The
DOORS

Jim Morrison und Ray Manzarek arbeiteten zusammen an
Projekten für die Filmhochschule an der UCLA, als
sie ihr gemeinsames Faible für die Musik entdeckten.
Es war im Sommer 1965, als ein Aufschrei durch Amerika
zog, ein Verlangen nach Frieden, Rock und neuen Perspektiven.
Man öffnete "The Doors Of Perception"
und ließ sich von der Inspiration leiten. Die
Jungs trafen auf Robby Krieger und John Densmore und
verschmolzen wie im sprichwörtlichen amerikanischen
Schmelztiegel. Sie verbanden Einflüsse aus Rock,
Blues, Soul und Morrison's exaltierter Poesie zu einem
psychedelischen Rockmonster. Augenzeugen berichteten
von voodookultigen Bühenenshows, man huldigte dem
neuen Messias.
Ein
anderer amerikanischer Traum wies den Fans den Weg der
Sonne nach Westen. Für die Plattenindustrie waren
die Doors plötzlich die neuen Beach Boys, weil
der mytische Kult gleich auch ein riesiges Merchandising
entfachte. Die Leidenschaft des schüchternen Morrison
galt aber mehr der Dichtung, als der Musik. Er war eher
der poetisch begabte Schüler Nietzsches und Rimbauds,
als eine wagnersche Popdiva und beschloss damals, lieber
sein "American Prayer" auf Platte zu sprechen.
Er versenkte sich in eine Flut aus Bourbon und anderem
Sprit, um sich auf der Bühne total verausgaben
zu können.
Die
Produktivität blieb deswegen nicht aus - 8 Platten
in 6 Jahren Schaffensphase. Der Motor war dabei immer
die Band, dort stimmte die Chemie. Doch der Motor blieb
stehen mit dem frühen Tode Jims. Die Kollegen gingen
ihre eigenen Wege und Jim hinterließ ein riesiges
Erbe an Gedichten und Songs, die bis heute noch nichts
an Aktualität eingebüßt haben. 1994
erfüllte Manzarek dem Pearl-Jammer Eddie Vedder
seinen Kindertraum. Die Verbliebenen taten sich noch
einmal zusammen, um mit Eddie als Sänger ein kleines
Minicomeback zu feiern. Die Doors klingen aber weiterhin
besser aus der Konserve zusammen mit dem Lizard King.
(Quelle: www.laut.de/wortlaut)
The
DOORS
Vier
Jahre lang, von 1967-71, gehörten The Doors zu
den populärsten Rockbands in den USA. Sie brachten
es in jener Zeit auf sieben Goldene Schallplatten. Ihre
Singles wie "Light My Fire", "Hello I
Love You" oder "Touch Me" wurden millionenfach
verkauft. So wie die Fans auf ihre Musik abfuhren, bewunderten
Kritiker ihre Originalität und die poetischen Texte
von Leadsänger Jim Morrison. Der Aufstieg der Gruppe
hing mit den turbulenten gesellschaftlichen Auseinandersetzungen
vor dem Hintergrund des amerikanischen Vietnamkrieges
gegen Ende der 60er und zu Beginn der 70er Jahre zusammen.
Besser als jede andere spiegelte ihre Musik den Aufbruch
der Protestgeneration wider. Die konfliktgeladene Atmosphäre
jener Jahre schlug sich in ihrer Karriere nieder, besonders
in den Schwierigkeiten von Jim Morrison. Er trug den
Geist der Rebellion auf die Bühne und verkörperte
ihn auch persönlich. The Doors waren nie so populär
wie bei seinem Tod 1971. Zwei Jahre später ging
die Band auseinander. Sie fand sich 1979 nochmals zusammen,
um Morrisons nachgelassenen Texten Melodien zu unterlegen.
1979 übernahm Regisseur Francis Copolla "The
End" als Titelsong für seinen Film Apocalypse
Now. The Doors erlebten eine Renaissance. Eine Morrison-Biographie
erreichte Bestsellerauflagen. Schliesslich folgte 1991
ein Film über die Gruppe. Heute, mehr als 20 Jahre
nach Morrisons Tod, zeigte sich, dass The Doors nicht
nur die zeittypischste Musik der 60er Jahre gemacht
haben, sonder auch die zeitloseste.
Der
Weg zum Erfolg
Nachdem
The Doors nun vollständig waren wollten sie zuerst
noch einen Bassisten suchen und liessen darum diverse
Bassisten vorspielen, konnten aber keinen finden, der
sie musikalisch zufriedenstellte. Eines Tages sah Ray
Manzarek einen Fender Piano-Bass, und das Problem war
gelöst. Er spielte jetzt das Bass-Keyboard mit
der linken Hand und die Orgel mit dem Fuss und der rechten
Hand. Die Band war geboren, allerdings waren sie noch
nicht The Doors. Diesen Namen dachte sich Jim Morrison
erst 1966 aus, als die Band einige Zeit für fünf
Dollar pro Mann und Nacht im "London Fog"
spielte, einem ziemlich heruntergekommenen Laden am
Sunset Strip. Inspiriert von Adlus Huxley, einem seiner
Lieblingsschriftsteller, verkürzte Jim Morrison
den Titel von dessen Buch "The Doors of Perception",
in dem es darum ging durch Einnahme von Meskalin das
Bewusstsein zu erweitern, auf The Doors.
Dann
ging alles sehr schnell: Zuerst kam die Nachricht von
Columbia, dass der Plattenvertag nicht verlängert
würde. Dann flogen The Doors aus dem "London
Fog". Da sie aber mittlerweile einen gewissen Ruf
hatten, wurden sie umgehend im wesentlich bekannteren
und zahlungskräftigeren "Whisky-A-Go-Go"
engagiert. Hier sah sie eines Abends Jac Holzman, Chef
der New Yorker Plattenfirma Elektra Record, der gerade
dabei war seine Firma von einem reinen Folk-Label zu
einer Rock-Company umzubauen. Mit den Doors, die ein
paar Abende später ihren Vertrag bei Elektra unterschrieben,
sollte ihm innerhalb kürzester Zeit der Sprung
in die Oberliga des Plattenbusiness gelingen.
Im
Januar 1967 erschien das schlicht "The Doors"
betitelte Debutalbum. Weil beinahe alle Songs schon
fertig komponiert und in Dutzenden von Live-Konzerten
zu ihrer endgültigen, klassischen Form gereift
waren, konnte die Band unter Regie von Paul Rothchild
die Platte in wenigen Tagen aufnehmen. Der Erfolg des
Albums überstieg sogar die kühnsten Träume
der Plattenfirma. Nachdem die erste Single "Break
On Through" noch keinen bleibenden Eindruck in
den Charts hatte hinterlassen können, katapultierte
sich Single Nummer zwei, "Light My Fire",
im Juli für drei Wochen an Platz eins der US-Charts.
Mehr als einemillionmal verkauft, wurde diese Single
zur erfolgreichsten des ganzen Jahres und riss auch
das Album mit nach oben: Nicht weniger als zwei Jahre
stand es in den US-Charts, und gleichfalls wurden über
eine Million Exemplare verkauft.
Kaum
zehn Monate nach dem erfolgreichen Auftakt erschien
im November das Doors-Album Nummer zwei, "People
Are Strange", das wie der Erstling diverse Songs
enthielt, die Jim Morrison in den Anfangstagen der Doors
geschrieben hatte. Und obwohl auf dem Album kein einziges
Mitglied der Band, sondern jede Menge Zirkusgestalten
und Hunde abgebildet waren und die Plattenfirma fürchtete,
die Fans könnten das neue Produkt ihrer Lieblinge
ganz einfach übersehen, stieg es bis an den dritten
Platz der offiziellen US-Charts. Ein phantastischer
Start für eine Band, die ein paar Monate zuvor
noch eine Geheimtip der Szene von Los Angeles gewesen
war und nun (hinter den Beatles) zur zweiterfolgreichsten
Band in den USA gekürt wurde.
New
Haven '67
Völlig
unerwartet endete das Jahr mit einem Eklat. Am Tag nach
Jim Morrisons 24. Geburtstag, also am 9. Dezember 1967
hatten die Doors einen Liveauftritt an der Ostküste
in New Haven. Jim Morrison hatte vor der Show eines
der vielen am Bühneneingang herumlungernden Groupies
mit hinter die Bühne genommen und sich dort wohl
etwas eingehender mit dem Mädchen beschäftigt.
Das schien einem der vielen bei den Konzerten der Doors
zum Schutze von Anstand und Moral anwesenden Polizisten
ein Dorn im Auge gewesen zu sein. Jedenfalls unterstrich
er seine Aufforderung, das unzüchtige Benehmen
zu unterlassen, mit der Tränengassprühdose.
Als Jim Morrison den Vorfall wenig später dem Publikum
von der Bühne herab schilderte, dabei mit ein paar
eindeutigen Gesten untermalte und die zahlreich anwesenden
Polizisten wiederholt als "Schweine" beschimpfte,
wurde er sofort verhaftet. Die Anklage lautet auf öffentliche
Ruhestörung, unsittliches Benehmen und Widerstand
gegen die Staatsgewalt. Die Kaution wurde auf 1500 Dollar
festgesetzt, die der Roadmanager von den Konzerteinnahmen
hinterlegte.
Die
Blütezeit
Die
Verhaftung in New Haven tat vorerst dem Image der Band
auf kurze Sicht keinerlei Abruch, zumindest nicht bei
dem Publikum. Zur Jahreswende 1967/68 spitzte sich die
Polarisierung in den USA zu. Gleich zu Jahresbeginn
veränderte die Tet Offensive die Haltung vieler
Amerikaner zum Vietnamkrieg. Was das aktuelle Klima
anbelangte, kam die fünfte Single der Doors noch
vor ihrem dritten Album im März 1968 gerade zum
richtigen Zeitpunkt heraus. Es war "The Unknown
Soldier", ein Song über den Tod eines Soldaten,
der mit Jim Morrisons Erklärung "War is over"
endete. Nicht jeder wollte das hören. Die Single
brachte es gerade so in die Top 40. Dass sie zum Hit
wurde, zeugt von der ungebrochenen Popularität
der Doors.
Der
Druck, eine neue LP mit Originalmaterial innerhalb von
18 Monaten herauszubringen, schuf eine Reihe von Problemen.
Da gab es zahllose Takes von Songs. Immer wieder wurden
die Studiositzungen durch sporadische Konzerte unterbrochen,
denn The Doors brachten niemals eine vollständige
Tournee auf die Beine. John Densmore verliess vorübergehend
die Band, desgleichen Jim Morrison. Häufig betrunken,
war er unzufrieden über die Entscheidung seine
lange Komposition "The Celebration of the Lizard"
nicht zu übernehmen. Weil es an Material fehlte,
übernahmen The Doors einige ihrer ältesten,
halbfertigen Songs wie Morrions "Hello, I Love
You", der im Juni 1968 als ihre sechste Single
herauskam. Das Album folgte im Juli. Beide kamen auf
Nummer 1 in den Charts.
Mitte
1968 stand ihre Popularität auf dem Gipfel, aber
ihre Konzerte wurden immer explosiver. Jim Morrisons
provokatives Betragen auf der Bühne brachte das
Publikum in Rage. Zur jener Zeit befand sich die Rockszene
in einer Übergangsphase. Eine Anpassung erschien
unausweichlich.
Die
Doors füllten mühelos Auditorien mit 10.000
Plätzen und mehr. Die Veranstalter aber hatten
sich auf solche Shows noch nicht eingestellt. Inzwischen
hatten sich die Zeiten geändert. Wie die Rockfans
auf den Konzerten der Doors lärmten, boten sie
auch der Polizei beim Protest gegen den Vietnamkrieg
ebenso die Stirn wie im August 1968 beim Parteitag der
Demokraten in den Strassen von Chicago. Mitte der 70er
Jahre hatte sich auf der Rockszene das Tourneegeschäft
etabliert. Die Manager wussten, was sie zu erwarten
hatten und wie sie damit fertig wurden. 1968 war alles
schwieriger. Aufreizend, oft angetrunken, trug Jim Morrison
mit seinen kontroversen Texten das seine bei. Sein Interesse
an Dichtung und Film stand im Gegensatz zu seinem Job
als Rocksänger. Auf den Filmstreifen jener Periode
erlebt man ihn als ebenso eigenwilliges wie dramatisches
Bühnentalent. Nach verschiedenen Konzerten in den
USA unternahmen The Doors im September und Oktober ihre
Europatournee. Gegen Jahresende erschienen einige Dokumentarfilme
über die Doors. Eine Reihe von Konzerten in den
USA förderte nur noch ihren Ruf als Störenfriede.
Als erste Single innerhalb sechs Monaten brachten sie
"Touch Me" heraus. Robby Kriegers Song, von
Bläsern und Streichern durchtränkt, wurde
ihr dritter grosser Hit. Als Goldene preisgekrönt
wurde sie in Cash Box auf Nr. 1 plaziert. So stiegen
die Doors 1967-68 zur populärsten und besten Rockband
Amerikas auf. Wie die ersten Akte einer Tragödie
von Shakespeare, brachten diese beiden Jahre viele Triumphe,
aber auch erste hinweise auf kommende Schwierigkeiten.
Nach
Jahren erschien das anbrechende Jahr 1969 wie der Beginn
einer neuen Ära in den USA. Richard Nixon zog als
neuer Präsident ins Weisse Haus. Er hatte gelobt,
das Land wieder zusammenzubringen und den Vietnamkrieg
zu beenden. Für die Doors, die auf ein Jahr mit
zwei Top-Five-Alben und mehrere Nr.-1-Singles zurückblickten,
schien der Erfolg gesichert. Sie arbeiteten an ihrer
vierten LP und planten ihre erste ausgewachsene Konzerttournee.
Natürlich lief alles anders.
Miami
1969
Miami,
1. März 1969, war das wohl grösste Spektakel
in der Rockgeschichte, denn Jim Morrison ging bei diesem
Konzert eindeutig zu weit.
Grossen
Einfluss auf Jim Morrison hatte zu diesem Zeitpunkt
die Theatergruppe Living Theatre, erklärte Jünger
einer Leitfigur Jim Morrisons, des Theatertheoretikers
Antonin Artaud. Seit Jahren verfolgte Jim Morrison als
glühender Fan die Aktivitäten der Truppe.
Nun aber, da die Bühnenshows der Doors voraussagbar
und Routine wurden, unternahm er den Versuch, die auf
Konfrontation und Schockwirkung zielenden Konzepte des
Living Theatre bei seinen eigenen Auftritten zu verarbeiten.
Wenn es ein Ereignis gibt, das den Weg zu Jim Morrisons
endgültigem Absturz ebnete, dann muss es die Aufführung
des Living Theatre am 28. Februar 1969 in der University
of Southern California gewesen sein. Hier wurde Jim
Morrison Zeuge, wie die Truppe ihr Hauptereignis Paradise
Now inszenierte, ein Stück, in dem sie die Manipulation
des Publikums exerzierte. Paradise Now war Guerilla-Theater,
ein aggressives Spektakel und feierliches Statement
im Rahmen der Theaterkunst über Zensur und Redefreiheit,
zu dem das endlose Wiederholen gewisser Schlüsselsätze
gehörte, die dazu gedacht waren, das Publikum aufzurütteln,
es zu spontanen Reaktionen hinzureissen. Zum Höhepunkt
des Stücks gehörte es, dass die Schauspieler
des Kollektivs sich bis zur Grenze des legal Erlaubten
entkleideten, obwohl hier die Polizei einschritt und
die Aufführung unterbrach, ehe noch einer der Darsteller
an diese Grenze gestossen war. Jim Morrison sass wie
versteinert auf seinem Platz.
Am
nächsten Tag sollten die Doors ein Konzert in Miami
geben, ihr erstes in Florida. Wegen eines Streits mit
Pamela verpasste Jim Morrison die Maschine in L.A. und
flog der Band hinterher, verpasste unterwegs auch noch
Anschlussflüge und betrank sich hemmungslos. Er
traf so spät in Miami ein, dass die Band mit einer
Stunde Verspätung auf die Bühne kam. Die anderen
Bandmitglieder waren bereits verbittert, weil der Veranstalter
viel zu viele Eintrittskarten verkauft hatte (anstatt
der erlaubten 7000 Zuschauer waren 13000 Zuschauer im
Dinner Key Auditorium); es war heiss und ungemütlich
im Saal, die Atmosphäre gespannt. Das Publikum
war erregt und voller Ungeduld - die Leute hockten wie
Tiere auf dem nackten Boden der Halle zusammengepfercht,
die Band kam und kam nicht, und die Stories der früheren
Krawalle gingen wie ein Lauffeuer durch die Menge. Jeder
dachte das gleiche: Dieser Abend würde was Besonderes
werden, diese Nacht ginge die Post ab.
Ray
Manzarek, Robby Krieger und John Densmore erklommen
schliesslich die Bühne und begannen zu spielen,
in der Hoffnung, Jim Morrison würde ihnen folgen.
Das tat er dann endlich auch, doch allen dreien war
sofort klar, dass er viel betrunkener war als sonst,
als er nun auf die Bühne gestolpert kam. Der Trip
von L.A. herüber hatte offenbar seinen Tribut gefordert,
denn Jim Morrison konnte sich kaum noch auf den Beinen
halten. Die Band ackerte sich durch ihr Programm, gab
mehr als deutlich zu verstehen, wann sie Jim Morrisons
Gesangseinsatz erwartete, doch ihr Sänger fand
es interessanter, sein Publikum mit Beschimpfungen einzudecken
und Obszönitäten vor sich hinzunuscheln. Er
setzte an zu einem Song, brach nach anderthalb Strophen
ab, um von neuem auf das Publikum einzuschimpfen. Da
stand er, der vulgäre Poet in seiner ganzen versoffenen
und verkommenen Pracht: Arm und Bein um den Mikrophonständer
geschlungen, rülpsend und sich zwischen die Beine
grapschend, das Mikrophon absabbernd, als sei es ein
Eishörnchen, das ihm unter den Fingern zerschmolz.
"Irgend
jemand hier aus Tallahassee?" fragte er. Und auf
das ja aus dem Publikum konterte er: "Well, ich
hab' da mal gewohnt. Ich hab' da gewohnt, bis ich clever
genug war, nach Kalifornien zu ziehen." Von da
an ging es nur noch bergab: "Ihr seid doch alle
ein Haufen Idioten, wie lange wollt ihr euch denn noch
herumschubsen lassen? Euch gefällt das wohl - ihr
seid ein Haufen Sklaven. Oder wollt ihr was dagegen
tun? Ich red' hier nicht davon, auf die Strasse zu gehen.
Ich rede davon, ein bisschen Spass zu haben, ich rede
von Tanzen, ich rede von der Liebe zu eurem Nächsten,
bis es weh tut, ich rede davon, euch euren Freund zu
schnappen, ich rede von Liebe, Liebe, Liebe, Liebe.
Hey! Hört her, ich bin einsam, ich brauch 'n bisschen
Liebe, hört ihr? Will mich keiner mal 'n bisschen
lieben? Kommt schon, ich brauch' euch. Ihr seid so viele
da unten, will mich keiner von euch lieben? Na los,
Sweetheart. Hey! Wie wär's damit, wenn 50 oder
60 von euch hier raufkommen und meinem Arsch 'n bisschen
Liebe gönnen? Na los!" Lewis Martin kommt
auf die Bühne und gibt Jim Morrison ein lebendiges
kleines Lamm, das Jim an sich klammert und auf den rechten
Arm nimmt. "Ich würde es ja ficken, aber es
ist noch zu jung". Das Publikum lacht und spendet
tosenden Applaus.
Und
damit begann Jim Morrison die Kleider abzulegen, warf
sein Hemd von sich und knöpfte sich die Hose auf.
Vince Treanor versucht Jim Morrison zurück zuhalten,
was ihm auch gelingt. Jim Morrison antwortet nur "BULLSHIT".
Jetzt, wo er mit dem besoffenen Geschwätz fertig
war, wollte er der Menge zeigen, woraus er gemacht war.
Der als dramatischer Höhepunkt geplante Striptease
des Living Theatre wurde von einem paralytischen Popstar
vor Tausenden kreischender Fans in einer Konzerthalle
in Miami nachexerziert - im Geiste sah Jim Morrison
sich im grellen Licht der Scheinwerfer, wie er der Welt
den hochgestrecktem Mittelfinger hinhielt. Über
den weiteren Verlauf seiner Entblössung existieren
die widersprüchlichsten Berichte. Es sind nie Photos
aufgetaucht, die Jim Morrison mit heraushängendem
Penis zeigen. Dennoch heisst es, er habe angeblich den
Schlitz seiner Lederhose geöffnet - seinen halb
erigierten Penis hervorgeholt und so getan, als masturbiere
er. Während seines Striptease wurde er mit Höschen,
BHs und leeren Flaschen beworfen, aber ein Ordner, der
Jim Morrison schliesslich von der Bühne drängte,
machte dem Debakel ein Ende. Das Konzert hatte ganze
45 Minuten gedauert.
Obgleich
es der explosivste Auftritt war, den die Band bis dahin
geliefert hatte, dauerte es ein Weilchen, bis die Presse
reagierte. Aber einige Tage später war klar, dass
Jim Morrison nicht ungeschoren davonkam. Als die Nachricht
von Jim Morrisons Exhibitionismus erhärtet wurde,
stiegen Polizeibehörden und Staatsanwalt der Band
gehörig aufs Dach, und die Anklagepunkte gegen
Jim Morrison reichten von unzüchtigem und laszivem
Benehmen bis hin zu unsittlicher Entblössung, Trunkenheit
und Gotteslästerung. Den Doors-Camp versetzte es
in helle Panik: Wenn Jim Morrison für schuldig
befunden wurde, konnte das bedeuten, dass er für
sieben Jahre hinter Gittern verschwand.
Die
Presse überschlug sich, im ganzen Land erschienen
übertriebene Berichte über das Konzert, und
die Doors wurden zur bete noire des amerikanischen Rock'n'Roll.
Der
Miami Herald schrieb:
"Unter dem Publikum befanden sich Hunderte minderjähriger
Schulmädchen ohne Begleitung Erwachsener... Dieser
Ausfall war bewusst inszeniert. Jim Morrison hat offenbar
unter den Augen seines Publikums masturbiert, er schrie
Obszönitäten in den Saal und hat sich entblösst.
Er wurde obendrein gewalttätig, schüttelte
mehrere Beamte ab und warf einen von der Bühne,
ehe er selbst in die Menge hinuntergestossen wurde."
In
Florida organisierten empörte Bürger daraufhin
eine Demonstration gegen den Sittenverfall, und quer
durchs ganze Land meldeten sich diverse, zumeist im
öffentlichen Dienst beschäftigte Personen
zu Wort, die Jim Morrison als Teufel in Menschengestalt
brandmarkten. In einem Anfall moralischer Panik schaltete
sich sogar das FBI ein und erliess einen Haftbefehl,
in dem Jim Morrison der "gesetzwidrigen Flucht"
beschuldigt wurde, obwohl er Miami schon drei Tage vor
Ausstellung des Haftbefehls verlassen hatte. Vor dem
Konzert hatte Jim Morrison sich Sorgen gemacht, dass
die Doors allmählich öffentliches Eigentum
wurden - nun waren sie öffentliche Feinde, und
er war der öffentliche Feind Nummer eins.
In
Miami hatte Jim Morrison bewusst einen Krawall anzuzetteln
versucht, gelungen aber war ihm damit nur eines: Er
hatte sich in den Brennpunkt des öffentlichen Interesses
katapultiert. Wie viele Performer war Jim Morrison nicht
in der Lage, als gefeierter Star einen kühlen Kopf
zu behalten, und aus diesem Grund begann er, sich selbst
zu diskreditieren. Jim Morrison war seinem Starruhm
nicht gewachsen, weil er nicht an sich glaubte, wie
seine Fans an ihn glaubten. Also liess er seinen Zorn
am Rest der Band aus, dann am Publikum, und schliesslich
an sich selbst. Über sein Publikum ging er hinweg,
weil er es verachtete. Von seinem Publikum wurde er
wie ein Gott verehrt, doch er wusste, er war nur eine
Marionette der Massen; für seine literarischen
Allegorien hatten die nichts übrig, sie wollten,
dass er sich zum Narren machte.
Der
Wendepunkt
Die
Tournee musste schliesslich abgesagt werden. Künftig
mussten die Doors für den Fall von gesetzwidrigen
Vorfällen eine Kaution für ihre Show hinterlegen.
Die Polizei erschien mit massiven Aufgeboten und vorbereiteten
Haftbefehlen in der Tasche. Trotz solcher Schwierigkeiten
machten die Doors weiter. Im Juli 1969 erschien das
umstrittenste Album der Doors "The Soft Parade".
Es war sowohl ein Irrläufer als auch brilliant.
Die Doors hatten gehofft, dass diese LP einiges an Elan
und Feuer zurückbringen würde - Ray Manzarek
und John Densmore waren insbesondere begeistert, dass
sie mehr Jazzelemente in die Songs einarbeiten konnte.
Aber die Sessions für das Album waren frustrierend
und auch die Verkaufszahlen der Erstveröffentlichung
waren eine Enttäuschung. Dies war das bisher schlechteste
Abschneiden einer Doors-Platte. Zudem hatten argwöhnische
Konzertveranstalter in Anbetracht der Ereignisse in
Miami begonnen, gebuchte Auftrittsdaten zu streichen.
Sie hatten Angst, dass Jim Morrison vielleicht ein ähnliches
Konzert geben würde, für das man sie dann
gesetzlich verantwortlich machen könnte.
Im
Februar 1970 brachten sie ihr fünftes Album Morrison
Hotel heraus. Es wurde als Hard-Rock-Comeback der Gruppe
gefeiert und kletterte rasch in die Top Ten. Zu diesem
Zeitpunkt war Jim Morrison schon schwerer Trinker -
scheinbar war der Alkohol ein wirkungsvolles Gegenmittel
gegen den Stress und die Ärgernisse des Rock'n'Roll
Lebens. Aber während die Drinks anscheinend seine
physische Konstitution schwächten, konnten sie
seinen hohen Intellekt und seinen ausgelassen-kreativen
Geist nicht dämpfen. Er war genauso künstlerisch
aktiv wie eh und je. Im April erschienen zwei Privatdrucke
mit Jim Morrisons Poesie. Der erste behandelte in Prosatexten
das Thema Film und das Verhältnis von Darstellern
und Publikum. Der zweite Band enthielt schriftstellerische
Phantasieprodukte ähnlich wie Jim Morrisons Texte.
Etwa 15'000 Exemplare in festem Einband wurden abgesetzt,
die Taschenbuchauflage erreichte über 150'000 seit
1971.
Der
Prozess
Am
20. September 1970 stand nun Jim Morrison wegen dem
Miami Vorfall vor Gericht. Die Anklage lautete: "Obzönes
und laszives Verhalten, unsittliche Entblössung
in der Öffentlichkeit, sowie Trunkenheit in der
Öffentlichkeit" Jim Morrison's Anwalt Max
Fink stellte eine Kaution von 5000 Dollar und Jim Morrison
blieb weiterhin auf freiem Fuss. Der Prozess sollte
auf Antrag von Max Fink, nach Los Angeles verlegt werden,
doch der damalige Gouverneur (Ronald Reagan) unterschrieb
persönlich die Auslieferungspapiere und Jim Morrison
musste in Miami vor Gericht stehen.
Am
30. Oktober 1970 wurde zwar Jim Morrison in einigen
Anklagepunkte frei gesprochen, doch der schwerwiegendste
Anklagepunkt blieb..."Entblössung in der Öffentlichkeit".
Jim Morrison wurde zu 500 Dollar Geldstrafe und 8 Monaten
Zuchthaus verurteilt. Der Anwalt von Jim Morrison legte
Berufung ein und Morrison blieb gegen Kaution weiterhin
in Freiheit.
Sicherlich
wurde an Jim Morrison von Richter Murray ein Exempel
statuiert, trotz der Zeugenaussagen und der 150 Fotos
konnte nie mit Gewissheit bewiesen werden, dass Jim
Morrison sich entblösst hat.
Das
Ende
Zurück
in L.A. fühlte Jim Morrison allmählich deutlich
den Stress seines persönlichen Chaos. Miami wollte
ihn ins Gefängnis stecken und Elektra verlangte
ein neues Studioalbum. Er hatte seinen Ruf als sexy
Rockikone verloren, was ihn nicht besonders schmerzte,
aber er merkte, dass einige der engsten Freunde der
Doors sich von ihm während des Prozesses losgesagt
hatten. Er war verärgert, dass die Presse Miami
benutzt hatte, ihn als Clown darzustellen, anstatt den
Prozess als Anklage zur Verteidigung der freien Meinungsäusserung
in den Künsten zu nehmen. Er wurde als Dichter
noch nicht vollständig ernstgenommen.
Als
ob Jim Morrison nicht von seiner durch den Prozess wieder
aufgewühlten Vergangenheit genug gehabt hätte,
setzte Elektra der Sache die Krone auf und veröffentlichte
im November rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft
die erste Greatest-Hits-Compilation der Doors. Auf dem
Cover "13" war ein grosses Foto vom Jim Morrison
abgebildet, das ihn auf dem Höhepunkt seiner Zeit
als "Young Lion/Lizard King" zeigte.
Einen
besseren Zeitpunkt für Jim Morrison den Blues zu
singen, gab es wohl nicht. Die Doors versammelten sich
im Doors Workshop, um an neuen Ideen zu arbeiten. Als
die Band schliesslich begann, das gesammelte Material
in Form zu bringe, um ein "Blues-Album" daraus
zu machen, riefen sie Paul Rothchild hinzu, um ihre
Arbeit zu begutachten - doch der Blues, der schon bald
in der Luft lag, war nicht der, den sie erwartet hatten.
Der Produzent Rothchild hatte die Band durch ihre ersten
fünf Alben hindurch geleitet und wurde als fünftes
Mitglied der Doors angesehen, wurde aber durch das langsame,
deprimierende Tempo bei den Proben zu "L.A. Women"
zunehmend frustrierter und entschloss sich schliesslich
das Album nicht zu produzieren. Rothchild hatte bei
der Produktion von Janis Joplins "Pearl" allerbeste
Erfahrungen gesammelt und konnte sich nicht auf die
niedergedrückte Stimmung einlassen, die sich bei
den Doors breitmachte. Schliesslich übernahm der
langjährige Toningenieur Bruce Botnick die Arbeit
im Produzentensessel und das Album entwickelet sich
relativ gut. Es wurde recht schnell fertggestellt und
im April 1971 veröffentlicht.
Am
8. Dezember nahm Jim Morrison einige neue Gedichte auf,
die nach seinem Tod, unterlegt mit Musik seiner ehemaligen
Bandmitglieder, unter dem Titel "An American Player"
veröffentlicht wurden. Am 12. Dezember 1970 gaben
die Doors ihr letztes Livekonzert. Nach "Riders
On The Storm" schleuderte Jim Morrison den Mikrophonständer
in die Menge, bricht dann zusammen und fällt in
John Densmores Schlagzeug. Anfang März des folgenden
Jahres flog er zu Pam Courson (seiner langjährigen
Freundin) nach Paris. Bereits im letzten Sommer hatte
sie dort nach einer passenden Wohnung für sich
und Jim Morrison Ausschau gehalten und im repräsentativen
vierten Arrondissement in der Rue Beautrilly Nr. 19
etwas Passendes gefunden. Der letzte der Doors, der
mit Jim Morrison sprach, war John Densmore. Er bekam
im Juni 1971 einen Anruf aus Paris. Jim fragte, wie
sich "L.A. Women" verkaufen würde und
war sehr erfreut als John ihm erzählte, dass die
Platte ein Hit sei. (Das Album erreichte die Nummer
9 in den Billboard-Chartsund brachte bemerkenswerterweise
den Doors ihre achte Gold- beziehungsweise Platinauszeichnung
in Folge ein.) Jim Morrison berichtete enthusiastisch
über Paris und deutete John ebenfalls an, dass
er Interesse an weiteren Aufnahmen mit den Doors habe.
Der
Tod von Jim Morrison
Der
Tod von Jim Morrison, immer wieder tauchen neue Spekulationen
über seinen vorgetäuschten Tod in Paris 1971
auf. Was geschah in jener Nacht zum 3.Juli, man kann
nur wage Vermutungen aufstellen. Zeitzeugen und Freunde
aus Paris schweigen. Hat Jim Morrison seinen Tod nur
vorgetäuscht ? Starb der er an einer Überdosis
Heroin, oder führte Herzversagen zu seinem Tod?
Was sich am 3.7.1971 in Paris ereignete kann nur sehr,
sehr wage rekonstruiert werden, aller Wahrscheinlichkeit
hat es sich wie folgt ereignet:
Am
Freitag, dem 2. Juli 1971, verliess Jim wahrscheinlich
um die Mittagszeit herum seine Wohnung, um Jonathan
Dolger in New York ein Telegramm zu schicken, in dem
er darum bat, den Umschlag seines Gedichtbandes The
Lords And The New Creatures zu ändern. Er wollte
nicht, dass der Verlag für die Gestaltung des Umschlags
sein Popstar-Image ausschlachtete; das Buch sollte ganz
eigenständig als eine Sammlung neuerer Gedichte
eines kürzlich entdeckten, aber ziemlich unbekannten
kalifornischen Dichters auf den Markt gebracht werden,
nicht als das Werk des Leadsängers der erfolgreichen
Rockband The Doors. Eine kühne Hoffnung wenn es
nach dem Willen der Marketing-Abteilung ging, dann sollte
auf dem Umschlag des Gedichtbandes das wild-schönste
Foto von Jim zu sehen sein, das man finden konnte.
Etwas
später am Tag traf Jim sich mit Alan Ronay, und
sie gingen spazieren. Es war Anfang Juli und ein warmer,
sonniger Tag. Wahrscheinlich machten sie in verschiedenen
Strassencafes halt und bummelten durch die Stadt. Alan
fand, dass Jim krank und müde aussah. Jim bekam
einen hartnäckigen Schluckauf, der ungefähr
eine Stunde lang anhielt. Schliesslich gingen sie zu
Jims Wohnung zurück und nahmen beim Hinaufgehen
ein paar Holzscheite aus dem Hof mit. Jim fand das Tragen
anstrengend und hatte Schwierigkeiten, die Treppe bis
in den dritten Stock hochzusteigen. Es ist nicht ganz
klar, wann Alan an diesem Abend nach Hause ging.
Nach
Pamelas Aussage ging Jim an diesem Abend allein essen,
wohl zwischen 19.30 Uhr und 20 Uhr. Da er allein war,
ass er vermutlich in einem Restaurant in der Nachbarschaft.
Als er zurückgekommen war, gingen Pam und er ins
Kino, wo sie sich um 23 Uhr die Spätvorstellung
von "Death Valley " ansahen. Nach dem Film
gingen sie wieder nach Hause. Es war jetzt etwa 1 Uhr
früh am Samstag, dem 3. Juli. Pam ging in die Küche
und spulte Geschirr, während Jim seinen Filmprojektor
hervorholte und sich einen Super-8-Film anschaute, wahrscheinlich
Konzertaufnahmen von den Doors, die er nach Paris mitgenommen
hatte. Pam zufolge schien es Jim gutzugehen. Sie fühlten
sich beide glücklich und zufrieden. Sie gingen
zu Bett und liessen auf dem Plattenspieler im Schlafzimmer
noch ein paar Schallplatten laufen. Es war jetzt ungefähr
2.30 Uhr. Etwa eine Stunde später wachte Pam von
einem schrecklichen, würgenden oder gurgelnden
Geräusch auf, das Jim beim Atmen machte. Sie dachte
einen Moment lang, dass er am Ersticken war und versuchte,
ihn zu sich zu bringen, indem sie ihn schüttelte
und ihm ein paarmal ins Gesicht schlug. Das wirkte,
und er wachte endlich auf. Pam fragte, was los sei.
Ihr erster Impuls war, einen Arzt zu rufen, es muss
also ziemlich schlimm gewesen sein. Jim stand auf und
ging im Schlafzimmer umher. Er fühlte sich offenbar
unwohl und beschloss, ein Bad zu nehmen, da er dachte,
das würde ihn erfrischen oder ihm sonst irgendwie
gut tun.
Er
liess sich ein Bad ein, doch kaum sass er in der Badewanne,
rief er Pamela und sagte, ihm sei schlecht und er müsse
sich übergeben. Pam griff nach einer Schüssel
und rannte durch den kurzen Flur ins Badezimmer. Sie
kniete neben der Badewanne nieder und hielt Jim die
Schüssel unters Kinn, während er sich erbrach.
Sie spülte die Schüssel im Waschbecken aus,
aber dann fing Jim wieder an, sich zu übergeben.
Diesmal war Blut in der Schüssel. Sie leerte die
Schüssel und spülte sie aus. Jim übergab
sich ein drittes Mal. Diesmal war es schlimmer, und
er erbrach Blutklumpen.
Pam
war sehr besorgt und schlug noch einmal vor, einen Arzt
zu rufen. Jim sagte, er fühle sich seltsam, er
gebrauchte das Wort "bizarr", aber ihm sei
nicht mehr schlecht- er wollte nicht, dass ein Arzt
kam. Er sagte zu Pam, sie solle ins Bett gehen, er wurde
sein Bad noch beenden und dann ins Bett nachkommen.
Pam sagte aus, sie sei beruhigt gewesen und habe den
Eindruck gehabt, dass es Jim besser ging, denn er hatte
wieder etwas Farbe bekommen. Sie ging wieder ins Bett
und schlief sofort ein.
Später
wachte sie ganz plötzlich auf, ohne jede Vorstellung,
wie lange sie geschlafen hatte. Sie sah, dass Jim nicht
ins Bett nachgekommen war, und rannte ins Badezimmer,
wo sie ihn bewusstlos in der Badewanne fand. Etwas Blut
war ihm aus der Nase gelaufen. Sie versuchte ihn wachzuschütteln,
aber es war zwecklos. Dann probierte sie, ihn aus der
Badewanne herauszuheben, aber er war zu schwer für
sie. Voller Panik stürzte sie ans Telefon und rief
Alan Ronay an.
Ronay
gab in seiner Aussage vor der Polizei an, er glaube,
Pam habe gegen 8.30 Uhr angerufen. Er sagte, sie habe
am Telefon geweint und ihn gebeten, sofort vorbeizukommen,
weil Jim bewusstlos in der Badewanne hege. Er und seine
Freundin, die Filmemacherin Agnes Varda (Demy) seien,
so schnell das im morgendlichen Berufsverkehr möglich
war, zu Morrisons Wohnung gefahren. Die Feuerwehr erhielt
um 9.21 Uhr einen Notruf und war um 9.24 Uhr in der
Wohnung (die Feuerwache ist ganz in der Nähe).
Dies lässt darauf schliessen, dass Ronay die Feuerwehr
erst anrief, als er in der Wohnung war und sah, was
los war, oder aber dass Pamela ihn nicht um 8.30 Uhr,
sondern erst um 9.20 Uhr anrief. In seiner ersten Aussage
gab Ronay an, die Feuerwehrleute seien schon dagewesen,
als er kam; in der zweiten sagte er, er habe angerufen,
nachdem er Jim in der Badewanne gesehen habe.
Als
die Feuerwehr eintraf, wurden sie von der verzweifelten
Pamela direkt ins Badezimmer geführt. Sie hievten
Jim aus der Badewanne und legten ihn auf den Boden,
um sein Herz zu massieren. Es war zu spät. Als
Alan Ronay und Agnes Varda ankamen, waren die Feuerwehrleute
schon da, aber sie weigerten sich, irgendwelche Fragen
zu beantworten. Pam war ausgesprochen erleichtert, als
die beiden kamen, denn sie konnte sich nicht mit den
Feuerwehrmännern verständigen, weil sie kein
Französisch sprach. Nun konnte Ronay als Übersetzer
einspringen. Sie sagte, Jim sei tot. Ronay wollte die
Leiche nicht sehen, die zu dieser Zeit schon auf dem
Bett lag - allerdings widersprach diese Angabe seiner
ersten, mündlichen Aussage.
Es
war inzwischen 9.25 Uhr. Jetzt kam auch die Polizei,
in Begleitung eines neugierigen Nachbarn, Monsieur Chastagnol,
der ein Stockwerk tiefer wohnte. Chastagnol ging hinein,
um zu sehen, was los war. Er erinnert sich an eine Leiche,
die auf dem Boden neben einem Bett lag. Die Leiche trug
normale Hauskleidung und schien nicht nass zu sein.
Chastagnol berichtet, man habe ihm gesagt, dass Morrison
gerade gestorben sei, vermutlich an einer Überdosis
Rauschgift. Er wollte nicht länger stören
und kehrte in seine eigene Wohnung zurück.
Die
Polizeibeamten begannen ihre Ermittlungen damit, dass
sie sich in der Wohnung umsahen und die Leiche untersuchten.
Sie befragten Pam, Alan und Agnes Varda. Bei der Untersuchung
der Leiche stellten sie fest, dass die Totenstarre noch
nicht eingetreten war, die Augen halb offen waren und
etwas Blut aus dem linken Nasenloch gesickert war. Jims
linkes Nasenloch war von einem Blutklumpen verstopft.
Er war nackt, und die Polizisten bedeckten seine Leiche
nach der Untersuchung mit einer Tagesdecke. Die Feuerwehr
ging um 9.47 Uhr wieder, aber die Polizeibeamten blieben
und führten die Befragung fort; dann forderten
sie Pamela und Ronay auf, später auf die Polizeiwache
zu kommen, um offizielle Aussagen zu machen.
Um
14.30 Uhr meldete die Polizei Jims Tod auf dem Standesamt;
eine Sterbeurkunde und eine Bestattungsfreigabeurkunde
wurden ausgestellt. Um 15.40 Uhr gingen Pam und Alan
auf die Polizeiwache, um ihre Aussagen zu machen. Während
sie dort waren, blieb Agnes Varda in der Wohnung, um
Dr. Max Vassille hereinzulassen, der um 18 Uhr kam.
Er untersuchte die Leiche und schrieb sein Gutachten.
Pam, Alan und Agnes verbrachten den Abend zusammen;
Pamela übernachtete vermutlich in Agnes Vardas
Wohnung, wo Alan Ronay zu der Zeit auch wohnte. Jims
Leiche blieb auf dem Bett in der ansonsten leeren Wohnung
in der Rue Beautreillis liegen.
Am
Sonntag, dem 4. Juli, wurde der Polizeibericht aufgesetzt,
und es ist anzunehmen, dass Pamela und Alan sich in
der Wohnung aufhielten, für den Fall, dass die
Polizei noch Fragen hatte. Mit Jims Leiche im Schlafzimmer
muss das ein sehr stiller und düsterer Tag gewesen
sein.
Am
Mittwoch, dem 7. Juli, um 9 Uhr kam ein Leichenwagen
mit vier Sargträgern, die den Sarg abholten und
ihn zur Beerdigung auf den Pere-Lachaise-Friedhof brachten.
Der Sarg wurde in die Grube hinuntergelassen, und ein
paar Worte wurden dazu gesprochen. Es war kein Geistlicher
anwesend. Jim wurde beerdigt. Die einzigen Trauergäste
waren Pam, Bill Siddons, Alan Ronay, Agnes Varda und
Robin Wertle, eine andere Freundin. Von Jims Familie
war niemand da, die anderen Doors Mitglieder waren nicht
anwesend, und es kamen auch keine Fans, die die Anwesenden
in ihrer Trauer gestört hätten. Ob Jims Familie
zu diesem Zeitpunkt von seinem Tod wusste, wissen wir
nicht, aber es ist nicht sehr wahrscheinlich, denn 1971
hatte Jim schon seit längerem kaum noch Kontakt
zu seiner Familie gehabt, und das galt wohl auch für
seine Freunde und Bekannten. Erst bei ihrer Ankunft
in Los Angeles am Freitag, dem 9. Juli, wurde die Presse
offiziell benachrichtigt. In einer Pressemitteilung,
die das Datum des vorangegangenen Tages trug, an dem
sie vermutlich auch geschrieben worden war, wurde der
Welt bekanntgegeben, dass Jim Morrison tot war - und
schon begraben. Diese Mitteilung erfolge erst jetzt
weil diejenigen, die ihm nahestanden und ihn als Menschen
liebten, dem öffentlichen Spektakel und der Zirkusatmosphäre
entgehen wollten, die auf den Tod von Janis Joplin und
Jimi Hendrix folgten.
Wie
es sich wirklich ereignete weiss niemand genau, aber
aller Wahrscheinlichkeit, ist Jim Morrison tot.
Pam
Courson folgte ihm am 25. April 1974 im Alter von 27
Jahren nach einer Überdosis Heroin.
Die
Doors nach Jim Morrisons Tod
Es
hatte keinen Sinn, einzupacken und alles zu vergessen",
begründete Ray Manzarek den Entschluss der verbliebenen
Doors-Mitglieder, nach dem Tode von Jim Morrison als
Trio weiterzumachen. Geldmangel kann nicht der Grund
gewesen sein: Insider schätzen die jährlichen
Einnahmen von Manzarek, Densmore und Krieger allein
aus den Tantiemen für die Doors-Song auf mehr als
1,5 Millionen Dollar. Da konnten es sich die Doors auch
leisten, ein grosszügiges Angebot des amerikanischen
Kondomhersteller Trojan abzulehnen, der "Touch
Me" als Musik für einen Werbespot verwenden
wollte.
Ein
Jahr später - die Band hatte mit "Other Voices"
und "Full Circle" zwei Alben veröffentlicht,
an denen nur der Name auf der Hülle an die Doors
erinnerte - hatten die drei ein Einsehen und lösten
die Doors Ende 1972 auf.
Im
Sommer 1974 kam es dann noch einmal zu einem kurzfristigen
Revival, bei dem Iggy Pop bei den Doors das Mikro übernahm.
Aber auch dieser Versuch war nicht von Dauer: Die Doors
mussten einsehen, dass mit Jims Tod auch die Zeit für
die Band abgelaufen war.
1983
nahm Ray Manzarek, der seither diverse Soloprojekte
verfolgt hatte, noch einmal Doors-Klassiker auf: Für
"Once Bitten", das Debutalbum der britischen
Sängerin Annabel Lamb, steuerte er die Keyboardparts
zu einer Neuaufnahme von "Riders On The Storm"
bei. Ihren vorläufigen Abschluss fand die Wiedergeburt
der Band 1991 in "The Doors", dem Film von
Oliver Stone. Im Sog des Filmes erreichten die Verkäufe
der Doors-Platten weltweit Rekordmarken. Die Doors waren
von einer Generation entdeckt worden, die beim Tod von
Jim Morrison noch nicht einmal geboren war. sie war
fasziniert von der verwirrenden Kraft eines Mannes,
der auch zwei Jahrzehnte nach seinem geheimnisumwitterten
Tod wie ein Spiegel ihre Phantasien über das wahre
Wesen des Roch reflektierte.
Oliver
Stone's Film "The Doors"...
Oliver
Stone der sich selbst als ein Fan der Doors bezeichnet,
drehte 1990 innerhalb von 3 Monaten, den Film über
die Doors und Jim Morrison. Als Vorlage dienten Oliver
Stone die Biographien über die Doors von John Densmore
(Riders on the Storm) und der Klassiker von Hopkins
und Sugerman (No one here gets out alive). Es fällt
auf, dass der Film zwar den Titel der Band trägt,
der eigentliche Protagonist der Handlung jedoch Sänger
Jim Morrison ist. Die übrigen Bandmitglieder treten
nur als Randfiguren in Erscheinung. Allenfalls Organist
Ray Manzarek ist in seiner Nebenrolle als intellektueller
Gegenpol zum emotionalen Morrison noch von gewisser
Bedeutung. Dazu kommt, dass Oliver Stone Jim Morrison
sehr schlecht wiedergibt, denn Jim Morrison torkelt
betrunken und bekifft, den ganzen Film über hinweg,
durchs Leben. Jim Morrison war in vielen Dingen sehr
extrem - ohne Zweifel, aber in seinem Film zeigt Oliver
Stone, Jim Morrison stark überzogen. Selbst bei
der Poerty Session, als Jim Morrison seine Gedichte
aufnahm, zeigte er Jim Morrison, wie er an der Flasche
zukleben scheint. Man weiss jedoch, dass wenn er seine
Gedichte oder Songs schrieb, oder im Doors-Office sich
der Arbeit widmete, er stets nüchtern war.
Val
Kilmer spielt zu Ende des Films hin, Jim Morrison sehr
überzeugend. John Densmore kommt auch sehr gut
rüber, niemals lächelnd, immer versteinert.
Ray Manzareks Haarpracht nimmt gegen Endes des Films
immer mehr zu. Robby Krieger, läuft immer als Anhängsel
von Jim Morrison rum.
Sicherlich
soll ein Kinofilm über eine Rockgruppe die Zuschauer
an den Kinosessel fesseln, aber aus den Doors und vorallem
aus Jim Morrison sind Witzfiguren geworden. Der visuelle
Effekt war gut, doch leider sind zu viele Fehler und
Unwahrheiten im Film eingebaut, das der neutrale Zuschauer,
einen schlechten Eindruck, über die Doors und Jim
Morrison unweigerlich bekommen muss.
The
DOORS / der Film
*
Nur hier einige wesentliche Fehler, die jedem Doors
Fan zum verzweifeln bringen:
* Jim Morrison traf Pamela im Whiskey A GoGo und nicht
am Strand von Venice.
*
Pamelas Hund war nicht weiss, sondern schwarz.
Das Konzert in New Heaven fand natürlich nicht
1968, sondern 1967 statt. Jim Morrison w
Bandgeschichte
Die Band The Doors wurde 1965 von Ray
Manzarek und Jim Morrison am Strand von Venice Beach
(Kalifornien) gegründet. Der Name entstand in Anlehnung
an das Essay von Aldous Huxley The Doors of Perception
(Die Pforten der Wahrnehmung), da Morrison die Erfahrungen
seines Meskalin Konsums als Erweiterung seiner Wahrnehmung
empfand. Nachdem Morrison Manzarek einige seiner Kompositionen
vortrug (unter anderem „Moonlight Drive“),
war dieser von Morrisons poetischem Potential so beeindruckt,
dass er ihm die Gründung einer Band vorschlug.
Morrison und Manzarek,
letzterer war in der Zeit vor der Bandgründung
schon als Alleinunterhalter/Sänger und auch zeitweise
als Gitarrist einer relativ unbekannten Band tätig,
begannen mit der Suche nach passenden Musikern. Nach
längerer vergeblicher Suche trafen sie zufällig
Robbie Krieger und John Densmore bei einem Esoterikkurs;
diese spielten genau die zur Vervollständigung
erforderlichen Instrumente: Gitarre und Schlagzeug.
Die Beschaffenheit der Gruppe sollte die eines „Diamanten“
sein, weshalb Ray Manzarek das Fehlen eines Bassisten
dadurch kompensierte, dass er beidhändig Orgel
und Orgelbass zugleich spielte – Ausdruck gediegenen
Könnens. Krieger wiederum konnte besonders Morrison
durch die klanglichen Möglichkeiten seines Bottleneck-Spiels
beeindrucken.
Nach Gestaltwerdung
der Band arbeiteten die Musiker hart. Der Weg zum Erfolg
war steinig, das Abschließen eines Plattenvertrages
sowie die Inszenierung erster profitabler Gigs erwies
sich als widrig.
Nach einigen Auftritten
auf Geburtstagsfeiern und Hochzeiten unterschrieben
sie einen Vertrag bei Columbia, die damals auch Künstler
wie Bob Dylan unter Vertrag hatte. Allerdings kam keine
Platte zustande, denn die Bosse von Columbia entschieden,
nichts von den Doors herauszubringen. Kurz darauf wurde
deshalb der Vertrag, durch eine Entscheidung von Jim
Morrison, fristlos wieder aufgelöst. Für Manzarek
brachte der Vertrag allerdings immerhin eine nagelneue
Vox-Continental-Orgel, die er im Werk von Vox-Continental
abholen konnte. Robbie Krieger wiederum nahm die Möglichkeit
eines neuen Vox-Gitarrenverstärkers nicht wahr.
Sein Fender war ihm zufolge zu dieser Zeit wohl einer
der lautesten Verstärker.
Die Doors spielten einige
Zeit für wenig Geld im London Fog und wechselten
dann ins legendäre Whiskey-A-Go-Go, in dem schon
bekannte Bands aus Los Angeles wie Love gespielt hatten.
Schließlich nahm
Elektra Records die Doors unter Vertrag.
Trotz weiterer Drogenerfahrungen,
besonders in der Anfangszeit der Doors, bewahrte Manzarek
eine gewisse Distanz zu den zu dieser Zeit teilweise
üblichen Exzessen, wenngleich er Drogen nie kategorisch
verurteilte. John Densmore war den Ausschweifungen etwas
mehr abgeneigt, überhaupt war er wohl das Mitglied
der Band, welches anscheinend am wenigstens in das Gefüge
zu passen schien. Eine Anekdote aus dem Buch von Ray
Manzarek („Light my fire“, nach dem gleichnamigen
Hit) erzählt, wie Jim Morrison sich nach einem
Konzert für den Rauswurf Densmores ausspricht und
Manzarek ihn noch beschwichtigen kann.
Ray Manzarek gelang
es, durch sein besonders kraftvoll-stimmiges Orgelspiel
der Musik der Band seinen Stempel aufzudrücken,
gleichsam brillierte er im dynamischen Zusammenspiel
mit dem Gitarristen Krieger. Die aktive Zeit als Doors-Keyboarder
war für Manzarek eine Zeit der höchsten Erfüllung,
obschon er manchen Exzess und besonders die stärker
werdende Persönlichkeitsspaltung des Leadsängers
Morrison kritisch betrachtete. Bei den Live-Auftritten
konnte Manzarek zumeist sogar über ein eigenes
Mikrophon ins Geschehen eingreifen, weshalb seine tiefe,
markige Stimme in vielen Live-Aufnahmen zu hören
ist, bei der Interpretation von „Close To You“
singt er sogar komplett selbst. Dennoch verdankt die
Band vor allem dem charismatischen Sänger Jim Morrison,
der sowohl damals wie heute der Gruppe ein Gesicht verlieh,
seine große Popularität. Markant für
"The Doors" war die von Improvisation und
Morrison ekstasenhaften Auftreten gepägte Bühnenshow.
Nach dem Tod von Jim
Morrison im Jahre 1971 in Paris brachten die restlichen
Band-Mitglieder noch zwei Alben heraus, die aber keine
großen Erfolge wurden. Im April 1973 löste
sich die Band auf. Zu einem Reunion-Konzert traten die
drei überlebenden Doors-Mitglieder jedoch am 26.
September 2000 nochmals zusammen, gemeinsam mit mehreren
Sängern (darunter Ian Astbury), die Morrisons Part
übernahmen.
Das Jahr 2002 brachte
wieder Bewegung in die Bandgeschichte. Mit Ian Astbury
von der 80er-Jahre-Kult-Band The Cult gingen die Doors
zunächst in den USA wieder auf Tournee, wobei sie
allerdings den Bandnamen in „Doors of the 21st
Century“ geändert haben. Im Jahre 2004 folgte
eine Welttournee. Hintergrund für die Namensänderung
ist ein in den USA anhängiger Rechtsstreit, der
von John Densmore und den Eltern Jim Morrisons gegen
die übrigen Bandmitglieder eingeleitet wurde. Anstelle
von John Densmore spielt jetzt Ty Dennis Schlagzeug,
und anders als früher tritt die Band mit einem
eigenen Bassisten auf (Angelo Barbera). Am 22. Juli
2005 verbot der Los Angeles Superior Court Manzarek
und Krieger die Benutzung des Namens „The Doors“
und des Doors-Logos. Außerdem ordnete das Gericht
an, dass Manzarek und Krieger alle Gewinne aus den „Doors
of the 21st Century“ an die ursprüngliche
Doors-Partnerschaft herauszugeben haben. Nach dem Gerichtsurteil
will die neuformierte Band unter dem Namen "Riders
On The Storm" weiter auf Tournee gehen.
Ein weiterer Prozess
gegen die Urmitglieder der Band wurde von dem Ex-Police
Drummer Stewart Copeland angestrengt, der zunächst
als Schlagzeuger für die neuformierte Band vorgesehen
war.
Am 5. Januar 2005 verstarb
der ehemalige Manager der Doors, Danny Sugerman.