cliff Morrison
Claudia
Hötzendorfer Wahrscheinlich jemanden, der seine wahre Identität
verraten wollte.
Robby Krieger * (lacht) "Schon möglich. In jedem Fall ein unangenehmer
Mensch.“
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