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© der Collage by Gernot W. Freudenberger

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RIDERS ON THE STORM

ROTS in Paris – 3. Juli 2007
Bericht von Peter Reising

Morgens um 5 aufgebrochen - dieser Tag musste ein ganz besonderer werden.
36 Jahre ist es nun her als Jim in der „City of Poets and Thinkers“ zur „anderen Seite durchgebrochen“ ist. Was kann es schöneres geben als solch einen Tag mit jenen Leuten zu begehen, denen Jim und seine Lyrics genauso genauso am Herzen liegen wie einem selbst – den anderen Fans und den Riders.

Bei eher tristem Wetter gegen 11 h Paris ereicht, und vorerst Pere Lachaise angesteuert.
Es waren einige am Grab, daher leider nicht viel Zeit wirklich die Gedanken schweifen zu lassen und ein wenig in sich zu gehen.

BILD FOLGT !
Jims Grab am 36. Todestag 2007

Gegen 17 h dann Richtung „REX“ aufgemacht, einem großen Kino- und Theaterkomplex im Herzen Paris´. Der Schlange angschlossen und mit ein paar Dosenbier die Wartezeit verkürzt und ein wenig die Leute gemustert die hier während der Wartezeit an einem vorüber gezogen sind. Paris ist schon ne verrückte Stadt – hier treffen sich alle.

Um 19 h wurden die Pforten dann endlich geöffnet. Rein gings in den Saal und der erste Schock war da: Das ist ein verdammter Theatersaal, mit verdammten Stühlen und verdammtem Rauchverbot. Auf Nachfrage erklärt mir der freundliche aber bestimmende Ordner dass das hier ein gepflegtes Konzert sei und man zu sitzen hat. Aha. Während ich meinen Platz in der zehnten Reihe einnehme und meine Stimmung in den Keller rutscht mache ich mir selbst Mut.

? „Sind die Hippies so alt geworden dass man sich schon zu nem Konzert setzen muss?“
? „Kann es angehen dass all diese Freaks um mich herum während nem ROTS – Konzert nicht rauchen?
? Glaubt ihr, liebe Ordner und Aufpasser denn wirklich dass die Leute auf ihrem Arsch sitzen bleiben während da vorne Jim gefeiert wird?

Nein, all das könnt ihr nicht wirklich glauben, aber wartet ab und seht selbst.....

Um 20:35h geht´s dann los. Mit „Love me two Times“ sah ich zum ersten Mal Brett Scallions und war ein wenig überrascht. Der Junge ist blutjung, geschätzte 30 Jahre, seine dicke Sonnebrille fand ich etwas überzogen.

Schon mit dem zweiten Lied „Break on through“ wurde aber die Sonnebrille abgelegt und hinter ihr verbarg sich ein adretter, sympathischer junger Mann dem es reichlich Freude zu bereiten schien, hier mit den Altrockern auf den Putz zu hauen.

Und, ihr lieben Platzordner, was habt ihr in der Zwischenzeit gelernt? Ein Konzert von/ mit den Doors findet definitiv nicht im Sitzen statt. Spätestens zu „Break on through´” merkten auch die letzten Fans dass das Sitz – Gebot aufgehoben ist und stürzten an die Bühne. Es dauerte keine weiteren drei Minuten bis in der ersten Reihe der erste Joint umherging. Als hätte man lediglich auf diesen Moment gewartet wühlten nun einige ihre Joints hervor und die Luft wurde zunehmend süß. Na also – es geht doch.

Auch wenn der Ton imho nicht ganz sauber eingestellt war und der Sound manches Mal etwas rustikal rüberkam, so begeisterte mich gerade Bret Scallion zunehmend. Tolles Auftreten, kein niveauloser Jim – Morrison – Abklatsch, sondern eine wahre Hommage an Jim. Sympathisch auch seine laut gefeierte Durchsage an die Fans: „Hi Paris, these evening is only dedicated to Jim Morrison“

Ich versuche mal die Songs einigermaßen inder gespielten Reihenfolge wiederzugeben:

Love me two times
Break on through
Introduction by Ray “Sex Macchine”
Love her madly
Indian summer
Peace frog
Blue sunday
Strange days
When the music's over
Moonlight drive
Wild child
Ray´s Announcement “Down, down, Bush”
Spanish caravan
Alabama song
Backdoor Man
5 to 1
The Changeling
Touch me
L.A. woman

Encore:
Riders on the storm
Light my fire

Besonders freute mich die Leidenschaft die man Ray und Robby noch immer ansieht. Ray ist der Motivator schlechthin, feuert die anderen an, ist das „Brain“ und die gute Seele der Doors/ ROTS. Er wird nicht müde Komplimente an die anderen zu verteilen und übernimmt Jims früheren Part wenn es darum geht dessen Poesie zum Besten zu gebent. Traumhaft, der Anblick eines Ray Manzarek der mit der einen Hand weiterhin spielt und mit die andere per geballter Faust in die Luft streckt um für Stimmung zu sorgen. Traumhaft wie Ray bei „Light my fire“ Jims´s lang gezogenes „FIREEEEE“ rausbrüllt. Ray, du bist der Käpt´n!

Rührend, Ray´s Vorstellung in denen auch Ty Dennis und Phil Chen nicht zu kurz kommen und kurze Soli anspielen. Ray kündigt Robby mit den Worten „the guitar player I´ve ever played with – Mr Robby Krieger”an. Darauf die vom geschmeichelt wirkenden Robby beinahe schüchtern vorgetragene Vorstellung Rays: „please welcome the man who founded the Doors, pease welcome the man who met Jim Morrsion on the beach of Venice”.
Gänsehaut – pur!

Robby wird mit jedem Solo wie ein Gott gefeiert. Der Mann ist unscheinbar, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Und er wird geliebt! Seinen Höhepunkt erlebt er mit „Spanish Caravan“ und versetzt die vorderen Reihen in absolute Ekstase. Eher introvertiert, kaum eine Mine verziehend wird Robby seinem Ruf als einer der besten Gitarrenspieler der Rockgeschichte gerecht.

Irgendwie sieht man es ihm auch an, dass es auch ihm unheimlich viel bedeutet, den Leuten hier zu zeigen dass er nichts, aber auch gar nichts verlernt hat.

Ein Funke in seinen Augen als Ray „Light my fire“ wie folgt ankündigt:
„Do you know the number one Hit in the US in the real summer of love 1967?
Ladies and Gentleman, written by Mr Robby Krieger: Light my fire”

Nach 2,5 Stunden geht ein fantastisches Konzert zu Ende. Artig nehmen sich die Jungs in die Arme, verbeugen sich ,mehrfach vor dem Publikum und verschwinden im Bühnennebel.


Donnerstag, 12.04.2007

Ray Manzarek was encountered by a few fans at his Tokyo, Japan hotel lobby this week, en route to the airport.

Ray's brother Rick Manzarek (Anmerkung: Er ist gleichzeitig Stagemanager von den RIDERS / He's also Stagemanager from the RIDERS. Gerry) is standing to the left in the pattern shirt. The Doors' Manager Jeff Jampol is in the blue jacket, looking on.


Donnerstag, 15.03.2007
RIDERS ON THE STORM haben einen neuen Frontmann

Doors Manzarek and Krieger Add Fuel
Wed Mar 14, 3:01 AM ET


Brett Scallions

Doors founding members Ray Manzarek and Robby Krieger have chosen ex-Fuel lead singer Brett Scallions to front their project Riders On The Storm, filling the void created when The Cult's Ian Astbury departed the group last month. "Brett is on board and we are glad to have him, he has a great voice and a lot of charisma," states keyboardist Manzarek. Brett Scallions departed Fuel in early 2006 after fronting the multi-platinum act for over a decade. Scallions looks forward to working with Manzarek and Krieger. "Riders On The Storm" is managed by Tom Vitorino Management, and represented by The Kirby Organization.
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Los Angeles, CA (Billboard Publicity Wire) March 14, 2007
-- Doors founding members Ray Manzarek and Robby Krieger have chosen ex-Fuel lead singer Brett Scallions to front their project Riders On The Storm, filling the void created when The Cult's Ian Astbury departed the group last month. "Brett is on board and we are glad to have him, he has a great voice and a lot of charisma," states keyboardist Manzarek.

"Jim Morrison can never be replaced, but this project has never been about that," expressed guitarist Krieger; "It's about giving a voice to the body of work we created with Jim in a live setting."

Brett Scallions departed Fuel in early 2006 after fronting the multi-platinum act for over a decade. The rock band best know for the hit songs Hemmorage, Bittersweet and Shimmer, tried in vain to recruit American Idol's Chris Daugherty as a replacement. Scallions has moved on from the band, and looks forward to working with Manzarek and Krieger. "Having an opportunity to share the stage with these great musicians is more exciting than anything I've ever done. I'm so proud to be a part of this," declared the vocalist.

This year marks the 40th anniversary of The Doors. The Venice Beach, California, based band released their first record in 1967. In February of 2007 the band was awarded a Lifetime Achievement Grammy Award and a star of The Hollywood Walk Of Fame.

"Riders On The Storm" is managed by Tom Vitorino Management, and represented by The Kirby Organization.


Donnerstag, 22.02.2007
IAN ASTBURY VERLAESST the RIDERS ON THE STORM

February 21, 2007 - Message from Ray
"We wish Ian all the success in the world. It was great working with him. We are going to be auditioning new lead singers in the next week or two. Robby and I are very excited at the possibilities. RIDERS O.T.S. will continue. New songs and great Doors songs will continue to be played live. And maybe we'll even record that new CD that I'm hoping for. The future is ripe and golden. A new lead singer! Yes!"
- Ray Manzarek


Dienstag, 16.01.2007 II
Kopie eines Emails, wofür ich mich herzlichst bei den beiden bedanken möchte:

Hallo,

wir haben beide die Doors bzw Riders on the storm 6 x gesehen. Das Konzert in Amsterdam war riesig. Wir wollten zwar ursprünglich nach Antwerpen, haben aber keine Karten bekommen. Amsterdam haben wir aber nicht bereut. Der sound war gut und auch die performance. Wir haben hinten gestanden bzw. gesessen, um einen Überblick zu haben. Wollten das mal so erleben. Ganz vorne standen wir in Weert und in Bonn.

Die Kritik an Astbury kann ich nicht verstehen, auch nicht das Ray Manzarek und Robby Krieger kritisiert werden, das sie ihre eigene Cover-Band sind. Gut, Jim Morrison kann man nicht ersetzen, aber mit Astbury haben Manzarek und Krieger einen Frontman gefunden, der meiner Meinung nach auch eine gewisse Ausstrahlung hat und die Lieder auch super rüber bringt und er wird immer besser. Er passt zu beiden "Alten". Man kann als Freund dieser Musik wirklich froh sein, wenn man diese Musik zumindest von einem Teil der ursprünglichen Band geboten bekommt. Die Musik hatte und hat noch immer eine Ausstrahlung/Aussagekraft, die man gerne auch mal live erleben möchte. Ich habe so einiges an Platten, CD's und DVD'S, aber live ist immer was besonderes. Für mich sind Manzarek und Krieger geniale Musiker, die ihr Koennen auch bei der Auswahl des Sängers und der anderen Bandmitglieder gezeigt haben.

Sicher wollen sie Geld verdienen, aber man nimmt Manzarek aber auch ab, das er mit diesem Aufleben der Musik/der Zeit etwas bewegen will bei den Leuten. Viele, die diese Musik (wieder) hören fühlen sich super, fühlen sich in eine Zeit versetzt, wo man vielleicht unbeschwerter gelebt hat, fühlen sich in ihrer Kritik an bestimmten zeitgenössischen Umständen bestätigt.

Es gibt so vieles darüber zu schreiben. Ich für meinen Teil höre die DOORS seit ca 32 Jahren. Nebenbei höre ich auch Musik von Jefferson Airplan, Greatful Dead oder Quicksilver.

Liebe Grüsse
Sonja & Detlef


Dienstag, 16.01.2007
Bericht in englischer Sprache vom Gig der RIDERS in Zürich

RIDERS ON THE STORM Volkhaus, Zurich, Switzerland January 10, 2007
fan review by Alfredo

I arrived at Zurich around 4 p.m. and made my way to the concert location. The place is called "volkshaus" and the concert took place in a rather small concert hall, around 1500 people fit in.

Anyway, I thought that I could catch Ray and Robby before their soundcheck. I thought they could come around 5p.m., the concert was set for 8.30 p.m..
I found the stage entrance very easily and there was a semi glass door were I could see some shadows through inside the room. I knocked on the door and there came a nice lady. I asked her if ROTS had arrived, she said not yet. I said I was here because I wanted to ask for some autographs and maybe some fotos with the band. She said she had already worked for them on a previous European tour and that it could be difficult to get what i wanted. So I waited and waited and ... waited. Nada. Ray's brother was about the only person I saw around.

Later I had to get back to the train station where my friend would arrive. I thought damn, now I surely missed them! My friend and I went to eat something and have some beer and later went back to the stage entrance, it was about 7 p.m.. I asked the security guy who was now there if they had arrived, not yet! He told me they would probably rush in just right before the concert, so I gave up the idea of maybe meeting them before the concert. My friend and I went to the other side of the building and stood in the queue where people were already going nuts.

I managed to take my camera into the hall. the hall filled up pretty quickly and the mood was very peaceful. Then they finally started with the usual Carmina Burana intro. Man, I tell you, the Swiss audience was on fire! They opened with Roadhouse Blues and the place was already burning! Throughout the whole concert the ambience was just great and full of power. The band was extremely tight and rocked hardcore! Here's the set list (order not 100% right from song numbers 7-14):

1. Roadhouse Blues
2. Break On Through
3. Love Me 2 Times
4. When The Music's Over
5. Alabama Song
6. My Eyes Have Seen You
7. Spanish Caravan
8. The Changeling
9. 5 To 1
10. Waiting For The Sun
11. Eagle In A Whirlpool
12. Not To Touch The Earth
13. 21st Century Fox
14. Touch Me (dedicated to James Brown)
15. L.A. Woman

Encore 1
16. Riders On The Storm

Encore 2
17. Light My Fire

Ray introduced the band with "the Monster" Ty Dennis, the guy from Jamaica, Phil Chen, the best guitar player in the world Robby Krieger, and Ian Astbury on vocals. Robby then introduced Ray as the best organ player of rock n' roll.

As I have already said, the band was full of power and very tight. WTMO was done very good, 5 to 1 also (Ray dissing Bush and saying that Americans still had a lot to learn but that with the next president they would bring love and peace to the world - let's hope so; cool improvisation by Ian) and Riders had a great groove. Waiting For The Sun was nice to hear, but in my opinion it's not a good/easy live song. I'm used to the deep synthesizer effect and the live version yesterday was very "soft". Ian had some problems with the lyrics and timing on this one, maybe not enough live practice?

Ian did a good job, only negative thing was that he missed the beginning of the second verse of LMF, damn it! He already fucked up LMF when I saw them in Paris 2003. But I have to admit that they really improved since I have seen them twice in Paris 2003 (La Scene and Le Zenith). And what I also appreciated was that Jim was not the central focus. He was only named once before the Mr. Mojo Risin part in LAW where Ian shouted "this is for Jim" twice. There was no picture of him or something. I like that distance because they come off more as an individual band and it doesn't make you miss Jim that much :-)

All in all this was a superb concert and you could tell the band was having fun!! Ray did his foot-playing and Robby played some amazing solos. The mood was great and it was a very powerful concert!

thanks, Alfredo!

Danke an idafan für die freundliche Genehmigung zur Kopie für meine Internetpräsenz.

thanks, idafan


Freitag, 05.01.2007
RIDERS ON THE STORM

January 4, 2007
Heineken Music Hall in Amsterdam, The Netherlands


Heineken Music Hall in Amsterdam
/ Foto by Gernot W. Freudenberger


Veranstaltungstafel an der Hallenwand
/ Foto by Gernot W. Freudenberger


Amsterdam Ticket

Nachdem wir mehr oder weniger nach einem ausgiebigen Abendbummel mit Besuch des Hard Rock Cafes, einiger Kneipen und Restaurants aufgestanden waren, begaben wir uns in den Frühstücksraum unseres gebuchten Hotels City Garden, das relativ zentral in der Gegend des Hard Rock Cafes lag.

Ich als eingefleischter Frühaufsteher selbstverständlich schon gestriegelt und gebügelt wie immer. GRINS***!!!


"Zum schlafen habe ich genug Zeit im BIG SLEEP!"
/ Foto by Jerry (Was Recht ist soll Recht bleiben!)

Nach einem Besuch des bekannten Flohmarktes auf dem Waterloo Plain besuchte ich gestern Abend mit Jerry, dem Sänger und Tuncay, dem Schlagzeuger von LIGHT MY FIRE aus Schweinfurt den Gig der RIDERS ON THE STORM in Amsterdam. Es war mein dritter Konzertbesuch der Band in Folge. Für Jerry und Tuncay war es die Premiere.

Nach dem Flohmarkt, auf dem ich mich fast zu Tode gefroren fuhren wir zum Gelände wo sich die Heineken Hall befinden sollte. Es war so ca.

Um 18:30 Uhr betraten wir die Heineken Music Hall die sich in einem riesigen Einkaufszentrum neben dem Fussballstadion von Ajax Amsterdam befindet.


Jerry + Tuncay
/ Foto by Gernot W. Freudenberger


Nach zwei Stunden stehen in vorderster Front
/ Foto by Gernot W. Freudenberger

Unser Vorhaben wurde in die Tat umgesetzt, einen Platz ganz vorne an der Bühne zu ergattern. Und wir hatten einen. Genau an der Absperrung und ca. 150 cm vor Ian Astbury. Ray und Robby zum Greifen nah. Nur - wie ja bei Konzerten inzwischen üblich - konnte ich nur Bilder mit Helgas Digicam schiessen, die Jerry in der Unetrhose mit in die Halle geschmuggelt hatte. Mit meiner Canon EOS 20D hätte ich keine Chance gehabt.

Nachdem wir zwei ein viertel Stunden auf unserem Platz ausgeharrt hatten und die Halle sich zwischenzeitlich auch recht gut gefüllt hatte, erklang um 21:15 Uhr das inzwischen zur Hymne der Band gewordene Intro von Carl Orffs 1937 geschriebenem Carmina Burana. Und dann standen sie vor uns. Zwei Legenden. Ray Manzarek und Robby Krieger. Zwei Kultfiguren der Rockgeschichte und der ehemalige englische Frontman Ian Astbury der Band the CULT. Und wie auch schon 2004 in Bonn und im April 2006 in Frankfurt, legte die Band mit Roadhouse Blues los.


Der Mann des Abends
/ Foto by Gernot W. Freudenberger

Nicht nur die Zuschauer in der Heineken Music Hall, auch wir, sahen an diesem Abend einen überragenden Ian Astbury, der eine überzeugende Leistung bot, auch wenn er sich bei zwei Songs das "Vergnügen" leistete, den Einsatz zu verpassen.

Auch auf die Gefahr hin, dass mich jetzt wieder fast die gesamte deutsche DOORS Scenen steinigt, Ian Astbury ist nicht nur für mich ein überzeugender Interpret des Testamentes eines Jim Morrison und der DOORS.


Der Mann mit der Gibson SG - Robby Krieger / The DOORS
/ Foto by Gernot W. Freudenberger


Gruß an Jim Morrison und James Brown - Ray Manzarek / The DOORS
/ Foto by Gernot W. Freudenberger

Wie es Tuncay nach dem Konzert bei einer Cola als "nicht-so-eingefleischter-Doors-Fan" richtig feststellte, Ray und Robby haben Kultstatus. Das wissen sie. Und nachdem sie mehr oder weniger jahrelang im Schatten ihres - fast übermenschlich zu nennenden - Leadsingers Jim Morrison gestanden haben, geniessen sie heute ihren Stellenwert als Giganten einer gigantischen Band. Robby nudelt auf seinem Griffbrett und Ray macht den musikalischen Clown mit Sprüchen und dem Spielen der Orgel mit seinem Fuß. Das soll jetzt in keiner Weise die Band "zerschmettern". Weit gefehlt. Ich bin DOORS Fan seit nunmehr fast 40 Jahren. Und den Status, den die Band in meinem Herzen besitzt, lass ich mir auch nicht nehmen. Das Konzerrt war super. Ohne Frage. Aber super war an diesem Abend auch ein Sänger, den gerade die deutschen Fans in ihrer Mehrheit gnadenlos niederprügeln. Und meistens bekommt man noch nicht mal eine Antwort auf das warum.


Ray zeigt seine Socken und Gelenkigkeit
/ Foto by Gernot W. Freudenberger

Überragend war Ian Astbury, der, gerade wegen seiner Art die DOORS Songs zu singen, an diesem Abend mehrmals die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zog, ohne sich dabei in den Vordergrund zu schieben und in der Sonne zu baden.

Ich habe es nach Bonn gesagt und ich werde es immer wieder sagen: für mich haben Ray und Robby den passensten Interpreten am Mikrofon verpflichtet.

Jim würde sich NICHT in seinem Pariser Grab umdrehen, wenn er Ian sehen und hören könnte, wie es der Sänger von Changeling nach dem Frankfurt Gig letztes Jahr formulierte.

Ich bin der felsenfesten Überzeugung, das Ray und Robby die richtige Entscheidung getroffen haben, als sie Ian die Mitteilung überbrachten: "You are the singer!"
Und - Gott sei Dank! - stehe ich mit meiner Überzeugung nicht allein.
Gernot W. Freudenberger / Webmaster

Anmerkung:
Bilder vom Konzert HIER


Ian Astbury
* 14. Mai 1962 in Heswall, Cheshire; eigentlich: Ian Lindsay ist ein englischer Rocksänger.
Seine Karriere begann Anfang der 1980er Jahre mit der Band The Southern Death Cult. Die Band verwandelte sich personell und im Musikstil in die Band Death Cult, und später in The Cult, die dann zur erfolgreichsten British Hard Rock Band der späten 1980er und frühen 1990er Jahre wurde. Im Jahre 1996 gründete Astbury die Band The Holy Barbarians, die ein Album veröffentlichten (Cream), aber nicht sonderlich erfolgreich waren und sich später wieder auflösten.

Zusammen mit Ray Manzarek und Robby Krieger gründete er die The Doors Revivalband The Doors of the 21st century. Die Band wurde im Jahre 2005 aus rechtlichen Gründen in Riders On The Storm umbenannt

Former Cult singer Ian Astbury has insisted he's not "replacing Jim Morrison" now he's taken the job as new frontman of The Doors - despite their similar singing voice and appearance.

Astbury is angry the press have criticised his decision to front the seminal sixties band, but argues he's bringing his own brand of leadership and style into the reformed band - and he resents claims he's attempting to emulate the iconic late singer.

He sais: "I'm not replacing Jim Morrison. I'm not stepping into his shoes which has been said in some interviews. Jim Morrison's shoes are unfillable and I'm not trying to portray some wishy-washy, theatrical version of Morrison.

"I'm just being myself. It just so happens that my voice is baritone, it's in a similar register, and we may look a bit alike but I'm not there to emulate Jim Morrison."

And Astbury defends his decision to join The Doors, insisting it was an offer he couldn't refuse.

He added: "They seemed to think I was the right guy to fill the spot. I knew immediately that Morrison's spot was going to be a hot spot but with my stubborn nature I thought to hell with it. It's an opportunity. If I didn't do it I'd never know."


Ian Astbury

Ray Manzarek

Robby Krieger

Phil Chen


Ty Dennis


Sonntag, 23.04.2006
Gedanken und Eindrücke zum Riders on the Storm-Konzert
in der Jahrhunderthalle Frankfurt am 17.04.2006

© JLK April 2006

Mit einigen Tagen Verspätung will ich versuchen, meine Eindrücke von dem Konzert in Frankfurt niederzuschreiben. Ich musste meine Gedanken und Feelings als langjähriger Doors-Fan wirklich erstmal sacken lassen und sortieren.

Bis dato hatte ich mich strikt geweigert, ein Konzert der D21C oder jetzt der Riders on The Storm zu besuchen. Ich als absoluter Fan von Jim Morrison konnte mir die Band ohne Jim einfach nicht vorstellen. Und da auch noch John Densmore fehlte, was sollte ich bei so einer Rumpftruppe? Andererseits renne ich aber auch zu vielen Gigs von Doors-Tribute-Bands ... Also, denke ich da nicht verquer?

Von dem Konzert in Bonn im Juli 2004 hatte ich von meinen Freunden, die den Gig besucht hatten, nur Gutes gehört. Da stellte sich schon ein kleines Gefühl von Reue ein, selbst nicht dort gewesen zu sein. Und in den letzten 2 Jahren habe ich auch eine Menge Bootlegs gehört, wovon einige sehr gut rüberkommen.

Als dann der Tour-Plan für 2006 bekanntgegeben wurde, war mir sofort klar: ich fahre nach Frankfurt.

Am Tag vor dem Gig fand in Illingen/Saarland ein Doors-Festival mit sehr guten Tribut-Bands statt. Dies wollte ich und habe ich auch als Einstimmung für den Riders-Gig nutzen/genutzt.

Das Wochenende verbrachte ich bei meinen Freunden Gernot und Helga in Eddersheim, in der Nähe von Frankfurt.

Im Vorfeld hatten wir versucht, eine Fotogenehmigung während des Soundschecks zu bekommen. Das wurde vom Management knallhart abgelehnt. Also nahmen wir uns vor, schon am frühen Nachmittag zur Jahrhunderthalle zu fahren, um vielleicht einen Blick auf die Band oder gar Autogramme erhaschen zu können.

Nach kurzer Nacht machten Gernot und ich uns dann nach dem Mittagessen gegen 13:30 Uhr mit Fotokamera und DVDs der D21C auf den Weg zur Halle. Auf der Rückseite parkte der Tourbus. War die Band schon da? Auf jeden Fall hörten wir Doors-Songs aus den offenen, aber mit Vorhängen verhüllten Türen. Gernot fragte einen Sercurity-Man, ob die Band schon da wäre. Antwort: ja, einige ... Die zweite Frage ging nach einiger Zeit an jemanden mit Backstage-Ausweis. Auskunft: die Band beginnt zwischen 16 und 17 Uhr den Soundcheck. Die dritte Auskunft war dann, die Band sei nicht da, den Check machten die Techniker. Wir waren ziemlich durcheinander: was glauben, was stimmt? Jedenfalls waren wir schon ganz schön genervt...
Plötzlich fuhr ein verdunkelter, schwarzer Van die Rampe hoch, stoppte ca. 25 Meter von uns vor dem Hintereingang und die Band verschwand sofort in den Eingang...
Das wars dann wohl! Ich kam mir richtig wie ein Depp vor!

Wir waren noch unentschlossen. Sollten wir weiter warten oder aufgeben?
Doch dann entschieden wir uns, heim zu fahren, um uns frisch zu machen und um Helga abzuholen.

Vor 18:00 Uhr brachen wir wieder Richtung Frankfurt auf. Im Foyer der Jahrhunderthalle waren wir noch mit einigen Leuten verabredet, die nach und nach auch alle eintrafen. Unter anderem der Autor Kurt Friederichs (L.A. Woman – Anna, Jim Morrison und die andere Seite des Morgens). Ich bin froh und stolz ihn kennengelernt zu haben.

Bald wurde es aber Zeit, unsere Plätze aufzusuchen.
Von einigen Freunden hatten wir vorher verschiedene Eindrücke der vorigen Gigs in Aarhus, Dortmund und Amsterdam gehört. Das ging über einfach Klasse, gut bis hin zum ganz schlecht. Was würde stimmen?
Jetzt würde ich mir endlich einen eigenen Eindruck verschaffen können.
Mit einigem Herzklopfen setzte ich mich auf meinen Platz.

Alles was jetzt folgt ist mein ganz persönlicher Eindruck:

Die Veranstaltung bekann mit 30minütiger Verspätung. In dieser Zeit merkte ich, wie die Anspannung sich bei mir von Minute zu Minute steigerte. Dann, endlich ging es los! Die Lichter erloschen ein Intro erklang und die Riders on the Storm kamen auf die Bühne.
Wie alle anderen jubelte und klatschte ich wie verrückt.
Wie immer, das kannte ich schon von den Bootlegs, begannen sie mit Roadhouse Blues.
Alle anderen Titel siehe Setlist unten.
Kommentare zu den einzelnen Titeln möchte ich mir und den Lesern dieses Berichtes ersparen...
Nach den ersten zwei, drei Songs war ich schnell ernüchtert. Das waren nicht die DOORS, wie ich sie kannte und liebte.

• Ray Manzarek war ein Schatten seiner selbst. Er verlor sich in etlichen (schlechten) Intro auf seinem quietschenden Keyboard, benahm sich sehr arrogant und störte den Sound mit fast unerträglichem uhuuu.huu...huhu Rufen oder wie man es immer nennen soll.
• Ty Dennis ist ein passabler Rockschlagzeuger – aber das wars auch.
• Ian Astbury ist eine ganz schlechte Kopie von Jim geworden. Nicht nur seine Bewegungen, sein Outfit erinnerte an Jim. Ian hat einfach kein Charisma, keine Ausstrahlung.
• Angelo Barbera ist ziemlich unscheinbar und ich habe zu ihm, ehrlich gesagt, keine richtige Meinung.
• Robby Krieger gehört in die absolute Weltspitze. Ein Gitarrist, der seinesgleichen sucht.

Alles in allem war die Band auch viel zu laut. Vieles war übersteuert, der Sound manchmal kaum zuerkennen.

Es hört sich jetzt so an, als wenn für mich alles negativ war. Das ist nicht so! Es gab auch für mich einige Highlights:

• Als Robby und Ray die Bühne betrat, liefen mir Schauer über den Rücken. Ein unvergleichbares Gefühl.
• Das Intro zu Touch Me, das Ray hervorragend spielte. In der ersten Minute dachte ich, es handelt sich um einen neuen Song, bis dann die gewohnten Klänge anfingen.
• Der neue Song Eagle. Ein wahnsinnig guter Rocksong mit viel Power. Das war auch der einzige Song, bei dem mich Ian Astbury total überzeugte. Mehr davon! Und vielleicht kommt doch noch einmal die versprochene neue CD?
• Robbys einmalige und fabelhafte Leistung an der Gitarre
• Und natürlich Robby und Ray ganze 80 Minuten auf der Bühne zu sehen.

Spontan habe ich zu Helga nach dem Konzert gesagt, es hätte mir zu 98% gefallen. Das muss ich im Nachhinein aber revidieren. Ich stand immer noch unter Anspannung, war fasziniert von Robby, war happy, zwei Ur-Doors noch einmal live erleben zu dürfen. Aber auch Emotionen kühlen ab und ich denke, der obige Bericht spiegelt meine wahren Gedanken wieder. Und wie schon gesagt, es ist meine persönlich Sicht des Erlebten.

Ich weiß inzwischen, dass viele Leute so oder ähnlich denken, andere total gegensätzlich. Aber das sollte auch jeder für sich entscheiden.

Fazit
Ich habe meinen Besuch trotz meiner negativen Kritik nicht bereut. Es war trotz allem ein einmaliges Erlebnis, das mir immer in Erinnerung bleiben wird. Sollten die Riders on the Storm noch einmal auf Europa-Tournee kommen, werde ich wohl wieder hingehen. Ganz bestimmt, sollten sie eine neue CD im Gepäck haben.

Ansonsten fühle ich mich in meiner Aussage, Riders on the Storm sind eine Tribute-Band, bestätigt. Sie sind nicht mehr und nicht weniger und reihen sich in der Palette von guten und schlechten Cover-Bands ein, mit dem großen Vorteil, dass sich zwei Ur-Mitglieder in der Crew befinden.

Nach dem Konzert trafen wir uns noch mit unseren Bekannten im Foyer auf ein Getränk. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, um was es bei den Gesprächen in der Hauptsache ging?

Dann ging es irgendwann gegen Mitternacht zurück nach Eddersheim, am nächsten Tag dann Richtung Hamburg.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch noch bei Gernot und Helga bedanken, bei denen ich drei Tage verbringen durfte. Es war mit Euch ein tolles Wochenende. Danke!


Donnerstag, 20.04.2006
The RIDERS ON THE STORM in Frankfurt
(c) by Gernot W. Freudenberger, Montag, 18. Juli 2006

SETLIST:
Jahrhunderthalle - Frankfurt, Germany
April 17, 2006

O Fortuna intro
Roadhouse Blues
Break On Through
Love Me Two Times
When The Music's Over
Alabama Song
Back Door Man
Five To One
Spanish Caravan
Peace Frog
21st Century Fox
Moonlight Drive
Wild Child
Eagle In The Whirlpool
Touch Me
L.A. Woman

Encore (Zugabe) #1
Riders On The Strom

Encore (Zugabe) #2
Light My Fire

Nach Berlin und Dortmund kamen die STURMREITER am Ostermontag, 17. April 2006 auch in die Jahrhunderthalle des Frankfurter Stadtteils Höchst.

Mittags fuhren wir - mein Freund JLK aus Hamburg und ich - zur Halle, um eventuell ein paar Fotos mit der Band zu schießen oder ein paar persönliche Autogramme zu ergattern. Dazu hatten wir extra unsere DVD's der DOORS of the 21st CENTURY (wie sich die Band vor der von John Densmore gerichtlich erzwungenen Namensänderung nannte) mitgenommen. Im Backstagebereich der Halle stand der Materialtruck, der einem gigantischen Flyingcase glich. Unten an der Zufahrtsstrasse der Halle stand der Tourbus mit englischem Kennzeichen. Aus der Halle klangen Musikfetzen, die wir beide als typischen Sound der RIDERS identifizierten.

Ich fragte einen Ordner, ob die Band schon beim Soundcheck sei. Er meinte, dass nur ein Teil der Band da sei. Ein Stagehelfer gab mir dann wieder zur Antwort auf selbige Frage, dass von der Band noch niemand anwesend sei, sondern der Soundcheck zu dieser Zeit allein von den Technikern der RIDERS ON THE STORM gefahren werde. Ein dritter Typ (freundlicher + mindestens über 100 Kilo schwerer Farbiger mit freundlichen Augen) meinte dann noch, dass von der Band NIEMAND anwesend sei, sondern diese erst gegen 16:00 - 17:00 Uhr zum Soundcheck erwartet werde. Später stellte sich dieser Typ als Merchandising-Verkäufer heraus, der in der Halle an einem Stand T-Shirts der RIDERS für 25 EUR (oder nach alter Rechnung 50,00 DM !!!) an den Mann und die Frau brachte. Nicht nur ich fand das schlicht und einfach WUCHER.

Nun gut, was nun machen, denn ein Blick auf meine Uhr zeigte erst ca. 13:30 Uhr an. Sollten wir heimfahren, dann ärgerten wir uns bestimmt über die vertane Chance. Blieben wir; keine Ahnung wie lange es dauern würde. Der T-Shirt-Verkäufer hatte noch gemeint, dass wir uns an Rick, den Stagemanager halten sollten. Er hätte einen grauen Bart und einen Irokesenschnitt. Als nun ein älterer Mann aus der Halle kam, mit grauem Schnurrbart, grauen langen Haaren, die zum Pferdeschwanz gebunden waren und im Tourbus verschwand, hatten auch JLK und ich sofort erkannt, das wir diesen Rick eben verpaßt hatten. Gegen 16:00 Uhr begann dann der Busfahrer die Scheiben des Busses zu säubern, sein Navigationsgerät einzustellen (so kam es mir zumindest vor) und bearbeitete dann sein Notebook. Ca. 16:30 Uhr kamen dann die Stagehands aus der Halle und begannen mit einem Fußballspiel und es sah aus, als würden die Mitglieder der Band jeden Moment aus der Halle kommen, in den Tourbus steigen und nochmals bis zum abendlichen Auftritt ins Hotel fahren.

Gegen 16:45 Uhr kam dann ein schwarzer Van mit Hamburger Kennzeichen die Auffahrt entlang, fuhr die Rampe zur Halle empor und hielt direkt einen Meter vor dem Zugang zu den Garderoben. Und nun brauche ich ja euch allen nicht die Frage zu stellen wer aus diesem Fahrzeug ausstieg. Ja, es war die komplette Band: Ray Manzarek, Robby Krieger, Ian Astbury, Ty Dennis und Angelo Barbera. Ehe wir es richtig kapiert hatten waren sie auch schon im Inneren der Halle verschwunden. Mit wehenden Fahnen und riesig erfreut machten wir uns wieder nach Hause, um uns umzuziehen und meine Frau Helga abzuholen, die mit auf's Konzert kam.

Gegen 18:00 Uhr fuhren wir dann wieder zur Jahrhunderthalle, die von unserer Wohnung ca. 10 - 15 km entfernt ist. Um 18:30 Uhr wurde die Halle geöffnet. Im Foyer trafen wir uns dann noch mit unseren Freunden Rosi und Jürgen aus Frankfurt und deren guten Bekannten Hans. Wir trafen auf Kurt Friedrich, den Autor des Romans L.A. Woman - Anna, Jim Morrison und die andere Seite des Morgens. Wir trafen auf den Sänger der Gruppe CHANGELING, auf Thomas (im Forum nennt er sich werbaer) aus einem Ort bei Kaiserslautern. Wir trafen auf Sabine, die eine lange schlaflose Nacht hinter sich hatte und direkt aus Illingen angereist war, auf Marco von STONED IMMACULATE und einige mehr.

Um kurz vor 20:00 Uhr begaben wir uns dann zu unseren Plätzen, denn um diese Zeit sollte der Gig der RIDERS beginnen. Aber es gab eine Verzögerung aus mir unbekanntem Grund.

Punkt 20:30 Uhr ging dann das Licht aus, das Intro von Carl Orff's Carmina burana erklang, die Band betrat unter frenetischem Jubel der Zuschauer in der sehr gut besuchten Halle die Bühne und los ging es mit Roadhouse Blues, wie bei fast allen Konzerten der Band. Auch seinerzeit in Bonn war es der Eröffnungssong.

Es ging Schlag auf Schlag und ehe ich mich recht versah war das Konzert nach zwei Zugaben auch schon zu Ende. Ich hatte die fast zwei Stunden wie in Trance erlebt und die Zeit in keiner Weise gespürt.

Zum Konzert selbst:
Negativ:
1.
die Band war tierisch laut und ich fand sie seinerzeit in Bonn besser, freundlicher und agiler.
2.
Ray brachte fast die gleichen Sprüche wie in Bonn und auf den viele Bootleg-CD's, die ich inzwischen von der Band besitze. Auch sein Statement über die amerikanisch Regierung und Mr. George Bush war identisch.
3.
Ein Fan, der vor der Bühnenabsperrung vor Manzarek stand, ließ von einem Ordner eine LP zum Signieren vor Ray auf den ausgelegten Teppich legen. Nach Ende des Titels stand Ray auf, hob die LP vom Boden auf und schleuderte sie wie einen schmutzigen Lappen ins Publikum. Der Fänger der LP hat sich bestimmt gefreut, denn man konnte nicht erkennen, um welche LP es sich handelte und ob sie einen materiellen oder persönlichen Wert darstellte. Aber Ray hatte sie - die LP - in SEINEN Händen gehalten. Fuck off! Ich fand das peinlich und ziemlich arrogant vom Keyboarder und Mitbegründer der ehemals legendären DOORS.
4.
Vielleicht sollten sie einfach mehr Wert auf ihre eigenen und neuen Songs als Band legen und vielleicht nur ab und an noch einen DOORS-Song spielen. Ich denke, die Zeit ist abgelaufen und es bekommt alles nur noch so einen tierisch kommerziellen Abklatsch.

Ja, auch wenn es jetzt einige wundert, aber es ist meine Meinnung. Habe gestern Abend auch zu Helga gesagt, dass das in Bonn alles ganz anders war. Ganz neu. Ganz wahnsinnig beeindruckend und geil. Dazu dannn das Ambiente in Bonn: teilweise Open Air weil das Bühnendach so weit nach vorn gezogen war und die meisten Zuschauer im Trockenen standen, als bei dem Song Riders on the storm der Himmel seine Schleusen öffnete und Jim aus dem Nirvana zu grüßen schien. Die Lautstärke war angepaßter (vielleicht und gerade weil es in keiner Halle, keinem Saal stattfand und sich der Sounddruck im Freien verlor. Alles war neu: die Show, die Ansagen, die Sprüche, die Erklärungen, die Band. Und in Frankfurt am Ostermontag war es fast nur eine Wiederholung. Im Nachhinein wäre es vielleicht besser gewesen, ich hätte sie mir nicht ein zweites Mal angesehen, um die erste Erinnerung von 2004 nicht auf "wacklige Beine" zu stellen. Aber andererseits werde ich sie mir wahrscheinlich auch ein drittes Mal ansehen, wenn sie doch noch mal bei Vorstellung ihrer geplanten CD und neuen DVD nächstes Jahr auf Tour gehen.

Positiv:
1.
Ian war stimmlich besser als seinerzeit in Bonn, mußte sich aber wegen der enormen Lautstärke ganz schön die Seele aus dem Leib brüllen. Außerdem finde ich IAN Astbury eh geil als Sänger und kann diese ganze Scheiße der angeblichen deutschen DOORS Fns nicht mehr hören und vor allem auch nicht verstehen, die alles, aber auch alles an Iab zerreißen und absolut kein gutes Haar an ihm lassen.
2.
die Band spielte einen ihrer neuen Songs "Eagle in the wirlppol", der mir sehr gut gefiel

Alles in allem ein nettes Konzert und in Bonn fand ICH sie deutlich besser.

Allgemein:
1.
Für mich sind die DOORS am 03. Juli 1970 mit dem Tod von Jim Morrison gestorben. Punkt!
2.
Für mich ist das eine neue Band mit zwei Mitgliedern der Originalbesetzung. Punkt!
3.
Für mich werden Ray und Robby wissen, warum sie sich ausgerechnet für Ian Astbury als Sänger entschieden haben. Punkt!
4.
Für mich haben sich Ray und Robby auch für Ty Dennis an den Drums entschieden, der ein tierisch guter Rockdrummer ist, aber für die Songs der DOORS meines Erachtens zu hart und powerfull spielt. Punkt!
5.
Für mich hat sich Ray gegen den FENDER Rhodes Keyboard Bass entschieden und sie haben den Bassisten Angelo Barbera in die Band geholt, ein wirklich guter Mann. Punkt!

Es nützen auch die zum zigtausenden Mal geführten Diskussionen nichts an der Tatsache, ob sich Jim heute im Grab rollen würde, wenn er das sehen und hören könnte, wie es der Sänger von CHANGELING - Erik Klingenberg - nach dem Konzert JLK mitteilte, nachdem Jürgen ihn nach seiner Meinung fragte. Es nützt auch nichts immer wieder die Frage zu stellen, ob ein anderer Sänger besser gewesen sei oder nicht.

Ich für meinen Teil habe nach dem Gig in Frankfurt das Gefühl, dass Ray und Robby nach einem Titel von Frank Zappa handeln: We're Only in It for Money.

Sorry an alle, die anderer Meinung sind.
Sorry an alle, die einen anderen Bericht von mir erwartet haben, aber ich habe mir extra bis heute mit meinem Bericht Zeit gelassen, denn er sollte so neutral als möglich sein und nicht durch die rosa Fanbrille geschrieben werden, die ich sonst sehr oft auf hatte und habe. Ich denke auch, dass JLK etwas erstaunt über diesen Bericht sein wird. Aber ich werde es von ihm erfahren.

Alles in allem:
Doorslieder gehört.
Einem immer besser werdenden Robby Krieger gelauscht.
Knapp zwei Stunden trotzdem in Trance gewesen. Aber vielleicht lag das auch am Tabak...

Ca. 00:15 Uhr waren wir dann wieder zu Hause, nachdem noch ein paar "heiße Diskussionen" im Foyer geführt wurden.


Gänsehaut mit Rockrebellen von einst
"Riders On The Storm" in Frankfurt


Ray Manzarek, Robert Krieger und der neue Frontman Ian Astbury (l.-r). Die Band geht über 30 Jahre nach dem Tod ihres früheren Sängers Jim Morrison auf Tour.
Ray Manzarek, Robert Krieger und der neue Frontman Ian Astbury (l.-r). Die Band geht über 30 Jahre nach dem Tod ihres früheren Sängers Jim Morrison auf Tour. (Bild: dpa)
"The Doors" waren weltweit eine der erfolgreichsten Rockbands. Heute lassen Ray Manzarek und Robby Krieger, Gründungsmitglieder der ehemaligen Kultband, zusammen mit "The Cult"-Sänger Ian Astbury, die Musik der "Doors" wieder aufleben.

Die legendäre US-Rockband "The Doors" wurde 1965 von Jim Morrison und Ray Manzarek am Strand von Venice Beach (Kalifornien) gegründet. Die Anfänge waren alles andere als leicht. Zunächst traten sie als Vorbands auf (unter anderem von „Sonny and Cher“) oder verschönerten Geburtstagsfeiern und Hochzeiten mit ihrer Musik. Doch dann unterschrieben sie einen Vertrag bei Columbia, die damals auch Künstler wie Bob Dylan unter Vertrag hatten. Zwichen 1966 bis 1971 veröffentlichten sie sechs Langspielplatten. Der Song „Light My Fire“ (1967) wurde zum internationalen Erfolg und The Doors waren aus dem Musikmarkt nicht mehr wegzudenken. Weltweit gefeiert, fand die Band ein schmerzliches Ende: Sänger Jim Morrison, berüchtigt für seinen exzessiven Alkohol- und Drogenkonsum, verließ 1971 die Band und ging nach Paris, wo er 1971 unter nicht geklärten Umständen im Alter von 27 Jahren starb. Er ertrank in der Badewanne seines Appartments. "Herzversagen" lautete die offizielle Diagnose. Noch heute ist sein Grab auf dem berühmten Friedhof Père Lachaise Pilgerort für seine Fans. Durch seinen mysteriösen Tod avancierte Morrison zu einer der größten Rocklegenden aller Zeiten. Nach seinem Tod brachten "The Doors" noch zwei Alben heraus, konnten aber nicht mehr an den vorherigen Erfolg anknüpfen. Im April 1973 löste sich die Band auf.

Im Jahr 2000 fanden die überlebenden Doors-Mitglieder erstmals wieder zusammen. Doch erst zwei Jahre später gingen die Doors - mit Ian Astbury von der 80er-Jahre-Kult-Band "The Cult" zunächst in den USA wieder auf Tournee. Im Jahre 2004 folgte eine Welttournee. Heute heißen sie "Riders on the Strom", weil ein Gerichtsbeschluss Manzarek und Krieger auf Betrieben der Eltern Jim Morrisons die Benutzung des Namens „The Doors“ und des Doors-Logos verbietet.

Doch all dies stand dem gegenwärtigen Erfolg der neuen Band nicht im Wege. In den letzten Jahren spielte „Riders On The Storm“ bereits vor einem Millionenpublikum, fast alle Bühnenshows waren ausverkauft. Für die jetzige Tour haben sie nur wenige Auftritte in der ganzen Welt eingeplant, darunter drei in Deutschland.

Die Musik unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von den einstigen "Doors"-Klängen. Wer Jim Morrison vermisst, wird durch die Performance von Ian Astbury überrascht: sie ist fesselnd und wird durch die Brillanz und Virtuosität von Manzarek und Krieger bestens angeheizt. Die Musik ist, wie früher, voller Energie und rockig; ein paar unerwartete Elemente haben Riders On The Storm neu verarbeitet. Die Band setzt auf Improvisation und obwohl sie alte Titel spielt, gleicht kein Konzert dem anderen.

(nrc)
Stand: 14.04.2006
(Quelle: HR Online.de)


Dienstag, 18.04.2006
Monika trifft die RIDERS ON THE STORM in Dortmund

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Donnerstag, 13.04.2006
Kai Royal Sperm in Dänemark bei RIDERS ON THE STORM
Kleiner Bericht vom Riders On The Storm Konzert in Aarhus/DK vom 09.April 2006:

Voller Vorfreude und mit meinem "mächtigen" Rucksack(siehe Gernots Feast Of Friends Beitrag 2005) machte ich mich Mittags auf den Weg nach Aarhus.Kurz hinter der Grenze in Padborg stiegen die ersten Doors-Fans zu und nach relativ kurzer Zeit tranken wir unser erstes gemeinsames Heineken Bier und unterhielten uns über die Doors/Riders On The Storm.

In Aarhus ankekommen und nach kurzem Eincheken in einem einfachen "Bed & Breackfast" Hotel (einen besonderen Dank an Per Eichhorn) machte ich mich dann endlich auf den Weg zum Train.Das Train ist derzeit die bedeutenste Konzerthalle/Discothek in der Stadt. Nett gebastelte pyschedelische Gegenstände hingen von der Decke des Konzertraumes herab und verschaften dem Train an diesem Abend ein richtig einmaliges Ambiente.Was ich leider vermisste war ein Fanartikel-Shop oder ähnliches der Riders On The Storm oder gar die Möglichkeit auf diesem Wege Doors-Items vom Label Bright Midnight erwerben zu können.

Kurz vor 21:00h öffnete sich der Vorhang und ein dichter Nebelschleier machte eine Sicht auf die Bühne schier unmöglich,aus den Boxen war in voller Lautstärke das "obligatorische" Carmina Burana zu hören.Im nächsten Moment kam die Ansage "Ladies and Gentleman!From Los Angeles,Carlifornia,The Riders On The Storm,here are The Doors"und zwar von Ray Manzarek höchstpersönlich!!!

Die Band eröffnete das Konzert mit Roadhouse Blues,als Drummer war wie schon beim Konzert in Bonn 2004 Ty Dennis dabei.
Ian Astbury trug einen Bart und war fantastisch aufgelegt.Sein Gesangspart war um Welten besser als in Bonn,oder den unzähligen Bootlegs,die ich im Laufe der letzten Zeit von den damaligen 21st Century Doors gesammelt hatte.
Es folgte eine dieser unbeschreiblichen Eröffnungen von Ray Manzarek am Piano bei dem zweiten Lied an diesem Abend Break On Through,einfach Klasse.
Daurauf folgte When The Music`s Over,auch hier wurde jeder Part von jedem Einzelnen bis in kleinste Detail ausgereizt.

Das Train war sehr gut besucht,aber nicht ganz ausverkauft.Später wurde noch die genaue Zuschauerzahl durchgegeben,es besuchten 819 Doors-Freunde diesen geilen Gig der Riders On The Storm.
Es folgte das Medly:Alabama Song/Back Door Man/Five To One.Die Band forderte das Publikum den Vers "Get Together One More Time" im Lied Five To One bestimmt 10mal dazu auf diesen mitzusingen.
Nun machte Ian Astbury Platz und Robby Krieger spielte sich das erste mal an diesem Abend so richtig ins Rampenlicht.Er brillirte,wie zu besten Doors Zeiten(z.B. Roundhouse England 1968) mit den wunderbaren Einleitung von Spanish Caravan.
Ian Astbury sprach nach diesem Song mit dem Publikum,wärend Ray Manzarek am Piano gutgelaunt ein Turbog Bier trank,und kündigte ein neues Lied an,das den Namen Eagle In The Whirlpool hatte.Robby Krieger hatte es geschrieben und es ist ein eher jazziger Song,der auf Robby Kriegers Gitarrenspiel zugeschnitten ist.Sehr,sehr guter Song.
Ohne Ansage folgte Peace Frog,mit einem herrlichen "Blood In The Streets" Refrain,in der das Publikum wieder intensiv von der Band aufgefordert worden wurde, sich mit in dem Song einzuklinken.
Erst nach diesem Konzert wurde mir bewusst,daß was jetzt folgen würde, für mich das absolute Highlight dieses genialen Konzertes dastellen würde.Diesemal kündigte Ray Manzarek den Song an,mit dem Hinweis,daß die Riders On The Storm nach dieser Tournee eine Studio-LP aufnehmen werden und der folgende Song darauf zu finden sein wird.Es folgte ein bluesiger Song.Der Titel lautete Forever.Dieser Song,in dieser Form und auch mit der Stimme von Ian Astbury hat mich wirklich von den Socken gehauen.
Nach einer kleinen Pause und ein weiteres Bier für Ray Manzarek folgte Wild Child und Touch Me.Bei Touch Me hörte Ray Manzarek nicht mit der Eröffnung am Piano auf und sowohl Robby Krieger,Ian Astury&Ty Dennis schauten fragend auf Ray Manzarek,der mit gesenktem Kopf am Piano saß und spielte und spielte.Das Publikum konnte sich das Lachen nicht verkneifen.

Danach bedankte sich die Band für die "beautiful crowd".Die ganze Halle forderte eine Zugabe.Nach kurzer Zeit kam die Band zurück und spielten eine sehr schnelle und ausgedehnte Version von L.A. Woman und Riders On The Storm folgte zugleich.

Als kröhnenden Abschluß präsentierte die Band dann noch eine phantastische Wiedergabe des Songs Light My Fire,in der Ray Manzarek im Stile von Jerry Lee Lewis mit den Füßen Sein Piano bearbeite.Das Train bebte bei der dann folgenden Verabschiedung der Riders On The Storm.

Dieser einmalige Abend wurde noch mit einem Ray Manzarek Autogramm auf meiner Maxi CD "Ghost Song" und einem Robby Krieger Autogramm auf meiner CD "No Habla" ergattern konnte abgerundet.
Wünsche ALLEN Besuchern von der restlichen Tour der Riders On The Storm auf diesem Wege ein ebensolches Konzert-Highlight,wie ich es im Train in Aarhus/DK hatte.

Gruß Kai

Ps:Bilder folgen in Kürze



Sonntag, 18.07.2004
The DOORS of the 21st Century live in Bonn
(c) by Gernot W. Freudenberger


(c) Collage by Uwe Huhn

SETLIST:
Museumsmeile - Bonn, Germany
July 17, 2004
(Phil Chen on bass)

Roadhouse Blues
Break on Through
When The Music's Over
Riders On The Storm
Love Me Two Times
Unknown Soldier
Moonlight Drive (includes Louie Louie/Horse Latitudes)
Wild Child
Alabama Song
Back Door Man
Five To One
Spanish Caravan
People Are Strange
Take It As It Comes
Not To Touch The Earth
Peace Frog
L.A. Woman
Touch Me
The Mosquito
Light My Fire

THE DOORS of the 21st Century nennt sich die Band, die von Ray Manzarek und Robby Krieger, den legendären Mitbegründern der noch legendäreren DOORS ins Leben gerufen wurde. Und diese neu formierte Gruppe gab am Samstagabend, 17.07.2004 in Bonn ihr einziges Deutschland Konzert. Der Gig war ein Open Air Konzert, und das Gute daran war, daß ein großer Teil der Zuschauer unter dem riesigen Vordach der Bühne im Trockenen stand. Denn passend zu dem Song RIDERS ON THE STORM zog ein tierisches Unwetter heran und lieferte den Klängen der Musik eine faszinierende Kulisse aus Sturm, Blitz, Donner und Regenguss.


(c) Foto by Uwe Huhn

Wie soll ich meine Gefühle beschreiben, als die Band die Bühne betrat? Wie soll ich ab und an Worte finden, um meine Seele zu beschreiben? Wie soll ich textlich darlegen wie es ist, wenn einem Gänsehaut kalte und heiße Schauer über die Haut treibt? Für mich war es DAS Konzerterlebnis. Und mir geht es nicht darum, dass da ein anderer Drummer den Takt vorgab und nicht John Densmore. Der hatte für mich seine Chance gehabt, in dieser Neuformation die "Schießbude" zu bedienen. Aber er zog es vor, schmollend und juristisch klagend gegen dieses Neubesetzung vorzugehen. Mir geht es auch nicht darum, dass Ray und Robby einen Bassisten eingestellt haben und Ray Manzarek die Bassläufe nicht mehr selbst auf seinen Tasteninstrumenten in die Welt jagt. Und mir geht es vor allem und alleinig nicht darum, dass ein gewisser Ian Ashbury jetzt das Mikrofon in seiner Hand hält und Songs präsentiert, die der für mich brillanteste Lyriker der Moderne JIM MORRISON zum großen Teil geschrieben und sie seinen Anhängern vorgetragen hat. Es ist richtig und es wäre vermessen eine Gegenbehauptung aufzustellen, Jim Morrison ist tot. Eingeschlafen, verreckt, am plötzlichen Herztod gestorben... Wer weiß die Wahrheit über sein Ableben in der Nacht vom 02. auf den 03. Juli 1971 in einem Badezimmer seiner Pariser Wohnung in der Rue Beautreilles Nr.17 wirklich? Niemand will diesem "wahnsinnigen " Poeten seine Anerkennung oder sogar sein Lebenswerk bestreiten, der schon in seinem Song Hyacinth House auf der in seinem Todesjahr, April 1971 veröffentlichten LP folgenden Text zum Besten gab:

I see the bathroom is clear - Ich sehe, das Badezimmer ist frei
I think that somebody's near - Ich glaube, jemand ist in der Nähe
I'm sure that someone is following me, oh yeah - Ich bin sicher, dass mir jemand folgt


(c) Foto by Uwe Huhn

Why did you throw the Jack of Hearts away? - Warum hast du den Herzbuben weggeworfen?
Why did you throw the Jack of Hearts away? - Warum hast du den Herzbuben weggeworfen?
It was the only card in the deck that I had left to play - Es war die einzige Karte im Spiel, die ich noch anspielen konnte

Hat er es gewußt? Hat er seinen Tod geahnt? Hat er damit um Hilfe geschrien? Nur er weiß es und hat die Antwort darauf mit in sein, von den Fans "geliebtes" und umlagertes, von der Pariser Verwaltung gehaßtes, Grab genommen. Niemand will am Lichtkranz dieser einmaligen Aura kratzen. Niemand! Und niemand wird es jemals schaffen. LizardKing aus Hamburg beantwortete mir einmal meine Frage nach seiner Meinung zu the DOORS of the 21st Century sinngemäß da mit: ich schaue sie mir nicht an, denn für mich sind die DOORS mit dem Tod von Jim Morrison als Band gestorben. Und es gibt niemals mehr Jim. Richtig, lieber Jürgen, voll Deiner Meinung, aber, egal ob sie die Neuformation wegen der Kohle gegründet haben oder aus tiefer Überzeugung, da scheiße ich persönlich drauf. Für mich zählt allein die Tatsache, dass sie da mit die Musik der DOORS einem noch größerem Publikum präsentieren und sie auch mit ihren unverwechselbaren Akkorden einer ganz neu herangewachsenen Generation in die Seele treiben. Und da ist noch ein Aspekt, der mir am Samstagabend diese Schauer über meine Seele jagte. Dieser Ray Manzarek persönlich traf 1965 an einem geilen? verregneten? sonnigen? Tag am Strand von Venice in Kalifornien auf einen Typen mit langen Haaren und etwas schüchtern (nicht verklemmt), der ihm erzählte, dass er Songs und Lyrik schreibe. Und dieser junge Mann sang ihm nach mehrmaliger Aufforderung einen seiner selbst geschriebenen Songs vor, dem er später den Titel MONLIGHT DRIVE gab. Ray war weg. Ray ging auf eine innere Reise. Ray traf der Blitz der Erkenntnis und er sagte den, für mich persönlich zumindest, genialen Satz der Rockgeschichte: Wow, Mann, laß uns eine Band gründen und 1 Million Dollar verdienen. Sie haben beides erreicht. Sie haben eine Band gegründet namens The DOORS und mehr als 1 Million Dollar verdient. Aber was mich an diesem Satz noch mehr beeindruckt ist die Wahrheit die Ray in seine Worte gelegt hat. Er hat damals schon von einer Band gesprochen und vor allem auch - verdammt noch mal!!! - davon, mit dieser auch Geld zu verdienen. Also finde ich es auch nicht schäbig, dass zwei Mitglieder dieser einmaligen Kultband eine Neuformation gründeten. Aber wie gesagt ist es meine individuelle Meinung. Und nur die meinige... Und noch eins: diese Worte gehen NICHT gegen LizardKing oder eine andere Person.

Zu Ian Ashbury folgendes: es kam mir bei dem Gig der DOORS of the 21st Century nicht so vor, als müßte er Jim darstellen. Ich bin mir sehr sicher, dass Ian ganz genau weiß, dass er es nie kann. Jim war Jim und Ian ist Ian. Toll von ihm fand ich, mit welchem Respekt er Ray und Robby die Stage überließ und der audience immer und zu jeder Zeit das Gefühl gab: He, peoples, Ich bin NICHT der Star an diesem Abend. Auch wenn seine Frisur ähnlich ist, seine Kopfbewegungen bei manchen Songs an den in Paris in einem 4 Meter tiefen Grab liegenden Ex-Frontman erinnern. Für mich war Ian gut, rücksichtsvoll und sich seiner gigantischen Aufgabe voll bewußt. Irgend wie war es für mich eine Verbeugung vor dem genialen Charisma eines James Douglas Morrison...


(c) Foto by Uwe Huhn

The Doors in Concert?
Wird der Mythos neu gegründet?
Verrat an Jim?

(c) by Uwe Huhn


(c) Foto by Uwe Huhn

NEIN - Meine Erwartungen an den Abend waren klar - ich wollte Ray und Robby sehen. Und es hat sich gelohnt. Wir sind gegen 18.30 Uhr durch den Eingang der Museumsmeile gegangen und mußten eine Weile wegen meiner Kamera diskutieren, denn man wollte keine "Profi-Aufnahmen" aus dem Publikum. Aber wir hatten Glück und so konnte ich einige Bilder machen. Zu unserer Freude sind auch einige Mitglieder des Fanclubs der Seelenküche angereist.


(c) Foto by Uwe Huhn

Kai, Gernot und Helga, die ich hiermit grüße waren auch gekommen. Ca. 19.30 Uhr betrat die Band unter unglaublichem Jubel die Bühne. Roadhouse Blues - leider etwas zu leise für meinen Geschmack (die Bonner Beamten wollten nicht gestört werden).


(c) Foto by Uwe Huhn

Man merkte schnell, daß die Jungs unglaubliche Spielfreude hatten. Die Show war auch ganz auf Ray und Robby zugeschnitten. Mehr Solos als in alten Doors-Zeiten. Robby war unglaublich gut. Nichts zu spüren, daß er fast 60 ist. Ray, der die 60 schon einige Jahre überschritten hat, war auch optisch noch recht "jung" geblieben.

Nach Roadhouse Blues, Break on through / Dead Rat Dead Cat, und When the Music’s over war Riders on the Storm an der Reihe. Die ersten Töne wurden gespielt und dann öffnete sich der Himmel. Sowas kann man nicht planen und ob es ein Zufall war sollte jeder für sich entscheiden, aber ein gewaltiger Donner und Regen setzte ein. Es war wie auf der Studio-Aufnahme. Einfach mystisch.

Nun will jeder, der nicht da war natürlich wissen, wie der Sänger war. Kein Ersatz für Jim, das ist klar. Er hat versucht sein Bestes zu geben, auch optisch, aber es ist jedem klar, daß man Jim nicht ersetzenkann. Es muß verdammt schwer sein, sich auf die Bühne zu stellen und zu wissen, daß das Publikum genau diese Gedanken hat. Es gab zwei Gelegenheiten, die ich sehr toll fand. Er hat nicht gesungen - "I am the Lizard King, I can do anything" sondern "Jim Morrison is the Lizard King, Jim can do anything" und bei L.A.Woman hat er gesagt, das ist für Jim : Mr. mojo rising... Mr. mojo rising... und 5000 Leute haben Mr. mojo rising...Mr. mojo rising.. gerufen - Wahnsinn!!!

Nach 2 Stunden ging die Band zum ersten mal von der Bühne. Nicht lange - Zugabe war angesagt. Touch Me und Mosquito, der einzige Song aus der "Nach Jim Ära" - gesungen von Robby. Und nochmals verläßt die Band die Bühne - aber ohne zweite Zugabe gehen die Fans nicht nach Hause.

Dann 22.00 Uhr war das Konzert zu Ende - 2 1/2 Stunden die sich gelohnt haben. In kleinem Kreis mit Freunden haben wir noch ein Bier getrunken und uns verabschiedet.

Bis zum nächsten Doors-Abend - 25.09.2004 in Glauchau mit den Doors-Experience.
(Quelle: Uwe Huhn - DOORS-ONLINE.DE)


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