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RIDERS ON THE STORM >>>

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der Collage by Gernot W. Freudenberger
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RIDERS
ON THE STORM
ROTS
in Paris – 3. Juli 2007
Bericht von Peter Reising
Morgens
um 5 aufgebrochen - dieser Tag musste ein ganz besonderer
werden.
36 Jahre ist es nun her als Jim in der „City of Poets
and Thinkers“ zur „anderen Seite durchgebrochen“
ist. Was kann es schöneres geben als solch einen Tag
mit jenen Leuten zu begehen, denen Jim und seine Lyrics
genauso genauso am Herzen liegen wie einem selbst –
den anderen Fans und den Riders.
Bei
eher tristem Wetter gegen 11 h Paris ereicht, und vorerst
Pere Lachaise angesteuert.
Es waren einige am Grab, daher leider nicht viel Zeit wirklich
die Gedanken schweifen zu lassen und ein wenig in sich zu
gehen.
BILD
FOLGT !
Jims Grab am 36. Todestag 2007
Gegen
17 h dann Richtung „REX“ aufgemacht, einem großen
Kino- und Theaterkomplex im Herzen Paris´. Der Schlange
angschlossen und mit ein paar Dosenbier die Wartezeit verkürzt
und ein wenig die Leute gemustert die hier während
der Wartezeit an einem vorüber gezogen sind. Paris
ist schon ne verrückte Stadt – hier treffen sich
alle.
Um
19 h wurden die Pforten dann endlich geöffnet. Rein
gings in den Saal und der erste Schock war da: Das ist ein
verdammter Theatersaal, mit verdammten Stühlen und
verdammtem Rauchverbot. Auf Nachfrage erklärt mir der
freundliche aber bestimmende Ordner dass das hier ein gepflegtes
Konzert sei und man zu sitzen hat. Aha. Während ich
meinen Platz in der zehnten Reihe einnehme und meine Stimmung
in den Keller rutscht mache ich mir selbst Mut.
?
„Sind die Hippies so alt geworden dass man sich schon
zu nem Konzert setzen muss?“
? „Kann es angehen dass all diese Freaks um mich herum
während nem ROTS – Konzert nicht rauchen?
? Glaubt ihr, liebe Ordner und Aufpasser denn wirklich dass
die Leute auf ihrem Arsch sitzen bleiben während da
vorne Jim gefeiert wird?
Nein,
all das könnt ihr nicht wirklich glauben, aber wartet
ab und seht selbst.....
Um
20:35h geht´s dann los. Mit „Love me two Times“
sah ich zum ersten Mal Brett Scallions und war ein wenig
überrascht. Der Junge ist blutjung, geschätzte
30 Jahre, seine dicke Sonnebrille fand ich etwas überzogen.
Schon
mit dem zweiten Lied „Break on through“ wurde
aber die Sonnebrille abgelegt und hinter ihr verbarg sich
ein adretter, sympathischer junger Mann dem es reichlich
Freude zu bereiten schien, hier mit den Altrockern auf den
Putz zu hauen.
Und,
ihr lieben Platzordner, was habt ihr in der Zwischenzeit
gelernt? Ein Konzert von/ mit den Doors findet definitiv
nicht im Sitzen statt. Spätestens zu „Break on
through´” merkten auch die letzten Fans dass
das Sitz – Gebot aufgehoben ist und stürzten
an die Bühne. Es dauerte keine weiteren drei Minuten
bis in der ersten Reihe der erste Joint umherging. Als hätte
man lediglich auf diesen Moment gewartet wühlten nun
einige ihre Joints hervor und die Luft wurde zunehmend süß.
Na also – es geht doch.
Auch
wenn der Ton imho nicht ganz sauber eingestellt war und
der Sound manches Mal etwas rustikal rüberkam, so begeisterte
mich gerade Bret Scallion zunehmend. Tolles Auftreten, kein
niveauloser Jim – Morrison – Abklatsch, sondern
eine wahre Hommage an Jim. Sympathisch auch seine laut gefeierte
Durchsage an die Fans: „Hi Paris, these evening is
only dedicated to Jim Morrison“
Ich
versuche mal die Songs einigermaßen inder gespielten
Reihenfolge wiederzugeben:
Love
me two times
Break on through
Introduction by Ray “Sex Macchine”
Love her madly
Indian summer
Peace frog
Blue sunday
Strange days
When the music's over
Moonlight drive
Wild child
Ray´s Announcement “Down, down, Bush”
Spanish caravan
Alabama song
Backdoor Man
5 to 1
The Changeling
Touch me
L.A. woman
Encore:
Riders on the storm
Light my fire
Besonders
freute mich die Leidenschaft die man Ray und Robby noch
immer ansieht. Ray ist der Motivator schlechthin, feuert
die anderen an, ist das „Brain“ und die gute
Seele der Doors/ ROTS. Er wird nicht müde Komplimente
an die anderen zu verteilen und übernimmt Jims früheren
Part wenn es darum geht dessen Poesie zum Besten zu gebent.
Traumhaft, der Anblick eines Ray Manzarek der mit der einen
Hand weiterhin spielt und mit die andere per geballter Faust
in die Luft streckt um für Stimmung zu sorgen. Traumhaft
wie Ray bei „Light my fire“ Jims´s lang
gezogenes „FIREEEEE“ rausbrüllt. Ray, du
bist der Käpt´n!
Rührend,
Ray´s Vorstellung in denen auch Ty Dennis und Phil
Chen nicht zu kurz kommen und kurze Soli anspielen. Ray
kündigt Robby mit den Worten „the guitar player
I´ve ever played with – Mr Robby Krieger”an.
Darauf die vom geschmeichelt wirkenden Robby beinahe schüchtern
vorgetragene Vorstellung Rays: „please welcome the
man who founded the Doors, pease welcome the man who met
Jim Morrsion on the beach of Venice”.
Gänsehaut – pur!
Robby
wird mit jedem Solo wie ein Gott gefeiert. Der Mann ist
unscheinbar, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Und
er wird geliebt! Seinen Höhepunkt erlebt er mit „Spanish
Caravan“ und versetzt die vorderen Reihen in absolute
Ekstase. Eher introvertiert, kaum eine Mine verziehend wird
Robby seinem Ruf als einer der besten Gitarrenspieler der
Rockgeschichte gerecht.
Irgendwie
sieht man es ihm auch an, dass es auch ihm unheimlich viel
bedeutet, den Leuten hier zu zeigen dass er nichts, aber
auch gar nichts verlernt hat.
Ein
Funke in seinen Augen als Ray „Light my fire“
wie folgt ankündigt:
„Do you know the number one Hit in the US in the real
summer of love 1967?
Ladies and Gentleman, written by Mr Robby Krieger: Light
my fire”
Nach
2,5 Stunden geht ein fantastisches Konzert zu Ende. Artig
nehmen sich die Jungs in die Arme, verbeugen sich ,mehrfach
vor dem Publikum und verschwinden im Bühnennebel.
Donnerstag,
12.04.2007

Ray
Manzarek was encountered by a few fans at his Tokyo, Japan
hotel lobby this week, en route to the airport.
Ray's
brother Rick Manzarek (Anmerkung: Er ist gleichzeitig
Stagemanager von den RIDERS / He's also Stagemanager from
the RIDERS. Gerry) is standing to the left in the pattern
shirt. The Doors' Manager Jeff Jampol is in the blue jacket,
looking on.
Donnerstag,
15.03.2007
RIDERS ON THE STORM haben einen neuen Frontmann
Doors
Manzarek and Krieger Add Fuel
Wed
Mar 14, 3:01 AM ET

Brett Scallions
Doors
founding members Ray Manzarek and Robby Krieger have chosen
ex-Fuel lead singer Brett Scallions to front their project
Riders On The Storm, filling the void created when The Cult's
Ian Astbury departed the group last month. "Brett is
on board and we are glad to have him, he has a great voice
and a lot of charisma," states keyboardist Manzarek.
Brett Scallions departed Fuel in early 2006 after fronting
the multi-platinum act for over a decade. Scallions looks
forward to working with Manzarek and Krieger. "Riders
On The Storm" is managed by Tom Vitorino Management,
and represented by The Kirby Organization.
ADVERTISEMENT
Los
Angeles, CA (Billboard Publicity Wire) March 14, 2007
-- Doors founding members Ray Manzarek and Robby Krieger
have chosen ex-Fuel lead singer Brett Scallions to front
their project Riders On The Storm, filling the void created
when The Cult's Ian Astbury departed the group last month.
"Brett is on board and we are glad to have him, he
has a great voice and a lot of charisma," states keyboardist
Manzarek.
"Jim
Morrison can never be replaced, but this project has never
been about that," expressed guitarist Krieger; "It's
about giving a voice to the body of work we created with
Jim in a live setting."
Brett
Scallions departed Fuel in early 2006 after fronting the
multi-platinum act for over a decade. The rock band best
know for the hit songs Hemmorage, Bittersweet and Shimmer,
tried in vain to recruit American Idol's Chris Daugherty
as a replacement. Scallions has moved on from the band,
and looks forward to working with Manzarek and Krieger.
"Having an opportunity to share the stage with these
great musicians is more exciting than anything I've ever
done. I'm so proud to be a part of this," declared
the vocalist.
This
year marks the 40th anniversary of The Doors. The Venice
Beach, California, based band released their first record
in 1967. In February of 2007 the band was awarded a Lifetime
Achievement Grammy Award and a star of The Hollywood Walk
Of Fame.
"Riders
On The Storm" is managed by Tom Vitorino Management,
and represented by The Kirby Organization.
Donnerstag,
22.02.2007
IAN ASTBURY VERLAESST the RIDERS ON
THE STORM
February
21, 2007 - Message from Ray
"We wish Ian all the success in the world. It was great
working with him. We are going to be auditioning new lead
singers in the next week or two. Robby and I are very excited
at the possibilities. RIDERS O.T.S. will continue. New songs
and great Doors songs will continue to be played live. And
maybe we'll even record that new CD that I'm hoping for.
The future is ripe and golden. A new lead singer! Yes!"
- Ray Manzarek
Dienstag,
16.01.2007 II
Kopie
eines Emails, wofür ich mich herzlichst bei den beiden
bedanken möchte:
Hallo,
wir
haben beide die Doors bzw Riders on the storm 6 x gesehen.
Das Konzert in Amsterdam war riesig. Wir wollten zwar ursprünglich
nach Antwerpen, haben aber keine Karten bekommen. Amsterdam
haben wir aber nicht bereut. Der sound war gut und auch
die performance. Wir haben hinten gestanden bzw. gesessen,
um einen Überblick zu haben. Wollten das mal so erleben.
Ganz vorne standen wir in Weert und in Bonn.
Die
Kritik an Astbury kann ich nicht verstehen, auch nicht das
Ray Manzarek und Robby Krieger kritisiert werden, das sie
ihre eigene Cover-Band sind. Gut, Jim Morrison kann man
nicht ersetzen, aber mit Astbury haben Manzarek und Krieger
einen Frontman gefunden, der meiner Meinung nach auch eine
gewisse Ausstrahlung hat und die Lieder auch super rüber
bringt und er wird immer besser. Er passt zu beiden "Alten".
Man kann als Freund dieser Musik wirklich froh sein, wenn
man diese Musik zumindest von einem Teil der ursprünglichen
Band geboten bekommt. Die Musik hatte und hat noch immer
eine Ausstrahlung/Aussagekraft, die man gerne auch mal live
erleben möchte. Ich habe so einiges an Platten, CD's
und DVD'S, aber live ist immer was besonderes. Für
mich sind Manzarek und Krieger geniale Musiker, die ihr
Koennen auch bei der Auswahl des Sängers und der anderen
Bandmitglieder gezeigt haben.
Sicher
wollen sie Geld verdienen, aber man nimmt Manzarek aber
auch ab, das er mit diesem Aufleben der Musik/der Zeit etwas
bewegen will bei den Leuten. Viele, die diese Musik (wieder)
hören fühlen sich super, fühlen sich in eine
Zeit versetzt, wo man vielleicht unbeschwerter gelebt hat,
fühlen sich in ihrer Kritik an bestimmten zeitgenössischen
Umständen bestätigt.
Es
gibt so vieles darüber zu schreiben. Ich für meinen
Teil höre die DOORS seit ca 32 Jahren. Nebenbei höre
ich auch Musik von Jefferson Airplan, Greatful Dead oder
Quicksilver.
Liebe
Grüsse
Sonja & Detlef
Dienstag,
16.01.2007
Bericht in englischer Sprache
vom Gig der RIDERS in Zürich
RIDERS
ON THE STORM Volkhaus, Zurich, Switzerland January 10, 2007
fan review by Alfredo
I
arrived at Zurich around 4 p.m. and made my way to the concert
location. The place is called "volkshaus" and
the concert took place in a rather small concert hall, around
1500 people fit in.
Anyway, I thought that I could catch Ray and Robby before
their soundcheck. I thought they could come around 5p.m.,
the concert was set for 8.30 p.m..
I found the stage entrance very easily and there was a semi
glass door were I could see some shadows through inside
the room. I knocked on the door and there came a nice lady.
I asked her if ROTS had arrived, she said not yet. I said
I was here because I wanted to ask for some autographs and
maybe some fotos with the band. She said she had already
worked for them on a previous European tour and that it
could be difficult to get what i wanted. So I waited and
waited and ... waited. Nada. Ray's brother was about the
only person I saw around.
Later
I had to get back to the train station where my friend would
arrive. I thought damn, now I surely missed them! My friend
and I went to eat something and have some beer and later
went back to the stage entrance, it was about 7 p.m.. I
asked the security guy who was now there if they had arrived,
not yet! He told me they would probably rush in just right
before the concert, so I gave up the idea of maybe meeting
them before the concert. My friend and I went to the other
side of the building and stood in the queue where people
were already going nuts.
I
managed to take my camera into the hall. the hall filled
up pretty quickly and the mood was very peaceful. Then they
finally started with the usual Carmina Burana intro. Man,
I tell you, the Swiss audience was on fire! They opened
with Roadhouse Blues and the place was already burning!
Throughout the whole concert the ambience was just great
and full of power. The band was extremely tight and rocked
hardcore! Here's the set list (order not 100% right from
song numbers 7-14):
1.
Roadhouse Blues
2. Break On Through
3. Love Me 2 Times
4. When The Music's Over
5. Alabama Song
6. My Eyes Have Seen You
7. Spanish Caravan
8. The Changeling
9. 5 To 1
10. Waiting For The Sun
11. Eagle In A Whirlpool
12. Not To Touch The Earth
13. 21st Century Fox
14. Touch Me (dedicated to James Brown)
15. L.A. Woman
Encore
1
16. Riders On The Storm
Encore
2
17. Light My Fire
Ray
introduced the band with "the Monster" Ty Dennis,
the guy from Jamaica, Phil Chen, the best guitar player
in the world Robby Krieger, and Ian Astbury on vocals. Robby
then introduced Ray as the best organ player of rock n'
roll.
As
I have already said, the band was full of power and very
tight. WTMO was done very good, 5 to 1 also (Ray dissing
Bush and saying that Americans still had a lot to learn
but that with the next president they would bring love and
peace to the world - let's hope so; cool improvisation by
Ian) and Riders had a great groove. Waiting For The Sun
was nice to hear, but in my opinion it's not a good/easy
live song. I'm used to the deep synthesizer effect and the
live version yesterday was very "soft". Ian had
some problems with the lyrics and timing on this one, maybe
not enough live practice?
Ian
did a good job, only negative thing was that he missed the
beginning of the second verse of LMF, damn it! He already
fucked up LMF when I saw them in Paris 2003. But I have
to admit that they really improved since I have seen them
twice in Paris 2003 (La Scene and Le Zenith). And what I
also appreciated was that Jim was not the central focus.
He was only named once before the Mr. Mojo Risin part in
LAW where Ian shouted "this is for Jim" twice.
There was no picture of him or something. I like that distance
because they come off more as an individual band and it
doesn't make you miss Jim that much :-)
All
in all this was a superb concert and you could tell the
band was having fun!! Ray did his foot-playing and Robby
played some amazing solos. The mood was great and it was
a very powerful concert!
thanks,
Alfredo!
Danke
an idafan für die freundliche Genehmigung
zur Kopie für meine Internetpräsenz.
thanks,
idafan
Freitag,
05.01.2007
RIDERS ON THE STORM
January
4, 2007
Heineken Music Hall in Amsterdam, The Netherlands


Heineken Music Hall in Amsterdam
/ Foto by Gernot W. Freudenberger

Veranstaltungstafel an der Hallenwand
/ Foto by Gernot W. Freudenberger

Amsterdam
Ticket
Nachdem
wir mehr oder weniger nach einem ausgiebigen Abendbummel
mit Besuch des Hard Rock Cafes, einiger Kneipen und Restaurants
aufgestanden waren, begaben wir uns in den Frühstücksraum
unseres gebuchten Hotels City Garden, das relativ zentral
in der Gegend des Hard Rock Cafes lag.
Ich
als eingefleischter Frühaufsteher selbstverständlich
schon gestriegelt und gebügelt wie immer. GRINS***!!!

"Zum
schlafen habe ich genug Zeit im BIG SLEEP!"
/ Foto by Jerry (Was Recht ist soll Recht bleiben!)
Nach
einem Besuch des bekannten Flohmarktes auf dem Waterloo
Plain besuchte ich gestern Abend mit Jerry, dem Sänger
und Tuncay, dem Schlagzeuger von LIGHT MY FIRE aus Schweinfurt
den Gig der RIDERS ON THE STORM in Amsterdam. Es war mein
dritter Konzertbesuch der Band in Folge. Für Jerry
und Tuncay war es die Premiere.
Nach
dem Flohmarkt, auf dem ich mich fast zu Tode gefroren fuhren
wir zum Gelände wo sich die Heineken Hall befinden
sollte. Es war so ca.
Um
18:30 Uhr betraten wir die Heineken Music Hall die sich
in einem riesigen Einkaufszentrum neben dem Fussballstadion
von Ajax Amsterdam befindet.

Jerry + Tuncay
/ Foto by Gernot W. Freudenberger

Nach zwei Stunden stehen in vorderster Front
/ Foto by Gernot W. Freudenberger
Unser
Vorhaben wurde in die Tat umgesetzt, einen Platz ganz vorne
an der Bühne zu ergattern. Und wir hatten einen. Genau
an der Absperrung und ca. 150 cm vor Ian Astbury. Ray und
Robby zum Greifen nah. Nur - wie ja bei Konzerten inzwischen
üblich - konnte ich nur Bilder mit Helgas Digicam schiessen,
die Jerry in der Unetrhose mit in die Halle geschmuggelt
hatte. Mit meiner Canon EOS 20D hätte ich keine Chance
gehabt.
Nachdem
wir zwei ein viertel Stunden auf unserem Platz ausgeharrt
hatten und die Halle sich zwischenzeitlich auch recht gut
gefüllt hatte, erklang um 21:15 Uhr das inzwischen
zur Hymne der Band gewordene Intro von Carl Orffs 1937 geschriebenem
Carmina Burana. Und dann standen sie vor uns. Zwei Legenden.
Ray Manzarek und Robby Krieger. Zwei Kultfiguren der Rockgeschichte
und der ehemalige englische Frontman Ian Astbury der Band
the CULT. Und wie auch schon 2004 in Bonn und im April 2006
in Frankfurt, legte die Band mit Roadhouse Blues los.

Der Mann des Abends
/ Foto by Gernot W. Freudenberger
Nicht
nur die Zuschauer in der Heineken Music Hall, auch wir,
sahen an diesem Abend einen überragenden Ian Astbury,
der eine überzeugende Leistung bot, auch wenn er sich
bei zwei Songs das "Vergnügen" leistete,
den Einsatz zu verpassen.
Auch
auf die Gefahr hin, dass mich jetzt wieder fast die gesamte
deutsche DOORS Scenen steinigt, Ian Astbury ist nicht nur
für mich ein überzeugender Interpret des Testamentes
eines Jim Morrison und der DOORS.

Der Mann mit der Gibson SG - Robby Krieger / The DOORS
/ Foto by Gernot W. Freudenberger

Gruß an Jim Morrison und James Brown - Ray Manzarek
/ The DOORS
/ Foto by Gernot W. Freudenberger
Wie
es Tuncay nach dem Konzert bei einer Cola als "nicht-so-eingefleischter-Doors-Fan"
richtig feststellte, Ray und Robby haben Kultstatus. Das
wissen sie. Und nachdem sie mehr oder weniger jahrelang
im Schatten ihres - fast übermenschlich zu nennenden
- Leadsingers Jim Morrison gestanden haben, geniessen sie
heute ihren Stellenwert als Giganten einer gigantischen
Band. Robby nudelt auf seinem Griffbrett und Ray macht den
musikalischen Clown mit Sprüchen und dem Spielen der
Orgel mit seinem Fuß. Das soll jetzt in keiner Weise
die Band "zerschmettern". Weit gefehlt. Ich bin
DOORS Fan seit nunmehr fast 40 Jahren. Und den Status, den
die Band in meinem Herzen besitzt, lass ich mir auch nicht
nehmen. Das Konzerrt war super. Ohne Frage. Aber super war
an diesem Abend auch ein Sänger, den gerade die deutschen
Fans in ihrer Mehrheit gnadenlos niederprügeln. Und
meistens bekommt man noch nicht mal eine Antwort auf das
warum.

Ray zeigt seine Socken und Gelenkigkeit
/ Foto by Gernot W. Freudenberger
Überragend
war Ian Astbury, der, gerade wegen seiner Art die DOORS
Songs zu singen, an diesem Abend mehrmals die Aufmerksamkeit
der Besucher auf sich zog, ohne sich dabei in den Vordergrund
zu schieben und in der Sonne zu baden.
Ich
habe es nach Bonn gesagt und ich werde es immer wieder sagen:
für mich haben Ray und Robby den passensten Interpreten
am Mikrofon verpflichtet.
Jim
würde sich NICHT in seinem Pariser Grab umdrehen, wenn
er Ian sehen und hören könnte, wie es der Sänger
von Changeling nach dem Frankfurt Gig letztes Jahr formulierte.
Ich
bin der felsenfesten Überzeugung, das Ray und Robby
die richtige Entscheidung getroffen haben, als sie Ian die
Mitteilung überbrachten: "You are the singer!"
Und -
Gott sei Dank! - stehe ich mit meiner Überzeugung nicht
allein.
Gernot W. Freudenberger / Webmaster
Anmerkung:
Bilder vom Konzert HIER
Ian
Astbury
* 14. Mai 1962 in Heswall, Cheshire; eigentlich:
Ian Lindsay ist ein englischer Rocksänger.
Seine Karriere begann Anfang der 1980er Jahre mit der Band
The Southern Death Cult. Die Band verwandelte sich personell
und im Musikstil in die Band Death Cult, und später
in The Cult, die dann zur erfolgreichsten British Hard Rock
Band der späten 1980er und frühen 1990er Jahre
wurde. Im Jahre 1996 gründete Astbury die Band The
Holy Barbarians, die ein Album veröffentlichten (Cream),
aber nicht sonderlich erfolgreich waren und sich später
wieder auflösten.
Zusammen
mit Ray Manzarek und Robby Krieger gründete er die
The Doors Revivalband The Doors of the 21st century. Die
Band wurde im Jahre 2005 aus rechtlichen Gründen in
Riders On The Storm umbenannt
Former
Cult singer Ian Astbury has insisted he's not "replacing
Jim Morrison" now he's taken the job as new frontman
of The Doors - despite their similar singing voice and appearance.
Astbury
is angry the press have criticised his decision to front
the seminal sixties band, but argues he's bringing his own
brand of leadership and style into the reformed band - and
he resents claims he's attempting to emulate the iconic
late singer.
He
sais: "I'm not replacing Jim Morrison. I'm not stepping
into his shoes which has been said in some interviews. Jim
Morrison's shoes are unfillable and I'm not trying to portray
some wishy-washy, theatrical version of Morrison.
"I'm
just being myself. It just so happens that my voice is baritone,
it's in a similar register, and we may look a bit alike
but I'm not there to emulate Jim Morrison."
And
Astbury defends his decision to join The Doors, insisting
it was an offer he couldn't refuse.
He
added: "They seemed to think I was the right guy to
fill the spot. I knew immediately that Morrison's spot was
going to be a hot spot but with my stubborn nature I thought
to hell with it. It's an opportunity. If I didn't do it
I'd never know."

Ian Astbury |

Ray Manzarek |

Robby Krieger |

Phil
Chen |
|

Ty
Dennis |
Sonntag,
23.04.2006
Gedanken und Eindrücke zum
Riders on the Storm-Konzert
in der Jahrhunderthalle Frankfurt am 17.04.2006
©
JLK April 2006
Mit einigen Tagen Verspätung will ich versuchen, meine
Eindrücke von dem Konzert in Frankfurt niederzuschreiben.
Ich musste meine Gedanken und Feelings als langjähriger
Doors-Fan wirklich erstmal sacken lassen und sortieren.
Bis
dato hatte ich mich strikt geweigert, ein Konzert der D21C
oder jetzt der Riders on The Storm zu besuchen. Ich als
absoluter Fan von Jim Morrison konnte mir die Band ohne
Jim einfach nicht vorstellen. Und da auch noch John Densmore
fehlte, was sollte ich bei so einer Rumpftruppe? Andererseits
renne ich aber auch zu vielen Gigs von Doors-Tribute-Bands
... Also, denke ich da nicht verquer?
Von dem Konzert in Bonn im Juli 2004 hatte ich von meinen
Freunden, die den Gig besucht hatten, nur Gutes gehört.
Da stellte sich schon ein kleines Gefühl von Reue ein,
selbst nicht dort gewesen zu sein. Und in den letzten 2
Jahren habe ich auch eine Menge Bootlegs gehört, wovon
einige sehr gut rüberkommen.
Als dann der Tour-Plan für 2006 bekanntgegeben wurde,
war mir sofort klar: ich fahre nach Frankfurt.
Am Tag vor dem Gig fand in Illingen/Saarland ein Doors-Festival
mit sehr guten Tribut-Bands statt. Dies wollte ich und habe
ich auch als Einstimmung für den Riders-Gig nutzen/genutzt.
Das Wochenende verbrachte ich bei meinen Freunden Gernot
und Helga in Eddersheim, in der Nähe von Frankfurt.
Im Vorfeld hatten wir versucht, eine Fotogenehmigung während
des Soundschecks zu bekommen. Das wurde vom Management knallhart
abgelehnt. Also nahmen wir uns vor, schon am frühen
Nachmittag zur Jahrhunderthalle zu fahren, um vielleicht
einen Blick auf die Band oder gar Autogramme erhaschen zu
können.
Nach kurzer Nacht machten Gernot und ich uns dann nach dem
Mittagessen gegen 13:30 Uhr mit Fotokamera und DVDs der
D21C auf den Weg zur Halle. Auf der Rückseite parkte
der Tourbus. War die Band schon da? Auf jeden Fall hörten
wir Doors-Songs aus den offenen, aber mit Vorhängen
verhüllten Türen. Gernot fragte einen Sercurity-Man,
ob die Band schon da wäre. Antwort: ja, einige ...
Die zweite Frage ging nach einiger Zeit an jemanden mit
Backstage-Ausweis. Auskunft: die Band beginnt zwischen 16
und 17 Uhr den Soundcheck. Die dritte Auskunft war dann,
die Band sei nicht da, den Check machten die Techniker.
Wir waren ziemlich durcheinander: was glauben, was stimmt?
Jedenfalls waren wir schon ganz schön genervt...
Plötzlich fuhr ein verdunkelter, schwarzer Van die
Rampe hoch, stoppte ca. 25 Meter von uns vor dem Hintereingang
und die Band verschwand sofort in den Eingang...
Das wars dann wohl! Ich kam mir richtig wie ein Depp vor!
Wir waren noch unentschlossen. Sollten wir weiter warten
oder aufgeben?
Doch dann entschieden wir uns, heim zu fahren, um uns frisch
zu machen und um Helga abzuholen.
Vor 18:00 Uhr brachen wir wieder Richtung Frankfurt auf.
Im Foyer der Jahrhunderthalle waren wir noch mit einigen
Leuten verabredet, die nach und nach auch alle eintrafen.
Unter anderem der Autor Kurt Friederichs (L.A. Woman –
Anna, Jim Morrison und die andere Seite des Morgens). Ich
bin froh und stolz ihn kennengelernt zu haben.
Bald wurde es aber Zeit, unsere Plätze aufzusuchen.
Von einigen Freunden hatten wir vorher verschiedene Eindrücke
der vorigen Gigs in Aarhus, Dortmund und Amsterdam gehört.
Das ging über einfach Klasse, gut bis hin zum ganz
schlecht. Was würde stimmen?
Jetzt würde ich mir endlich einen eigenen Eindruck
verschaffen können.
Mit einigem Herzklopfen setzte ich mich auf meinen Platz.
Alles was jetzt folgt ist mein ganz persönlicher Eindruck:
Die Veranstaltung bekann mit 30minütiger Verspätung.
In dieser Zeit merkte ich, wie die Anspannung sich bei mir
von Minute zu Minute steigerte. Dann, endlich ging es los!
Die Lichter erloschen ein Intro erklang und die Riders on
the Storm kamen auf die Bühne.
Wie alle anderen jubelte und klatschte ich wie verrückt.
Wie immer, das kannte ich schon von den Bootlegs, begannen
sie mit Roadhouse Blues.
Alle anderen Titel siehe Setlist unten.
Kommentare zu den einzelnen Titeln möchte ich mir und
den Lesern dieses Berichtes ersparen...
Nach den ersten zwei, drei Songs war ich schnell ernüchtert.
Das waren nicht die DOORS, wie ich sie kannte und liebte.
• Ray Manzarek war ein Schatten seiner selbst. Er
verlor sich in etlichen (schlechten) Intro auf seinem quietschenden
Keyboard, benahm sich sehr arrogant und störte den
Sound mit fast unerträglichem uhuuu.huu...huhu Rufen
oder wie man es immer nennen soll.
• Ty Dennis ist ein passabler Rockschlagzeuger –
aber das wars auch.
• Ian Astbury ist eine ganz schlechte Kopie von Jim
geworden. Nicht nur seine Bewegungen, sein Outfit erinnerte
an Jim. Ian hat einfach kein Charisma, keine Ausstrahlung.
• Angelo Barbera ist ziemlich unscheinbar und ich
habe zu ihm, ehrlich gesagt, keine richtige Meinung.
• Robby Krieger gehört in die absolute Weltspitze.
Ein Gitarrist, der seinesgleichen sucht.
Alles in allem war die Band auch viel zu laut. Vieles war
übersteuert, der Sound manchmal kaum zuerkennen.
Es hört sich jetzt so an, als wenn für mich alles
negativ war. Das ist nicht so! Es gab auch für mich
einige Highlights:
• Als Robby und Ray die Bühne betrat, liefen
mir Schauer über den Rücken. Ein unvergleichbares
Gefühl.
• Das Intro zu Touch Me, das Ray hervorragend spielte.
In der ersten Minute dachte ich, es handelt sich um einen
neuen Song, bis dann die gewohnten Klänge anfingen.
• Der neue Song Eagle. Ein wahnsinnig guter Rocksong
mit viel Power. Das war auch der einzige Song, bei dem mich
Ian Astbury total überzeugte. Mehr davon! Und vielleicht
kommt doch noch einmal die versprochene neue CD?
• Robbys einmalige und fabelhafte Leistung an der
Gitarre
• Und natürlich Robby und Ray ganze 80 Minuten
auf der Bühne zu sehen.
Spontan habe ich zu Helga nach dem Konzert gesagt, es hätte
mir zu 98% gefallen. Das muss ich im Nachhinein aber revidieren.
Ich stand immer noch unter Anspannung, war fasziniert von
Robby, war happy, zwei Ur-Doors noch einmal live erleben
zu dürfen. Aber auch Emotionen kühlen ab und ich
denke, der obige Bericht spiegelt meine wahren Gedanken
wieder. Und wie schon gesagt, es ist meine persönlich
Sicht des Erlebten.
Ich weiß inzwischen, dass viele Leute so oder ähnlich
denken, andere total gegensätzlich. Aber das sollte
auch jeder für sich entscheiden.
Fazit
Ich habe meinen Besuch trotz meiner negativen Kritik
nicht bereut. Es war trotz allem ein einmaliges Erlebnis,
das mir immer in Erinnerung bleiben wird. Sollten die Riders
on the Storm noch einmal auf Europa-Tournee kommen, werde
ich wohl wieder hingehen. Ganz bestimmt, sollten sie eine
neue CD im Gepäck haben.
Ansonsten fühle ich mich in meiner Aussage, Riders
on the Storm sind eine Tribute-Band, bestätigt. Sie
sind nicht mehr und nicht weniger und reihen sich in der
Palette von guten und schlechten Cover-Bands ein, mit dem
großen Vorteil, dass sich zwei Ur-Mitglieder in der
Crew befinden.
Nach dem Konzert trafen wir uns noch mit unseren Bekannten
im Foyer auf ein Getränk. Ich brauche wohl nicht zu
erwähnen, um was es bei den Gesprächen in der
Hauptsache ging?
Dann ging es irgendwann gegen Mitternacht zurück nach
Eddersheim, am nächsten Tag dann Richtung Hamburg.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch noch bei Gernot
und Helga bedanken, bei denen ich drei Tage verbringen durfte.
Es war mit Euch ein tolles Wochenende. Danke!
Donnerstag,
20.04.2006
The RIDERS ON THE STORM in Frankfurt
(c) by Gernot W. Freudenberger,
Montag, 18. Juli 2006
SETLIST:
Jahrhunderthalle - Frankfurt, Germany
April 17, 2006
O Fortuna intro
Roadhouse Blues
Break On Through
Love Me Two Times
When The Music's Over
Alabama Song
Back Door Man
Five To One
Spanish Caravan
Peace Frog
21st Century Fox
Moonlight Drive
Wild Child
Eagle In The Whirlpool
Touch Me
L.A. Woman
Encore
(Zugabe) #1
Riders On The Strom
Encore
(Zugabe) #2
Light My Fire
Nach
Berlin und Dortmund kamen die STURMREITER am Ostermontag,
17. April 2006 auch in die Jahrhunderthalle des Frankfurter
Stadtteils Höchst.
Mittags
fuhren wir - mein Freund JLK aus Hamburg und ich - zur Halle,
um eventuell ein paar Fotos mit der Band zu schießen
oder ein paar persönliche Autogramme zu ergattern.
Dazu hatten wir extra unsere DVD's der DOORS of the 21st
CENTURY (wie sich die Band vor der von John Densmore gerichtlich
erzwungenen Namensänderung nannte) mitgenommen. Im
Backstagebereich der Halle stand der Materialtruck, der
einem gigantischen Flyingcase glich. Unten an der Zufahrtsstrasse
der Halle stand der Tourbus mit englischem Kennzeichen.
Aus der Halle klangen Musikfetzen, die wir beide als typischen
Sound der RIDERS identifizierten.

Ich
fragte einen Ordner, ob die Band schon beim Soundcheck sei.
Er meinte, dass nur ein Teil der Band da sei. Ein Stagehelfer
gab mir dann wieder zur Antwort auf selbige Frage, dass
von der Band noch niemand anwesend sei, sondern der Soundcheck
zu dieser Zeit allein von den Technikern der RIDERS ON THE
STORM gefahren werde. Ein dritter Typ (freundlicher + mindestens
über 100 Kilo schwerer Farbiger mit freundlichen Augen)
meinte dann noch, dass von der Band NIEMAND anwesend sei,
sondern diese erst gegen 16:00 - 17:00 Uhr zum Soundcheck
erwartet werde. Später stellte sich dieser Typ als
Merchandising-Verkäufer heraus, der in der Halle an
einem Stand T-Shirts der RIDERS für 25 EUR (oder nach
alter Rechnung 50,00 DM !!!) an den Mann und die Frau brachte.
Nicht nur ich fand das schlicht und einfach WUCHER.

Nun
gut, was nun machen, denn ein Blick auf meine Uhr zeigte
erst ca. 13:30 Uhr an. Sollten wir heimfahren, dann ärgerten
wir uns bestimmt über die vertane Chance. Blieben wir;
keine Ahnung wie lange es dauern würde. Der T-Shirt-Verkäufer
hatte noch gemeint, dass wir uns an Rick, den Stagemanager
halten sollten. Er hätte einen grauen Bart und einen
Irokesenschnitt. Als nun ein älterer Mann aus der Halle
kam, mit grauem Schnurrbart, grauen langen Haaren, die zum
Pferdeschwanz gebunden waren und im Tourbus verschwand,
hatten auch JLK und ich sofort erkannt, das wir diesen Rick
eben verpaßt hatten. Gegen 16:00 Uhr begann dann der
Busfahrer die Scheiben des Busses zu säubern, sein
Navigationsgerät einzustellen (so kam es mir zumindest
vor) und bearbeitete dann sein Notebook. Ca. 16:30 Uhr kamen
dann die Stagehands aus der Halle und begannen mit einem
Fußballspiel und es sah aus, als würden die Mitglieder
der Band jeden Moment aus der Halle kommen, in den Tourbus
steigen und nochmals bis zum abendlichen Auftritt ins Hotel
fahren.
Gegen
16:45 Uhr kam dann ein schwarzer Van mit Hamburger Kennzeichen
die Auffahrt entlang, fuhr die Rampe zur Halle empor und
hielt direkt einen Meter vor dem Zugang zu den Garderoben.
Und nun brauche ich ja euch allen nicht die Frage zu stellen
wer aus diesem Fahrzeug ausstieg. Ja, es war die komplette
Band: Ray Manzarek, Robby Krieger, Ian Astbury, Ty Dennis
und Angelo Barbera. Ehe wir es richtig kapiert hatten waren
sie auch schon im Inneren der Halle verschwunden. Mit wehenden
Fahnen und riesig erfreut machten wir uns wieder nach Hause,
um uns umzuziehen und meine Frau Helga abzuholen, die mit
auf's Konzert kam.
Gegen
18:00 Uhr fuhren wir dann wieder zur Jahrhunderthalle, die
von unserer Wohnung ca. 10 - 15 km entfernt ist. Um 18:30
Uhr wurde die Halle geöffnet. Im Foyer trafen wir uns
dann noch mit unseren Freunden Rosi und Jürgen aus
Frankfurt und deren guten Bekannten Hans. Wir trafen auf
Kurt Friedrich, den Autor des Romans L.A. Woman - Anna,
Jim Morrison und die andere Seite des Morgens. Wir trafen
auf den Sänger der Gruppe CHANGELING, auf Thomas (im
Forum nennt er sich werbaer) aus einem Ort bei Kaiserslautern.
Wir trafen auf Sabine, die eine lange schlaflose Nacht hinter
sich hatte und direkt aus Illingen angereist war, auf Marco
von STONED IMMACULATE und einige mehr.

Um
kurz vor 20:00 Uhr begaben wir uns dann zu unseren Plätzen,
denn um diese Zeit sollte der Gig der RIDERS beginnen. Aber
es gab eine Verzögerung aus mir unbekanntem Grund.

Punkt
20:30 Uhr ging dann das Licht aus, das Intro von Carl Orff's
Carmina burana erklang, die Band betrat unter frenetischem
Jubel der Zuschauer in der sehr gut besuchten Halle die
Bühne und los ging es mit Roadhouse Blues, wie bei
fast allen Konzerten der Band. Auch seinerzeit in Bonn war
es der Eröffnungssong.

Es
ging Schlag auf Schlag und ehe ich mich recht versah war
das Konzert nach zwei Zugaben auch schon zu Ende. Ich hatte
die fast zwei Stunden wie in Trance erlebt und die Zeit
in keiner Weise gespürt.

Zum
Konzert selbst:
Negativ:
1.
die Band war tierisch laut und ich fand sie seinerzeit in
Bonn besser, freundlicher und agiler.
2.
Ray brachte fast die gleichen Sprüche wie in Bonn und
auf den viele Bootleg-CD's, die ich inzwischen von der Band
besitze. Auch sein Statement über die amerikanisch
Regierung und Mr. George Bush war identisch.
3.
Ein Fan, der vor der Bühnenabsperrung vor Manzarek
stand, ließ von einem Ordner eine LP zum Signieren
vor Ray auf den ausgelegten Teppich legen. Nach Ende des
Titels stand Ray auf, hob die LP vom Boden auf und schleuderte
sie wie einen schmutzigen Lappen ins Publikum. Der Fänger
der LP hat sich bestimmt gefreut, denn man konnte nicht
erkennen, um welche LP es sich handelte und ob sie einen
materiellen oder persönlichen Wert darstellte. Aber
Ray hatte sie - die LP - in SEINEN Händen gehalten.
Fuck off! Ich fand das peinlich und ziemlich arrogant vom
Keyboarder und Mitbegründer der ehemals legendären
DOORS.
4.
Vielleicht sollten sie einfach mehr Wert auf ihre eigenen
und neuen Songs als Band legen und vielleicht nur ab und
an noch einen DOORS-Song spielen. Ich denke, die Zeit ist
abgelaufen und es bekommt alles nur noch so einen tierisch
kommerziellen Abklatsch.
Ja,
auch wenn es jetzt einige wundert, aber es ist meine Meinnung.
Habe gestern Abend auch zu Helga gesagt, dass das in Bonn
alles ganz anders war. Ganz neu. Ganz wahnsinnig beeindruckend
und geil. Dazu dannn das Ambiente in Bonn: teilweise Open
Air weil das Bühnendach so weit nach vorn gezogen war
und die meisten Zuschauer im Trockenen standen, als bei
dem Song Riders on the storm der Himmel seine Schleusen
öffnete und Jim aus dem Nirvana zu grüßen
schien. Die Lautstärke war angepaßter (vielleicht
und gerade weil es in keiner Halle, keinem Saal stattfand
und sich der Sounddruck im Freien verlor. Alles war neu:
die Show, die Ansagen, die Sprüche, die Erklärungen,
die Band. Und in Frankfurt am Ostermontag war es fast nur
eine Wiederholung. Im Nachhinein wäre es vielleicht
besser gewesen, ich hätte sie mir nicht ein zweites
Mal angesehen, um die erste Erinnerung von 2004 nicht auf
"wacklige Beine" zu stellen. Aber andererseits
werde ich sie mir wahrscheinlich auch ein drittes Mal ansehen,
wenn sie doch noch mal bei Vorstellung ihrer geplanten CD
und neuen DVD nächstes Jahr auf Tour gehen.
Positiv:
1.
Ian war stimmlich besser als seinerzeit in Bonn, mußte
sich aber wegen der enormen Lautstärke ganz schön
die Seele aus dem Leib brüllen. Außerdem finde
ich IAN Astbury eh geil als Sänger und kann diese ganze
Scheiße der angeblichen deutschen DOORS Fns nicht
mehr hören und vor allem auch nicht verstehen, die
alles, aber auch alles an Iab zerreißen und absolut
kein gutes Haar an ihm lassen.
2.
die Band spielte einen ihrer neuen Songs "Eagle
in the wirlppol", der mir sehr gut gefiel
Alles
in allem ein nettes Konzert und in Bonn fand ICH sie deutlich
besser.
Allgemein:
1.
Für mich sind die DOORS am 03. Juli 1970 mit dem Tod
von Jim Morrison gestorben. Punkt!
2.
Für mich ist das eine neue Band mit zwei Mitgliedern
der Originalbesetzung. Punkt!
3.
Für mich werden Ray und Robby wissen, warum sie sich
ausgerechnet für Ian Astbury als Sänger entschieden
haben. Punkt!
4.
Für mich haben sich Ray und Robby auch für Ty
Dennis an den Drums entschieden, der ein tierisch guter
Rockdrummer ist, aber für die Songs der DOORS meines
Erachtens zu hart und powerfull spielt. Punkt!
5.
Für mich hat sich Ray gegen den FENDER Rhodes Keyboard
Bass entschieden und sie haben den Bassisten Angelo Barbera
in die Band geholt, ein wirklich guter Mann. Punkt!
Es
nützen auch die zum zigtausenden Mal geführten
Diskussionen nichts an der Tatsache, ob sich Jim heute im
Grab rollen würde, wenn er das sehen und hören
könnte, wie es der Sänger von CHANGELING - Erik
Klingenberg - nach dem Konzert JLK mitteilte, nachdem Jürgen
ihn nach seiner Meinung fragte. Es nützt auch nichts
immer wieder die Frage zu stellen, ob ein anderer Sänger
besser gewesen sei oder nicht.
Ich
für meinen Teil habe nach dem Gig in Frankfurt das
Gefühl, dass Ray und Robby nach einem Titel von Frank
Zappa handeln: We're Only in It for Money.
Sorry
an alle, die anderer Meinung sind.
Sorry an alle, die einen anderen Bericht von mir erwartet
haben, aber ich habe mir extra bis heute mit meinem Bericht
Zeit gelassen, denn er sollte so neutral als möglich
sein und nicht durch die rosa Fanbrille geschrieben werden,
die ich sonst sehr oft auf hatte und habe. Ich denke auch,
dass JLK etwas erstaunt über diesen Bericht sein wird.
Aber ich werde es von ihm erfahren.
Alles
in allem:
Doorslieder gehört.
Einem immer besser werdenden Robby Krieger gelauscht.
Knapp zwei Stunden trotzdem in Trance gewesen. Aber vielleicht
lag das auch am Tabak...
Ca.
00:15 Uhr waren wir dann wieder zu Hause, nachdem noch ein
paar "heiße Diskussionen" im Foyer geführt
wurden.
Gänsehaut
mit Rockrebellen von einst
"Riders On The Storm" in Frankfurt
Ray Manzarek, Robert Krieger und der neue Frontman Ian Astbury
(l.-r). Die Band geht über 30 Jahre nach dem Tod ihres
früheren Sängers Jim Morrison auf Tour.
Ray Manzarek, Robert Krieger und der neue Frontman Ian Astbury
(l.-r). Die Band geht über 30 Jahre nach dem Tod ihres
früheren Sängers Jim Morrison auf Tour. (Bild:
dpa)
"The Doors" waren weltweit eine der erfolgreichsten
Rockbands. Heute lassen Ray Manzarek und Robby Krieger,
Gründungsmitglieder der ehemaligen Kultband, zusammen
mit "The Cult"-Sänger Ian Astbury, die Musik
der "Doors" wieder aufleben.
Die
legendäre US-Rockband "The Doors" wurde 1965
von Jim Morrison und Ray Manzarek am Strand von Venice Beach
(Kalifornien) gegründet. Die Anfänge waren alles
andere als leicht. Zunächst traten sie als Vorbands
auf (unter anderem von „Sonny and Cher“) oder
verschönerten Geburtstagsfeiern und Hochzeiten mit
ihrer Musik. Doch dann unterschrieben sie einen Vertrag
bei Columbia, die damals auch Künstler wie Bob Dylan
unter Vertrag hatten. Zwichen 1966 bis 1971 veröffentlichten
sie sechs Langspielplatten. Der Song „Light My Fire“
(1967) wurde zum internationalen Erfolg und The Doors waren
aus dem Musikmarkt nicht mehr wegzudenken. Weltweit gefeiert,
fand die Band ein schmerzliches Ende: Sänger Jim Morrison,
berüchtigt für seinen exzessiven Alkohol- und
Drogenkonsum, verließ 1971 die Band und ging nach
Paris, wo er 1971 unter nicht geklärten Umständen
im Alter von 27 Jahren starb. Er ertrank in der Badewanne
seines Appartments. "Herzversagen" lautete die
offizielle Diagnose. Noch heute ist sein Grab auf dem berühmten
Friedhof Père Lachaise Pilgerort für seine Fans.
Durch seinen mysteriösen Tod avancierte Morrison zu
einer der größten Rocklegenden aller Zeiten.
Nach seinem Tod brachten "The Doors" noch zwei
Alben heraus, konnten aber nicht mehr an den vorherigen
Erfolg anknüpfen. Im April 1973 löste sich die
Band auf.
Im
Jahr 2000 fanden die überlebenden Doors-Mitglieder
erstmals wieder zusammen. Doch erst zwei Jahre später
gingen die Doors - mit Ian Astbury von der 80er-Jahre-Kult-Band
"The Cult" zunächst in den USA wieder auf
Tournee. Im Jahre 2004 folgte eine Welttournee. Heute heißen
sie "Riders on the Strom", weil ein Gerichtsbeschluss
Manzarek und Krieger auf Betrieben der Eltern Jim Morrisons
die Benutzung des Namens „The Doors“ und des
Doors-Logos verbietet.
Doch
all dies stand dem gegenwärtigen Erfolg der neuen Band
nicht im Wege. In den letzten Jahren spielte „Riders
On The Storm“ bereits vor einem Millionenpublikum,
fast alle Bühnenshows waren ausverkauft. Für die
jetzige Tour haben sie nur wenige Auftritte in der ganzen
Welt eingeplant, darunter drei in Deutschland.
Die
Musik unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von den einstigen
"Doors"-Klängen. Wer Jim Morrison vermisst,
wird durch die Performance von Ian Astbury überrascht:
sie ist fesselnd und wird durch die Brillanz und Virtuosität
von Manzarek und Krieger bestens angeheizt. Die Musik ist,
wie früher, voller Energie und rockig; ein paar unerwartete
Elemente haben Riders On The Storm neu verarbeitet. Die
Band setzt auf Improvisation und obwohl sie alte Titel spielt,
gleicht kein Konzert dem anderen.
(nrc)
Stand: 14.04.2006
(Quelle: HR Online.de)
Dienstag,
18.04.2006
Monika trifft die RIDERS ON THE
STORM in Dortmund
>>>
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Donnerstag,
13.04.2006
Kai Royal Sperm in Dänemark bei RIDERS
ON THE STORM
Kleiner Bericht vom Riders On The Storm Konzert in Aarhus/DK
vom 09.April 2006:
Voller
Vorfreude und mit meinem "mächtigen" Rucksack(siehe
Gernots Feast Of Friends Beitrag 2005) machte ich mich Mittags
auf den Weg nach Aarhus.Kurz hinter der Grenze in Padborg
stiegen die ersten Doors-Fans zu und nach relativ kurzer
Zeit tranken wir unser erstes gemeinsames Heineken Bier
und unterhielten uns über die Doors/Riders On The Storm.
In
Aarhus ankekommen und nach kurzem Eincheken in einem einfachen
"Bed & Breackfast" Hotel (einen besonderen
Dank an Per Eichhorn) machte ich mich dann endlich auf den
Weg zum Train.Das Train ist derzeit die bedeutenste Konzerthalle/Discothek
in der Stadt. Nett gebastelte pyschedelische Gegenstände
hingen von der Decke des Konzertraumes herab und verschaften
dem Train an diesem Abend ein richtig einmaliges Ambiente.Was
ich leider vermisste war ein Fanartikel-Shop oder ähnliches
der Riders On The Storm oder gar die Möglichkeit auf
diesem Wege Doors-Items vom Label Bright Midnight erwerben
zu können.
Kurz
vor 21:00h öffnete sich der Vorhang und ein dichter
Nebelschleier machte eine Sicht auf die Bühne schier
unmöglich,aus den Boxen war in voller Lautstärke
das "obligatorische" Carmina Burana zu hören.Im
nächsten Moment kam die Ansage "Ladies and Gentleman!From
Los Angeles,Carlifornia,The Riders On The Storm,here are
The Doors"und zwar von Ray Manzarek höchstpersönlich!!!
Die
Band eröffnete das Konzert mit Roadhouse Blues,als
Drummer war wie schon beim Konzert in Bonn 2004 Ty Dennis
dabei.
Ian Astbury trug einen Bart und war fantastisch aufgelegt.Sein
Gesangspart war um Welten besser als in Bonn,oder den unzähligen
Bootlegs,die ich im Laufe der letzten Zeit von den damaligen
21st Century Doors gesammelt hatte.
Es folgte eine dieser unbeschreiblichen Eröffnungen
von Ray Manzarek am Piano bei dem zweiten Lied an diesem
Abend Break On Through,einfach Klasse.
Daurauf folgte When The Music`s Over,auch hier wurde jeder
Part von jedem Einzelnen bis in kleinste Detail ausgereizt.
Das
Train war sehr gut besucht,aber nicht ganz ausverkauft.Später
wurde noch die genaue Zuschauerzahl durchgegeben,es besuchten
819 Doors-Freunde diesen geilen Gig der Riders On The Storm.
Es folgte das Medly:Alabama Song/Back Door Man/Five To One.Die
Band forderte das Publikum den Vers "Get Together One
More Time" im Lied Five To One bestimmt 10mal dazu
auf diesen mitzusingen.
Nun machte Ian Astbury Platz und Robby Krieger spielte sich
das erste mal an diesem Abend so richtig ins Rampenlicht.Er
brillirte,wie zu besten Doors Zeiten(z.B. Roundhouse England
1968) mit den wunderbaren Einleitung von Spanish Caravan.
Ian Astbury sprach nach diesem Song mit dem Publikum,wärend
Ray Manzarek am Piano gutgelaunt ein Turbog Bier trank,und
kündigte ein neues Lied an,das den Namen Eagle In The
Whirlpool hatte.Robby Krieger hatte es geschrieben und es
ist ein eher jazziger Song,der auf Robby Kriegers Gitarrenspiel
zugeschnitten ist.Sehr,sehr guter Song.
Ohne Ansage folgte Peace Frog,mit einem herrlichen "Blood
In The Streets" Refrain,in der das Publikum wieder
intensiv von der Band aufgefordert worden wurde, sich mit
in dem Song einzuklinken.
Erst nach diesem Konzert wurde mir bewusst,daß was
jetzt folgen würde, für mich das absolute Highlight
dieses genialen Konzertes dastellen würde.Diesemal
kündigte Ray Manzarek den Song an,mit dem Hinweis,daß
die Riders On The Storm nach dieser Tournee eine Studio-LP
aufnehmen werden und der folgende Song darauf zu finden
sein wird.Es folgte ein bluesiger Song.Der Titel lautete
Forever.Dieser Song,in dieser Form und auch mit der Stimme
von Ian Astbury hat mich wirklich von den Socken gehauen.
Nach einer kleinen Pause und ein weiteres Bier für
Ray Manzarek folgte Wild Child und Touch Me.Bei Touch Me
hörte Ray Manzarek nicht mit der Eröffnung am
Piano auf und sowohl Robby Krieger,Ian Astury&Ty Dennis
schauten fragend auf Ray Manzarek,der mit gesenktem Kopf
am Piano saß und spielte und spielte.Das Publikum
konnte sich das Lachen nicht verkneifen.
Danach
bedankte sich die Band für die "beautiful crowd".Die
ganze Halle forderte eine Zugabe.Nach kurzer Zeit kam die
Band zurück und spielten eine sehr schnelle und ausgedehnte
Version von L.A. Woman und Riders On The Storm folgte zugleich.
Als
kröhnenden Abschluß präsentierte die Band
dann noch eine phantastische Wiedergabe des Songs Light
My Fire,in der Ray Manzarek im Stile von Jerry Lee Lewis
mit den Füßen Sein Piano bearbeite.Das Train
bebte bei der dann folgenden Verabschiedung der Riders On
The Storm.
Dieser
einmalige Abend wurde noch mit einem Ray Manzarek Autogramm
auf meiner Maxi CD "Ghost Song" und einem Robby
Krieger Autogramm auf meiner CD "No Habla" ergattern
konnte abgerundet.
Wünsche ALLEN Besuchern von der restlichen Tour der
Riders On The Storm auf diesem Wege ein ebensolches Konzert-Highlight,wie
ich es im Train in Aarhus/DK hatte.
Gruß
Kai
Ps:Bilder folgen in Kürze
Sonntag,
18.07.2004
The DOORS of the 21st Century
live in Bonn
(c) by
Gernot W. Freudenberger

(c)
Collage by Uwe Huhn

SETLIST:
Museumsmeile
- Bonn, Germany
July 17, 2004
(Phil Chen on bass)
Roadhouse
Blues
Break on Through
When The Music's Over
Riders On The Storm
Love Me Two Times
Unknown Soldier
Moonlight Drive (includes Louie Louie/Horse Latitudes)
Wild Child
Alabama Song
Back Door Man
Five To One
Spanish Caravan
People Are Strange
Take It As It Comes
Not To Touch The Earth
Peace Frog
L.A. Woman
Touch Me
The Mosquito
Light My Fire
THE
DOORS of the 21st Century nennt sich die Band, die von Ray
Manzarek und Robby Krieger, den legendären Mitbegründern
der noch legendäreren DOORS ins Leben gerufen wurde.
Und diese neu formierte Gruppe gab am Samstagabend, 17.07.2004
in Bonn ihr einziges Deutschland Konzert. Der Gig war ein
Open Air Konzert, und das Gute daran war, daß ein
großer Teil der Zuschauer unter dem riesigen Vordach
der Bühne im Trockenen stand. Denn passend zu dem Song
RIDERS ON THE STORM zog ein tierisches Unwetter heran und
lieferte den Klängen der Musik eine faszinierende Kulisse
aus Sturm, Blitz, Donner und Regenguss.
.jpg)
(c)
Foto by Uwe Huhn
Wie
soll ich meine Gefühle beschreiben, als die Band die
Bühne betrat? Wie soll ich ab und an Worte finden,
um meine Seele zu beschreiben? Wie soll ich textlich darlegen
wie es ist, wenn einem Gänsehaut kalte und heiße
Schauer über die Haut treibt? Für mich war es
DAS Konzerterlebnis. Und mir geht es nicht darum, dass da
ein anderer Drummer den Takt vorgab und nicht John Densmore.
Der hatte für mich seine Chance gehabt, in dieser Neuformation
die "Schießbude" zu bedienen. Aber er zog
es vor, schmollend und juristisch klagend gegen dieses Neubesetzung
vorzugehen. Mir geht es auch nicht darum, dass Ray und Robby
einen Bassisten eingestellt haben und Ray Manzarek die Bassläufe
nicht mehr selbst auf seinen Tasteninstrumenten in die Welt
jagt. Und mir geht es vor allem und alleinig nicht darum,
dass ein gewisser Ian Ashbury jetzt das Mikrofon in seiner
Hand hält und Songs präsentiert, die der für
mich brillanteste Lyriker der Moderne JIM MORRISON zum großen
Teil geschrieben und sie seinen Anhängern vorgetragen
hat. Es ist richtig und es wäre vermessen eine Gegenbehauptung
aufzustellen, Jim Morrison ist tot. Eingeschlafen, verreckt,
am plötzlichen Herztod gestorben... Wer weiß
die Wahrheit über sein Ableben in der Nacht vom 02.
auf den 03. Juli 1971 in einem Badezimmer seiner Pariser
Wohnung in der Rue Beautreilles Nr.17 wirklich? Niemand
will diesem "wahnsinnigen " Poeten seine Anerkennung
oder sogar sein Lebenswerk bestreiten, der schon in seinem
Song Hyacinth House auf der in seinem Todesjahr, April 1971
veröffentlichten LP folgenden Text zum Besten gab:
I
see the bathroom is clear - Ich sehe, das Badezimmer ist
frei
I think that somebody's near - Ich glaube, jemand ist in
der Nähe
I'm sure that someone is following me, oh yeah - Ich bin
sicher, dass mir jemand folgt
.jpg)
(c)
Foto by Uwe Huhn
Why
did you throw the Jack of Hearts away? - Warum hast du den
Herzbuben weggeworfen?
Why did you throw the Jack of Hearts away? - Warum hast
du den Herzbuben weggeworfen?
It was the only card in the deck that I had left to play
- Es war die einzige Karte im Spiel, die ich noch anspielen
konnte
Hat
er es gewußt? Hat er seinen Tod geahnt? Hat er damit
um Hilfe geschrien? Nur er weiß es und hat die Antwort
darauf mit in sein, von den Fans "geliebtes" und
umlagertes, von der Pariser Verwaltung gehaßtes, Grab
genommen. Niemand will am Lichtkranz dieser einmaligen Aura
kratzen. Niemand! Und niemand wird es jemals schaffen. LizardKing
aus Hamburg beantwortete mir einmal meine Frage nach seiner
Meinung zu the DOORS of the 21st Century sinngemäß
da mit: ich schaue sie mir nicht an, denn für mich
sind die DOORS mit dem Tod von Jim Morrison als Band gestorben.
Und es gibt niemals mehr Jim. Richtig, lieber Jürgen,
voll Deiner Meinung, aber, egal ob sie die Neuformation
wegen der Kohle gegründet haben oder aus tiefer Überzeugung,
da scheiße ich persönlich drauf. Für mich
zählt allein die Tatsache, dass sie da mit die Musik
der DOORS einem noch größerem Publikum präsentieren
und sie auch mit ihren unverwechselbaren Akkorden einer
ganz neu herangewachsenen Generation in die Seele treiben.
Und da ist noch ein Aspekt, der mir am Samstagabend diese
Schauer über meine Seele jagte. Dieser Ray Manzarek
persönlich traf 1965 an einem geilen? verregneten?
sonnigen? Tag am Strand von Venice in Kalifornien auf einen
Typen mit langen Haaren und etwas schüchtern (nicht
verklemmt), der ihm erzählte, dass er Songs und Lyrik
schreibe. Und dieser junge Mann sang ihm nach mehrmaliger
Aufforderung einen seiner selbst geschriebenen Songs vor,
dem er später den Titel MONLIGHT DRIVE gab. Ray war
weg. Ray ging auf eine innere Reise. Ray traf der Blitz
der Erkenntnis und er sagte den, für mich persönlich
zumindest, genialen Satz der Rockgeschichte: Wow, Mann,
laß uns eine Band gründen und 1 Million Dollar
verdienen. Sie haben beides erreicht. Sie haben eine Band
gegründet namens The DOORS und mehr als 1 Million Dollar
verdient. Aber was mich an diesem Satz noch mehr beeindruckt
ist die Wahrheit die Ray in seine Worte gelegt hat. Er hat
damals schon von einer Band gesprochen und vor allem auch
- verdammt noch mal!!! - davon, mit dieser auch Geld zu
verdienen. Also finde ich es auch nicht schäbig, dass
zwei Mitglieder dieser einmaligen Kultband eine Neuformation
gründeten. Aber wie gesagt ist es meine individuelle
Meinung. Und nur die meinige... Und noch eins: diese Worte
gehen NICHT gegen LizardKing oder eine andere Person.
Zu
Ian Ashbury folgendes: es kam mir bei dem Gig der DOORS
of the 21st Century nicht so vor, als müßte er
Jim darstellen. Ich bin mir sehr sicher, dass Ian ganz genau
weiß, dass er es nie kann. Jim war Jim und Ian ist
Ian. Toll von ihm fand ich, mit welchem Respekt er Ray und
Robby die Stage überließ und der audience immer
und zu jeder Zeit das Gefühl gab: He, peoples, Ich
bin NICHT der Star an diesem Abend. Auch wenn seine Frisur
ähnlich ist, seine Kopfbewegungen bei manchen Songs
an den in Paris in einem 4 Meter tiefen Grab liegenden Ex-Frontman
erinnern. Für mich war Ian gut, rücksichtsvoll
und sich seiner gigantischen Aufgabe voll bewußt.
Irgend wie war es für mich eine Verbeugung vor dem
genialen Charisma eines James Douglas Morrison...
.jpg)
(c)
Foto by Uwe Huhn
The
Doors in Concert?
Wird der Mythos neu gegründet?
Verrat an Jim?
(c)
by Uwe Huhn

(c)
Foto by Uwe Huhn
NEIN
- Meine Erwartungen an den Abend waren klar - ich wollte
Ray und Robby sehen. Und es hat sich gelohnt. Wir sind gegen
18.30 Uhr durch den Eingang der Museumsmeile gegangen und
mußten eine Weile wegen meiner Kamera diskutieren,
denn man wollte keine "Profi-Aufnahmen" aus dem
Publikum. Aber wir hatten Glück und so konnte ich einige
Bilder machen. Zu unserer Freude sind auch einige Mitglieder
des Fanclubs der Seelenküche angereist.

(c)
Foto by Uwe Huhn
Kai, Gernot und Helga, die ich hiermit grüße
waren auch gekommen. Ca. 19.30 Uhr betrat die Band unter
unglaublichem Jubel die Bühne. Roadhouse Blues - leider
etwas zu leise für meinen Geschmack (die Bonner Beamten
wollten nicht gestört werden).
.jpg)
(c)
Foto by Uwe Huhn
Man merkte schnell, daß die Jungs unglaubliche Spielfreude
hatten. Die Show war auch ganz auf Ray und Robby zugeschnitten.
Mehr Solos als in alten Doors-Zeiten. Robby war unglaublich
gut. Nichts zu spüren, daß er fast 60 ist. Ray,
der die 60 schon einige Jahre überschritten hat, war
auch optisch noch recht "jung" geblieben.
Nach
Roadhouse Blues, Break on through / Dead Rat Dead Cat, und
When the Music’s over war Riders on the Storm an der
Reihe. Die ersten Töne wurden gespielt und dann öffnete
sich der Himmel. Sowas kann man nicht planen und ob es ein
Zufall war sollte jeder für sich entscheiden, aber
ein gewaltiger Donner und Regen setzte ein. Es war wie auf
der Studio-Aufnahme. Einfach mystisch.
Nun
will jeder, der nicht da war natürlich wissen, wie
der Sänger war. Kein Ersatz für Jim, das ist klar.
Er hat versucht sein Bestes zu geben, auch optisch, aber
es ist jedem klar, daß man Jim nicht ersetzenkann.
Es muß verdammt schwer sein, sich auf die Bühne
zu stellen und zu wissen, daß das Publikum genau diese
Gedanken hat. Es gab zwei Gelegenheiten, die ich sehr toll
fand. Er hat nicht gesungen - "I am the Lizard King,
I can do anything" sondern "Jim Morrison is the
Lizard King, Jim can do anything" und bei L.A.Woman
hat er gesagt, das ist für Jim : Mr. mojo rising...
Mr. mojo rising... und 5000 Leute haben Mr. mojo rising...Mr.
mojo rising.. gerufen - Wahnsinn!!!
Nach
2 Stunden ging die Band zum ersten mal von der Bühne.
Nicht lange - Zugabe war angesagt. Touch Me und Mosquito,
der einzige Song aus der "Nach Jim Ära" -
gesungen von Robby. Und nochmals verläßt die
Band die Bühne - aber ohne zweite Zugabe gehen die
Fans nicht nach Hause.
Dann
22.00 Uhr war das Konzert zu Ende - 2 1/2 Stunden die sich
gelohnt haben. In kleinem Kreis mit Freunden haben wir noch
ein Bier getrunken und uns verabschiedet.
Bis
zum nächsten Doors-Abend - 25.09.2004 in Glauchau mit
den Doors-Experience.
(Quelle: Uwe Huhn - DOORS-ONLINE.DE)
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