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Montag, 09.10.2006
The Doors of Perception eroberten die Herzen der Hamburger im Sturm!
© by Iris Wilke

Am 29. September im Jahre 2006 gaben The Doors of Perception im Downtown Bluesclub wieder ein Gastspiel. Ich durfte die Gruppe zum ersten Mal mit Jim Lizardking und Jan-Erik Hubele genau vor einem Jahr in diesem Club erleben, und sie hatte uns total begeistern können. Wir waren uns einig gewesen, dass diese Band in Sachen Doors das Beste gewesen ist, was uns in Deutschland jemals in die Ohren gedrungen war. Meine Freundin Annemarie hatte mir in einer Mail diese Meinung bestätigt, nachdem sie die Band am 22. September in Hockenheim gesehen hatte. Sie ist auch eine große Doors-Kennerin. Nun waren wir gespannt, was uns erwartete. Diesmal hatte ich einen alten Freund mitgebracht, der nicht zur Doors-Family gehört, der aber mit Rock und Blues sehr verwachsen ist. Als wir den Club betraten, konnten wir gerade einmal »a feast of friends« ausmachen, die dem Abend in aller Gelassenheit entgegensahen. Das sollte sich aber schnell ändern, denn kurz vor dem Auftritt war der Laden gerammelt voll. Die Menschen drängten sich schon ganz nah an die Bühne, als nur die Instrumente still und wartend zu betrachten waren. The Doors of Perception kamen dann heiß und ersehnt mit ein wenig Verspätung auf die Bühne.

Als die Musiker sich dann freundlich winkend auf der Bühne versammelten und die ersten Klänge ertönten, da empfand ich diese Musik gleich als überirdisch. Schon nach wenigen Minuten konnte ich in diese harmonischen Klänge eintauchen und alles um mich herum vergessen. Ich hatte mir ganz vorsichtig und mit schlangenhaften Bewegungen einen Platz vor der Bühne erobert - und sogleich spürte ich, dass die Menschen um mich herum auch schon von den ersten Tönen begeistert waren. Die Leute fingen gleich an zu tanzen, alles wiegte sich in der Musik, einige sangen gleich mit. Unsere Hüften bewegten sich wie automatisch im Rhythmus, als »Love me two Times « erklang. Der Sänger hielt dort oben locker den Mikrofonständer in den Händen, als wäre er ein schöner und exotischer Zen-Meister, der unseren Exkurs in diese Welt der Harmonie und der Liebe mit achtsamer Aufmerksamkeit lenkte. Seine Jim Morrison-Performance war ein Hochgenuss. Der Gitarrist brachte das Publikum mit seinen sorgsam eingesetzten und virtuos gespielten Soli zum Abheben. Meine Ohren konnten an diesem Abend einfach nicht genug davon bekommen. Sein schönes Lächeln wirkte ansteckend. Ich sah nur strahlende Gesichter an diesem Abend. Der ruhige und geheimnisvoll wirkende Organist entlockte seinem Instrument verspielte und exotische Töne, während der junge Schlagzeuger in voller Konzentration dabei war. Der Rhythmus ging direkt in den Bauch. Ich kann mich an die Reihenfolge der Songs im Nachhinein kaum noch erinnern, weil ich an diesem Abend vollkommen in der Musik aufgegangen bin. Diese Musik brachte alles ins Fließen und die Zeit schien wie aufgehoben, in jedem Augenblick lag ein Schimmer des Göttlichen, weil diese Schamanen dort oben auf der Bühne mit ihren Instrumenten zu einer Einheit verschmolzen waren. Ich weiß nur noch, dass es nach jedem Song einen großen Applaus gab.

Während der Pause sah ich das Strahlen und Leuchten in Jim Lizardkings Augen und seiner Gefährtin Nina schien die Musik auch gefallen zu haben. Mein Begleiter hatte während des Konzerts die ganze Zeit am Bühnenrand gestanden. Sein Gesicht war vollkommen entspannt und auch seine Augen waren in einen Glanz getaucht. Als die Musiker wieder auf die Bühne kamen, zog ich ihn mit mir in die Menge vor die Bühne, damit er alles genauer betrachten konnte. Es war gar nicht so einfach, dort noch einen Stehplatz zu ergattern. Ich musste herzlich lachen, als drei attraktive junge Damen, die sich wie eine Kette mit den Händen aneinander hielten, mit einer Entschuldigung an uns vorüber zogen. Die schöne Anführerin sagte mit einem süffisanten Lächeln auf den Lippen zu mir: » Dürfen wir hier durch? Wir wissen ja, dass alle den Sänger so schön finden. Wir aber wollen uns den Organisten einmal aus der Nähe betrachten. Der Mann hat etwas an sich, das uns interessiert. Ich hoffe, du hast Verständnis dafür. « Lächelnd antwortete ich den Ladys: »Das kann ich durchaus verstehen. Hier sind ja alle Bandmitglieder sehr attraktiv. Nur zu meine Damen, wir werden ein Stück zurücktreten « Ich musste in diesem Moment an einen Satz denken, den ein Freund meines geliebten, verstorbenen Mannes einmal zu mir gesagt hatte: » Ist dir eigentlich schon einmal aufgefallen, dass musizierende Menschen immer schön sind? «

In der zweiten Hälfte steigerte sich das Geschehen auf der Bühne bis zum Crescendo. Der Sänger zeigte sein ganzes Können, als er »Celebration of the Lizard « auf der Bühne inszenierte. Er machte ganz deutlich, wie außergewöhnlich dieser »Artaud- Rock « der Doors einmal gewesen ist. Der Geist von Antonin Artaud, diesem genialen Schauspieler, Zeichner, Schriftsteller und Theaterwissenschaftler, wurde von den Doors in ihre Musik integriert. Er hatte die Performance erfunden und nun zeigte uns der Sänger der Doors of Perception, wie faszinierend der Vortrag von Jim Morrison wohl einst gewesen ist. Seine Darbietung war reine Kunst, ein ästhetischer Hochgenuss. Im Publikum war es während dieses Vortrags ganz still geworden und am Ende wollte der Applaus kein Ende nehmen. Auch bei dem Song »Roadhouse Blues« faszinierte seine Stimme bei den dadaistischen Gesängen und aus dem Publikum waren Stimmen zu hören, die ihn begeistert anfeuerten. Als die Gruppe dann »Riders on the Storm« vortrug, verwandelte sich das Publikum in ein kleines, wogendes Meer. Wir spürten den sanften Lichtregen auf unserer Haut, den der Organist aus seiner Orgel zauberte. Der Rhythmus durchströmte unsere Körper, hinter mir hielt jemand eine leuchtende Taschenlampe über meinen Kopf, ein sich hin- und herwiegendes Licht strahlte zurück auf die Bühne. Die Leute klatschten im Rhythmus, als das wundervolle Intro zu »Light my Fire« erklang. Auch hier hörten wir wieder diese überirdische Gitarre, die alles ins Schweben brachte.

Am Ende des Konzertes forderte das Publikum lauthals Zugaben. Die Energien wurden gebündelt, als die Gruppe mit verzierten und vielen psychedelischen Elementen den Song »The End« vortrug. Es war eine ganz eigene Interpretation. Der Organist entlockte seinem Instrument indische Klänge und mein Begleiter tanzte schon die ganze Zeit ekstatisch dazu. Am Ende waren die Band und das Publikum eins geworden. Ich war ganz traurig, als das Konzert zu Ende war, obwohl die Leute immer noch auf eine weitere Zugabe warteten. Die Gruppe hätte die ganze Nacht durchspielen können und es wäre mir nicht zu viel geworden. Wir fühlten uns alle wie berauscht, als das Konzert zu Ende war. Jim Lizardking konnte die Band noch zu einem Gruppenfoto überreden. Und danach war es wieder einmal herzerfrischend, einen kleinen Plausch mit dem Gitarristen zu halten. Er freute sich über das Hamburger Publikum und das machte uns sehr froh. Er erzählte mir auch, wie hart die Band an ihren Stücken arbeitete, und ich dachte dabei im Stillen, dass es wohl kaum noch möglich ist, diese Leistung zu steigern. Er versprach uns beim Abschied, dass die Band gerne wieder nach Hamburg kommt. Jim Lizardking kam mit mir wortlos überein, dass dies ein absolut gelungener Abend war. Die schönen Nachklänge und das harmonische Zusammenspiel der einzelnen Musiker begleiteten uns noch bis in die Nacht hinein. Mein alter Freund Deva erzählte mir später, dass diese Musik so elementar jedes einzelne Chakra durchströmte. Er war erfüllt und dankbar.


 

2006



DOORS of Perfection Event in Illingen / Saarland
© 04.2006 by Gernot

Am Samstag, 15.04.2006 traf mein Freund JLK mit Verspätung bei uns im hessischen "Romain wilderness of pain" ein. Sonntagmorgen gegen 09:30 Uhr machten wir uns dann auf die Reise nach Illingen im Saarland, um das dortige Doorsfestival aufzusuchen, welches von Sabine und ihrem Eventpartner Andy unter dem Motto DOORS OF PERFECTION stattfinden sollte. In Kaiserslautern stieg dann noch Jan-Erik Hubele und sein Freund Matthias (?) zu uns.

In Illingen angekommen war es dann auch nicht sonderlich schwer mit dem Navigator die Veranstaltungsstätte zu finden. Mitten im Herzen Illingens steht - zentral und doch naturnah - das Kulturforum Illipse. Landschaftlich ist die Illipse reizvoll eingebettet in den Burgpark mit dem idyllischen Wasserlauf der Ill.

Der architektonisch außergewöhnliche Bau wurde im Oktober 2001 eröffnet. Der Bau überzeugt durch klare Architektur und edle Materialien. Architektonisches Markenzeichen ist die elliptische Form.

Durch das lichtdurchflutete, mit einem ovalen Oberlicht versehene Treppenhaus kommt der Besucher in das großzügige Foyer mit einladender Theke. Besucher loben das Flair des Saales, der sich für Musik- und Theaterveranstaltungen ebenso eignet, wie für Firmenfeiern und Kongresse, für alle, die das Besondere lieben.

Bis zu 500 Besucher finden hier Platz, weitere 100 Personen auf der Empore. Die Bühne mit 5 Zügen, Leinwand und ausfahrbaren Treppenstufen bietet beste Vorraussetzungen für Veranstaltungen aller Art.

Die Bands waren schon beim Soundcheck und es herrschte ein chaotisches Durcheinander. Aber das kenne ich von vielen Event's her. Wer ist der nächste auf der Bühne. Wie stellen wir die Anlage und so weiter. Das ist auch bei HOT STUFF und den QUIETSCHBOYS (die Bands, bei denen ich mithelfe) nicht anders. Auch die DOORS Experience aus Österreich waren schon anwesend. Ich unterhielt mich längere Zeit mit deren Fotografin Waltraud. Über was? Nun, über das Fotografieren... das Fotografieren... und nochmals über das Fotografieren. Wir lernten Sabine (Veranstalterin) endlich auch mal persönlich kennen, die wir bis dato nur vom Telefon und Emails her kannten. Darryl Read war auch schon anwesend und Jochen Maaßen mit Partnerin und Hans Bezemer kamen dann auch noch und bauten ihren Bücherstand im Foyer auf.

Die DOORS Experience waren noch etwas platt von der anstrengenden Reise und mit einer längeren Verspätung begann dann da Event oder das was wir uns alle gewünscht hatten. Aber wie so oft: es kommt vieles anders im Leben als geplant, organisiert und gewünscht. So war es auch in Illingen: es fehlten die Zuschauer.

Ich habe lange gezögert, ob ich den Bericht so schreiben soll wie es sich im Endeffekt zugetragen hat, oder ob ich das mit den Zuschauern überspringen soll. Aber ich denke, dass mir Sabine, JLK und alle anderen Betroffenen verzeihen werden, wenn ich hier die wirkliche Geschichte niederschreibe.

Es waren leider nur wenige Karten im Vorverkauf an den Mann und die Frau gebracht worden; und mehr wurden es auch nicht während des ganzen Event's. Woran es lag? Das kann weder ich noch irgendein anderer der Anwesenden, Musiker, Veranstalter sagen. Es lag weder an Sabine, noch an ihrem Partner Andy, noch an den Bands, noch an der Werbung. Es war einfach unbegreiflich, dass in einem Ort wie Illingen - wo eh nix geboten wird außer mal 'ner Blaskapelle oder irgendeinem Schnulzensänger / -einer -sängerin - nicht ein paar mehr Leute zu bewegen waren, dem Aufruf zum Event zu folgen. Es war einfach nur traurig, zumal Sabine und Andy jetzt auch noch ein paar Schulden abbezahlen müssen und nicht wissen wie sie das Geld auftreiben sollen. Im Nachhinein habe ich dann im Laufe des Abends auch mehrmals zu Sabine gesagt, dass vielleicht der Ort an für sich falsch gewählt wurde. Aber wer sollte das schon im voraus wissen und beantworten. Auch hatte ich und JLK Sabine noch geraten die DOORS Experience zu verpflichten, das sie eigentlich immer und überall bisher als Zugpferd für eine Menge Zuschauer gesorgt hatten. Zu nennen ist da im Besonderen der Heidelberger Schwimmbad Club, das Objekt 5 in Halle, das Feast of Friends-Festival 2005 in Heyrothsberge bei Magdeburg, um nur die deutschen Schauplätze der Band aus Österreich zu nennen.

Über die Bands kann und will ich nicht viele Worte verlieren, da es auch für sie nicht einfach war vor einer leeren Halle auf der Bühne zu stehen. Positiv für mich: CHANGELING aus Mainz mit einem stimmlich guten Sänger, die ich das erste Mal live erleben durfte. PURPLE LEGION fand ich auch nicht schlecht, zumal deren Keyboarder eine originale Gibson G101/Kalamazoo K101-Orgel und den FENDER Rhodes Keyboard Bass spielte. Auch deren Sänger war okay.

Zu STONED IMMACULATE
ist es nicht so einfach für mich die richtigen Worte zu finden, zumal Marco übernervös war, ebenfalls vor leerer Halle spielen mußte und als "DOORS-Opener" auch nicht gerade das große Glückslos gezogen hatte.

Zu den DOORS Experience:
Enttäuschend war für sie bestimmt auch die leere Halle. Ärgerlich war für Klaus, dass Getränke in und über das Keyboardequipment geschüttet, ein Gitarrenständer vom Sänger der Gruppe VOID in das Keyboard geschleudert wurde, die Räucherstäbchen von Klaus einen anderen Besitzer gefunden hatten. Trotzdem haben sie versucht das Beste aus der Situation zu machen und den paar Leuten eine passable Show zu bieten. Klaus bewies wieder einmal seine geniale Tastenarbeit, Rene sein Können an der Gitarre, Christoph seine Schlagzeugsicherheit und Martin seine Bassläufe. Jason gab sich sichtlich Mühe, seinen Frust wegen der nicht gut ausgerichteten Soundqualität des Mannes am Soundboard zu überspielen, was auch Klaus tierisch auf die Nüsse gegangen sein mußte, denn er gab es irgendwann einfach auf, dem Mann am Mixer durch Zeichensprache zu verstehen zu geben, dass er mit der Monitoreinstellung an seinem Tastenequipment mehr als zufrieden war. Störend war auch, dass ein besoffener Gast laufend auf der Bühne herumsprang, Jason das Mikro entwand, um unkontrollierte Grunzlaute loszuwerden.

Zum Schluß meines Berichtes:
tausend Dank an Sabine und ihr Team, die sich wirklich alle erdenkliche Mühe gemacht hatten. Ihr ALLE seit nicht schuld daran, dass das ganze in einem derartigen "Fiasko" endete. Und: Sabine, laß Dich nicht entmutigen, sondern denke daran, dass Du auch wirkliche Freunde gefunden hast, trotz allem Nebel der zur Zeit noch über allem sein Netz gelegt hat.


Mittwoch, 11.01.2006
The Doors Experience: Weltklasse
(Quelle: © by Jim Lizardking)
(Fotos: © by Uwe Huhn)


Foto © by Uwe Huhn

Endlich mal wieder die Doors Experience live erleben – was will man mehr? Auf dem Weg nach Halle/Saale freute ich mich nicht nur auf die Band, sondern auch auf meine Freunde Uwe und Angelika. Meine Laune bei der Ankunft in Halle war trotzdem nicht die beste, denn irgend jemand hatte mich auf der Anreise in der Bahn um meine Geldbörse mit allen Papieren erleichtert.

Uwe und Angelika holten mich am Bahnhof ab, da wir uns noch mit einigen Freunden treffen wollten. Nach einem Abstecher beim BGS wegen meines Portemonnaies konnten wir endlich mit Verspätung zum Restaurant fahren.


Foto © by Uwe Huhn

Dort trafen wir Kai und seine Freundin. Nach einem sehr guten Essen brachen wir dann gemeinsam zum „Objekt 5“ auf, einem kleinen Live-Club. Dort warteten schon Marco und Chris auf uns. Gemeinsam enterten wir den Laden. Es waren nur noch 30 Minuten bis es losgehen sollte. Trotzdem wagten wir es gemeinsam, die Band Backstage aufzusuchen. Wir wurden von Jason, Klaus und seinen Leuten herzlich begrüßt. Nach einem kleinen Smalltalk gingen wir wieder zurück in die Halle, um auf den Beginn des Gigs zu warten.


Foto © by Uwe Huhn

Ich hatte die Doors Experience schon zweimal live erlebt, wusste eigentlich, was für ein Konzert mich erwartete. Als der Gig dann endlich losging, liefen mir trotzdem sofort wieder Schauer über den Rücken. René an seiner Gitarre, Klaus am Keyboard – der wahrscheinlich beste Keyboarder in Europe – und Jason „Jim“ Boiler als der überzeugendste Jim, den es nach 1971 gegeben hat ... die fünf Band-Mitglieder brachten schon nach wenigen Takten den ausverkauften Club in Stimmung. Es folgte ein Hit nach dem anderen.

Nach der ersten Pause fiel das Publikum dann total in Ekstase. „Pogo“ vor der Bühne habe ich so selten erlebt. Ich war selber wie in Trance und kann nicht beurteilen, wie viele Leute wirklich auf der Bühne „The Doors“ gesehen haben ... die Band war einfach Weltklasse!


Foto © by Uwe Huhn

Leider ging das Konzert nach etwa drei Stunden dem Ende entgegen. Nach sehr vielen Zugabe-Rufen tauchte die Band aber noch einmal auf der Bühne auf. Es folgte ein wahnsinniges Finale mit den Super-Hits „Gloria“ und „The End“, und ich dachte ganz einfach mehr, mehr, mehr ... nach dem (für mich) noch immer zu kurzen Konzert gaben Jason und seine Crew bereitwillig Autogramme und unterhielten sich mit den Fans. Der perfekte Ausklang für ein rundum gelungenes Konzert.

Ich bedanke mich sehr im Namen aller (anwesenden) Doors-Fans, die The Doors nie live erleben konnten. Nach 1971 gab es für mich nichts Besseres. Daher freue ich mich sehr, diese sehr sympathischen Jungs im Feast of Friends 2006 in Heyrothsberge wiederzusehen.


Foto © by Uwe Huhn


Dienstag, 10.01.2006
Begegnungen in Paris
© Text + Fotos 2006 by Monika Torchalski


Paris 01

Ich bin am 30.12.2005 in Paris gewesen. Habe direkt nach Ankunft in Paris das Grab von Jim auf dem Friedhof Pere Lachaise besucht. Wir (zu viert) waren sehr früh dort, so gegen 9 Uhr. Ich hatte Glück, denn keine Fans weit und breit. Ich konnte endlich zum ersten Mal sein Grab besuchen und „alleine“ mit Ihm sein. Wir standen laut Plan schon an der richtigen Stelle, doch weit und breit kein Grab von Mr. Morrison.


Paris 02

„Wo ist das Grab nun?“ frage ich meine Freunde. Und dann noch mal mit voller Aufregung: „Es muss hier sein…“. Meine Freundin antwortet: „Das Grab hat doch eine Büste des Kopfes von Jim“. (Sie besuchte Jim‘s Grab schon mal vor vielen Jahren und hatte es so in Erinnerung). Ich verneine: „…die Büste ist schon längst gestohlen worden, es gibt keine Büste mehr“. Bevor ich weiter reden kann, drehe ich mich instinktiv um eigene Achse um, als sei es mir befohlen.


Paris 03

In dem Moment, bei leichter Dämmerung, richten sich meine Augen auf den entfernten Schriftzug:
„James Douglas Morrison“.


Paris 04

Sehr euphorisch, wie magnetisch hingezogen, zieht‘s mich dort hin. Ich bin überwältigt.
…hier liegst Du also
…weit von den großen Gräbern, nach Außen so unauffällig und bescheiden, so klein, beinah erdrückt von den Gräbern links und rechts. Die vielen Blumen sagen mehr als Worte.
So ruhst Du also, GROßER Jim?
Ohne zu zögern, überwinde ich die vorhandene Absperrung, um direkt an Jim‘s Grab zu gelangen, obwohl es nicht erlaubt ist. Mir ist in dem Moment alles egal!!! Komme was wolle. Meine Zeichnung von Jim (habe Ihn am Tage zuvor porträtiert) lege ich zu den Blumen hin und zünde meine Kerzen mit seinen Fotos an. Kurzes Gebet, Gedankenaustausch. Mir geht in diesen Moment so viel durch den Kopf. Ich weiß, daß ich mich hier nicht lange aufhalten darf. Ich muß mich beeilen. Obwohl ich all diese Gedanken nicht so schnell ordnen kann, genieße ich diesen Moment, Ihm so Nah zu sein. Es ist unbeschreiblich…


Paris 05

Nach kurzer Zeit kommt aber schon ein Security-Man und fordert mich auf, sich sofort zurück vor die Absperrung zur stellen. Ich befolge seine Anweisungen und genieße weiter diesen Moment.
…Dann
„ …Wir müssen weitergehen, wir haben nicht mehr viel Zeit“ sagen meine Freunde.
Ich gehe sehr ungern…


Paris 06

Kurz darauf fahren wir zu Rue Beautreillis 17, wo Jim zuletzt lebte und dort gestorben war. Er lebte dort mit Pam in der 3-te Etage, rechts.


Paris 07


Paris 08


Paris 09


Paris 10

(+) Allerdings befand sich die Wohnung nicht zur Straßenseite, sondern zum Hinterhof. Stellt Euch vor: Ich bin zum Hinterhof durchgekommen!!!, wie? bleibt mein Geheimnis.


Paris 11

Im Hinterhof stehend, blicke ich auf die Fenster seiner Wohnung und denke: …wenn die Mauern sprechen könnten, was hier wirklich am 03.07.71 geschah…
…JIM, an dieser Stelle, hinter diesem Fenster, hast Du also „Abschied“ genommen…???

Dann schieße ich noch paar Fotos vom Hinterhof und von der Frontfassade.
Ich habe an diesen BESONDEREN Tag, echt viel Glück gehabt!

Monika T. 2006

+++++ +++ +++++

(+) Anmerkung:

Das ist so nicht richtig, liebe Monika. Siehe Bild "Paris 09 + 10". Ich habe die Wohnung der Strassenseite mit gelben Punkten markiert. Das 120 qm-Appartemen mit seinen fünf Zimmern, einer geräumigen Küche, langem Korridor und Badezimmer befand / befindet sich in der Rue Beautreillis 17, im dritten Stockwerk.

Die Wohnung gehörte zu der damaligen Zeit dem Model Elisabeth Lariiere`mit dem Künstlernamen ZoZo. Jim und Pam sollen 400 alte französische Franc (umgerechnet etwa 1200.- DM seinerzeit) an Miete gezahlt haben. Ein stolzer Preis für das Jahr 1971. Die beiden zogen am 19. März 1971 in das Appartement ein. An eines der Fenster an der Vorderfront rückte Jim einen Tisch, um daran zu arbeiten.
.
The unknown soldier

Die Details stammen aus dem Buch von Jan-Eric Hubele "Zwischen Himmel und Hölle"


Freitag, 30. Dezember 2005
DOORS Experience-Konzert im Culture Factor Y
A-6890 Lustenau

um die erinnerung an the doors experience nicht einschlafen zu lassen und die allgemeine wartezeit auf ein wiedersehen zu verkürzen, stelle ich ein paar festgehaltene gedanken nach dem lustenau-konzert vom 30. dezember 2005 ins forum. mit ausnahme einer ganz persönlichen, privaten anmerkung ist der text ungekürzt und unverändert meinem doors experience konzerttagebuch entnommen. der lesespass sei mit euch...

es war nicht das dritte oder vierte konzert dieser großartigen gruppe. ich mag schon gar nicht mehr die anzahl der besuchten gigs zählen. aber mir erschien es als hätte ich diese band zum ersten mal live erlebt. viele dieser wunderbaren songs der doors hab ich schon x-mal, durch the doors experience interpretiert, erlebt, und nach dem auftritt in lustenau war?s mir, als hätte ich bisher geschlafen oder einfach so viele extrem geile details nicht gehört, nicht wahrgenommen. die riesengroße freude darüber, dass es nach vielen stunden ungemütlichster anreise doch noch geklappt hat und meine begeisterung über dieses neue empfinden während und nach des konzerts haben mich dann auch dazu veranlasst, mich backstage etwas arg laut mitzuteilen. na, ich hoffe, die burschen verzeihen mir mein geschrei?.

ich verzeihe ihnen dafür, dass sie ihr können, ihre genialität für den tag in frage gestellt und gemeint haben, sooooo gut seien sie nun wirklich nicht gewesen. verdammt, die hören sich einfach selber nicht, nicht mit meinen ohren, und die erleben sich halt nicht mit meinem empfinden?und es muss nicht immer zagreb mit tausend zuhörern sein, um die grenzgenialität von jason, rene, schlauchi, martin und klaus unter beweis stellen zu können.

ja, es war schon arg an diesem tag. dabei hatte ich mir das so einfach vorgestellt. um 1500 uhr in den zug einsteigen und um 2000 uhr in lustenau im cultur factor y the doors experience treffen, mich beim konzert in die musik der doors und in die exzellenten darbietungen von jason und co zu versenken und halt dann gegen fünf morgens wieder im zug heimgondeln. aber nix da?.schneestürme im osten österreichs und die oebb waren da anderer meinung. zugverspätung bis zu drei stunden, anfangs gab?s auch keine konkreten auskünfte, also erst einmal auf zwei etappen bis nach innsbruck, dann wird?s schon auf irgendeine art weiter gehen ? so meine gedanken und pläne. das hieß aber auch stundenlanges warten in zugigen bahnhofhallen, herumstehen auf bahnsteigen bei eisigen temperaturen. gegen 2200 uhr eintreffen im culture factor ? blitzschnell mit dem taxi vom bahnhof dornbirn nach lustenau. jouu, sonst gabs ja keine verbindungen mehr. macht nix. ungefähr eine viertelstunde vom konzert hab ich anscheinend versäumt. so wenigstens die auskunft der äußerts freundlichen mitarbeiter im jugendzentrum. die liebenswürdigen jungen leute verhalfen mir auch anschließend zu einer mitfahrgelegenheit zurück nach dornbirn, so konnte ich auch einen blick ins veranstaltungszentrum conrad sohm werfen. das wär halt ein tempel für die doors experience, wow?groß genug für mindestens tausend leute.

es wär zu schön, könnten die burschen die sohm-halle füllen und alle besucher wünschte ich dann mit so einer großen begeisterung beim konzert mitzugehen wie das bunt gemischte publikum im factor.

ach ja, meine wünsche in bezug auf diese band?verrückt muss ich wohl sein, so weit zu fahren und mich immer wieder so arg hineinfallen zu lassen. es ist schon eigenartig, dass auch nach so vielen konzerten noch immer oder vielleicht immer mehr mein wunsch nach einer weiteren doors experience vorhanden ist. es ist kein konzert dem anderen vergleichbar, sie wachsen und entwickeln sich, sie wachsen wohl zum teil über sich hinaus. und immer noch ist mein verlangen nach mehr nicht gestillt, weil immer noch auch bei the doors experience ein mehr fühlbar ist, ein darüber, dahinter....
(Quelle: fuzzy)


Dienstag, 27. September 2005
PARIS, September 2005 –
Auf den Spuren von Jim Morrison

Illustrierter Bericht von Jason “JIM“ Boiler

Vorwort
Offen gestanden bin ich bis September 2005 noch nie in Paris gewesen.

Der Umstand, dass ich bis dato noch nie die Hauptstadt der „Grande Nation“ mit ihrem so einzigartigem Flair, ihren unzähligen imposanten Bauwerken und der für Europa und den Rest der Welt so prägenden Geschichte besucht hatte, war mir schon immer ein Dorn im Auge. Dass Jim Morrison die letzten Tage seines Lebens in Paris verbrachte und seine letzte Ruhestätte dort gefunden hat, war natürlich ebenso ein Grund, dass ich mich spontan für diesen kurzen Paris-Trip entschied. Warum ich mich als Jim Morrison-Interpret erst jetzt auf Jims Spuren begebe und das nicht an seinem Todestag, werden sich an dieser Stelle viele zu Recht fragen: Nun, den 3. Juli habe ich immer schon wegen der Hektik und dem Trubel an Jims Grab ausgeschlossen. Das ist eben nicht meines. Ich wollte so lange warten, bis die Zeit für mich reif war, diesen Schritt zu tun. Manche Dinge im Leben dauern eben etwas länger, dafür erlebt man sie dann meistens um so intensiver.

Dienstag, 27. September 2005



Es ist ein herrlich-sonniger, windstiller Frühherbstmorgen, als ich mich gegen 9 Uhr mit meiner Lebenspartnerin Brigitte vom Hotel unweit der Métrostation Père Lachaise auf den Weg zu Jims Grab machte - in der Hoffnung, es noch relativ menschenleer anzutreffen. Ich liebe diese speziellen Herbstage, nicht zu warm und nicht zu kalt, in denen sich die Natur noch einmal in den buntesten und prächtigsten Farben zeigt, bevor ihr Lebenswille schwindet und der Winter sie kahl und leblos erscheinen lässt.

Ob Jim sich auch noch einmal so ein Erblühen vor seinem Tode erhoffte, nachdem er schon ziemlich ausgebrannt und vom Alkoholmissbrauch sichtlich gezeichnet hier ankam? Außer Zweifel steht, dass er den weiten Weg hierher nach Paris kam, um ausreichend Abstand von dem ganzen Trubel, der in Amerika um seine Person herrschte, zu haben und um hier wieder zu sich selbst finden zu können. War er aber nur deswegen nach Paris geflüchtet oder wollte er nach einer gewissen Phase der Selbstfindung weitere Zukunftspläne mit den Doors schmieden?

Hatte er definitiv vor, irgendwann wieder gestärkt nach L.A. zurückzukehren, um mit den restlichen Doors weiter zu touren und weitere Alben zu produzieren oder wollte er sich hier für den Rest seines Lebens niederlassen, nie mehr wieder Musik machen? Und warum sollte er gewollt in seinen frühen Tod steuern, ausgerechnet hier in dieser Stadt voll Leben – im Paris der Künstler, seinem selbst gewählten Domizil?

Eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass Jim wirklich so früh sterben wollte, trotz der immer wieder kehrenden Todessehnsucht in seinen Lyrics. All diese offenen Fragen gehen mir durch den Kopf, während ich von weitem auf die Mauern des Cimetière du Père Lachaise zu meiner Rechten blicke und die Stufen in die Métro hinabsteige.

Gelesen hatte ich schon so ziemlich alles über Jims letzte Tage in Paris. Jetzt war es endlich an der Zeit, mir selber Gewissheit zu verschaffen, für mich selber Antworten und Erklärungen darauf zu finden – egal, ob sie im Endeffekt nach außen hin falsch oder richtig gedeutet werden. Für mich alleine mussten sie einen nachvollziehbaren Sinn ergeben, um meine dahingehende Erfahrung irgendwie in meine Performance als Jim Morrison-Interpret einbringen zu können.

Mit einem Exemplar von Rainer Moddemanns englischer Ausgabe des Jim Morrison Complete Paris Guide in den Händen (Moddemann hat mit dem Paris Guide wirklich ganze Arbeit geleistet – den kann ich nur wärmstens weiter empfehlen!) fahren wir wie im Büchlein beschrieben von der Métrostation Père Lachaise zur nächsten Haltestelle Philippe Auguste.

Von dort nehmen wir den kürzesten Weg zu Jims Grab. Kommt man aus der Métrostation, sieht man zur Rechten die Bar „Le celtic“. Von dort führt ein kurzer Weg in die Rue du Repos, wo man sofort das Schild zum nächsten Friedhofseingang findet. Man folgt dem Pfeil nach links und nach wenigen Metern steht man vor dem offenen Eingangstor. Der Eingang ist zwar zusätzlich mit einem Schranken abgesichert, stellt jedoch für Fußgänger kein Hindernis dar. „Seltsam“, denke ich mir, als ich die Tafel, auf der die ganze Anlage samt Gräbern übersichtlich aufgezeichnet ist, näher betrachte und kein Mensch weit und breit zu sehen ist!? Anscheinend hab ich einen ruhigen Tag erwischt – was für ein Glück!

Chopin, Molière, Oscar Wilde, die Piaf, Yves Montand, um hier nur einige wenige Berühmtheiten zu nennen, haben sich auf diesem stimmungsvollen Ort zur letzten Ruhe betten lassen.
Jim Morrisons Grab liegt in der 6. Abteilung, 2.Reihe, sagt uns die Tafel. Es ist das Grab Nr. 30.



Wir folgen der idyllischen, mit Laubbäumen gesäumten Allee hinauf, bis wir zum patinaüberzogenen Denkmal von Casimir Périer stoßen. Es ist schon sehr beeindruckend, all die Mausoleen und kunstvollen Grabsteine zu sehen. Dabei hat es eher den Anschein, man ist in einem skurrilen Freilichtmuseum der Skulpturen als auf einem Friedhof.

Die Sonne blinzelt durch einen Baum in der Alle und ich kann nicht umhin, in dieser Idylle ein Foto zu schießen.

Am Denkmal angekommen drehe ich mich um. Ein paar Besucher mit Übersichtsplänen in ihren Händen - diese bekommt man am Haupteingang - irren suchend umher und siehe da, es folgen uns 2 Friedhofswachen. Ich denke mir aber nichts Ungewöhnliches dabei. Ich lasse sie passieren und folge ihnen nach direkt zu Jims Grab, das sich unweit rechts des Denkmals von Casimir Périer befindet.

Ich bin erstaunt, obwohl ich es zuvor wusste, zu allererst zwei eiserne Absperrgitter mit zwei davor stehenden, blau-uniformierten Wachen zu erblicken und erst danach Jims Grab.

Ich sehe das rundherum von Eisengittern abgeschottete kleine Grab mit dem dubiosen, quaderförmigen Grabstein, den Jims Eltern Anfang der Neunziger Jahre hier aufstellen ließen – lange nachdem die berühmte Morrison-Büste zuerst verunstaltet und danach gestohlen wurde.

Die aufgrund der fortgeschrittenen Korrosion schon schwer leserliche, griechische Grabstein-Inschrift lautet: „KATA TON DAIMONA EAYTOY“, was grob übersetzt „Er schuf seine eigenen Dämonen“ bedeutet.

Mit gemischten Gefühlen lese ich diesen Satz, weil ich nur zu gerne gewusst hätte, was sich seine Eltern damals dabei gedacht hatten, als sie das erste mal dem eher hässlichen und simplen Grabstein, den sie selber in Auftrag gaben, hier gegenüber standen.

Ein paar frische Blumensträuße und -töpfe liegen auf dem Grabstein selbst und seinem staubigen Grund. Also war schon viel früher an diesem Tag jemand hier gewesen um Jims Grab zu schmücken und ihm die letzte Ehre zu erweisen. Ich bin froh, wenigstens Blumen an seinem Grab zu sehen, denn ohne sie würde es noch trostloser erscheinen. Alle Blumen werden leider jeden Abend von der Friedhofsverwaltung entsorgt.

Die Vorderseite der steinernen Grabeinfassung wurde offenbar von unverbesserlichen Rowdies, die sich sicher Fans schimpfen, im Laufe der Zeit etwas verwüstet.

Mittlerweile steuern aus allen Richtungen kommend nun doch einige Leute auf Jims Grab zu. Da ich vorerst noch immer so gut wie alleine an Jims Grab bin, nütze ich die Gelegenheit, ein paar Bilder zu schießen, bevor ich kurz innehalten möchte.



Es ist schwer für mich in Worte zu fassen, was ich in diesem kurzen Moment der Stille empfand, denn es war unter anderem hauptsächlich ein Gefühl der Traurigkeit gepaart mit einer Spur aufkeimender Wut: dass uns einerseits Jim zu früh verlassen hat und andererseits wegen dieser ekelhaften Gitterabsperrungen, die einfach keine Nähe und Vertrautheit mehr zu seinem Grab und somit zu Jim selbst herstellen lassen. Alles nur wegen dieser über Jahre hinweg hirnlos wütenden Fans. Dieses abgesperrte, eingezäunte Grab spricht für mich persönlich Bände und die mich plötzlich überkommende Wut darüber reißt mich brutal aus meiner kurzen, stillen Andacht. Sogar noch nach deinem Tod sperrt man Dich, Jim - je nach Betrachtungsweise - ein oder aus, weil einige unverbesserliche Idioten Dich genauso wie zu Deinen Lebzeiten einfach nicht verstehen wollten. Ausgerechnet Dich, Jim Morrison, grenzt man auch noch über Deinen Tod hinweg aus. Dabei warst Du es doch, der es uns damals vorgelebt hat, wie man seine eigenen Fesseln sprengt, einen Weg vor Augen geführt hat, wie man aus seinem eigenen inneren Gefängnis ausbricht. Dass Du so früh gestorben bist, hat Dich auf eine ungewöhnliche Art und Weise unsterblich gemacht hat. Dein Grab ist eine Art Pilgerstätte für zigtausende Fans aus aller Welt geworden. Niemand, weder Du noch Deine aufrichtigen Fans, haben dieses skurrile Szenario an Deinem Grab verdient!

Dass man die Absperrmaßnahmen natürlich logischerweise treffen musste, um Jim Morrisons Grab vor weiterem Vandalismus zu schützen und ihn nicht noch mehr in seiner letzten Ruhe zu stören, leuchtet mir einerseits ein, anderseits macht mich die ernüchternde Tatsache, wie das Ganze hier abläuft, einfach betroffen. Das Grab sieht schon von weitem betrachtet schlichtweg erbärmlich aus. Das ganze Bild, wie es sich hier präsentiert, erscheint mir makaber und absurd: Jim sehnte sich sein Leben lang nach menschlicher Wärme und vor allem nach dem Gefühl des „Verstandenwerdens“, sowie es jeder sensible Künstler und jedes sensible Lebewesen auf diesem Planeten tut. Nun ist er tot, hier begraben in 4 Metern Tiefe und man lässt uns, die wir glauben, ihn in irgendeiner Weise doch verstanden zu haben und denen er noch über 30 Jahre nach seinem Tod hinaus mit seiner Musik und Poesie so viel Freude bereitet, nicht nah genug an ihn heran um ihn an unserem aufrichtigen Dank teilhaben zu lassen. Jeder sollte die Möglichkeit haben, seine ganz persönlichen Gedanken und Emotionen so nah wie möglich am Grab auszuleben – freilich ohne Zerstörungswut und Vandalismus.

Neben mir steht ein junger Bursche Anfang Zwanzig, die Hände vorne verschränkt und sichtlich ergriffen, in sich gekehrt, während die Wachen neben ihm untereinander leisen Smalltalk halten. Ich drehe mich um und bin gerade im Begriff zu gehen, als mich anscheinend ein paar junge Doorsfans – genauer gesagt, zwei Burschen und ein Mädchen – als genau den erkennen, der ich bin – nämlich als den Leadsänger der Doors Experience. Als ich mich schon einige Meter von ihnen entfernt hatte, drehe ich mich noch mal zu ihnen um und genau in diesem Moment werde ich geknipst und höre klar und deutlich wie das Wort „Jason“ fällt. Ich lächle zurück und das junge Mädchen winkt mir freudestrahlend kurz zum Abschied zu. Im Wissen, erkannt worden zu sein, begebe ich mich mit einem leichten Grinsen in Richtung Ausgang.

Mittwoch, 28. September 2005
Jim Morrison kam das erste Mal im Juni 1970 – genau ein Jahr vor seinem Tod – ohne Pamela Courson als Tourist nach Paris. Er stieg im Hotel Georges V. ab Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, auch dieser von Jims Spuren nachzugehen. Dass es eine eigene Métrostation mit dem Namen Georges V. gibt, vereinfachte die Suche erheblich. Kommt man von der Métrostation, überquert man die Champs Elysées und biegt in die Avenue Georges V. ein. Nach ca. 100 Metern (Hausnr. 31) sieht man bereits die imposante Fassade des Hotels, heute eine Nobelabsteige der Four Seasons-Kette.

Ein Jahr später, am 11. März 1971, stieg Jim erneut im Georges V. ab, Pamela war schon 2 Wochen früher angereist. Später zogen sie in ein Appartement im 4. Arrondissement – im Haus Rue Beautreillis Nr. 17. Genaueres dazu folgt später.

Einer der Lieblingstreffpunkte von Jim und Pam war das „Café de Flore“ in Saint-Germain-des-Prés, nahe der gleichnamigen Métrostation (Boulevard St.-Germain). Diese Café war damals ein sehr bekannter Treffpunkt für Literaten, Künstler und Intellektuelle. Heute versuchen hauptsächlich Touristen und Businessleute noch etwas vom längst verlorenen alten Charme zu erhaschen. Wer glaubt, hier echte Doors-Fans oder schon an der Optik erkennbare „Freigeister“ zu treffen, ist an der falschen Adresse. Im Übrigen sprechen die hohen Preise schon dagegen.

In unmittelbarer Nähe befindet sich das Restaurant „Les Deux Magots“, in dem Jim des öfteren speiste und das angeblich bis heute von den restlichen Doors – sofern sie sich in Paris aufhalten – besucht wird.

Mit der Métro fahre ich weiter zur Place de la Bastille. Von diesem geschichtsträchtigen Platz kommt man über die Rue Saint Antoine in knappen 10 Minuten in die Rue Beautreillis (5. Querstraße links von der Rue Saint Antoine).

Jim musste also um zu seinem Lieblingsplatz, der „Place des Vosges“, zu gelangen nur wenige Minuten gehen. Dieser Platz ist ringsum von Häusern mit ziegelroten Fassaden eingefasst.

In der Mitte befindet sich eine gepflegte Parkanlage mit Brunnen und vielen Bänken zum Relaxen. In diesem Park entstanden einige von Jims Gedichten (Wilderness, The American Night).

Und hier findet man – im Gegensatz zum Café de Flore – bis heute eine gemütliche, entspannte Atmosphäre vor.

Zurück in der Rue Beautreillis 17 fotografiere ich das Haus, in dessen 3. Stock Jim Morrison am Morgen des 3. Juli 1971 von seiner Freundin Pam tot aufgefunden wurde. Der zu Hilfe gerufene Arzt attestierte als Todesursache Herzversagen. Die mysteriösen Umstände seines Todes und zahlreichen Spekulationen möchte ich hier bewusst nicht erwähnen. Sie sind ohnehin zur Genüge publiziert und diskutiert worden (Genaueres dazu findet sich in dem schon eingangs erwähnten Jim Morrison Complete Paris Guide von Rainer Moddemann.)
Heute erinnert nichts, gar nichts mehr an diesem Ort an seinen berühmten Bewohner. Einziger Hinweis auf die jetzigen Benutzer ist das Hinweisschild zu einer kinesiologischen Praxis.

Jims Freundin Pamela hat seinen Tod nicht verwunden und folgte ihm nur 3 Jahre später – im April 1974 – in Folge einer Überdosis Heroin nach.

Dass Jim als Musiker in unseren Herzen weiterlebt, wissen wir.
Umso mehr hat es mich gefreut, dass es nahe der wichtigsten Stätte des Denkens in Paris – bei der Universität Sorbonne – auch eine Referenz auf den Poeten Jim Morrison gab.

Ein Plakat wies unter dem Titel
„Je suis un homme de mots.
Jim Morrison“

(„Ich bin ein Mann der Worte.“) auf ein Theaterstück mit Originaltexten von Jim Morrison hin.

Gerne wäre ich noch einige Zeit weiter auf Jim Morrisons Spuren durch Paris gewandert. Doch nachdem ich nur zweieinhalb Tage zur Verfügung hatte, wollten wir auch andere Paris-Highlights, wie zum Beispiel Notre Dame, die Champs Elysées mit dem Triumphbogen, Montmarte und last but not least den Eiffelturm sehen. Übrigens – so abgedroschen das auch klingen mag: Paris muss man einmal in seinem Leben von der 274 Meter hohen Plattform des Eiffelturms gesehen haben.

Habe ich in dieser kurzen Zeit, in der ich Jims Lebensgefühl in Paris aufspüren wollte, nun etwas für meine Rolle als Jim Morrison-Interpret mitnehmen können? Habe ich Antworten auf meine Fragen gefunden?

Für mich persönlich heißt die Antwort „Ja“. Einiges erscheint mir jetzt viel klarer. Allerdings – in vielen Situationen spürte ich, dass die Aufbruchstimmung und der enorme Freiheitsdrang von Jims Ära der späten 60er- und beginnenden 70er-Jahre nur mehr mit viel Phantasie und Feingespür zu erahnen ist. Nur wenige Plätze haben ihren berühmten Charme behalten, das meiste wurde längst vom Massentourismus und der Konsumgier weggeschwemmt. Dennoch bin ich mir sicher: Paris und Jims Grab haben mich nicht zum letzten Mal gesehen...

© Jason Boiler 2005


Das erste Doors-Festival in Deutschland am 30.Juli 2005,
in Heyrothsberge, bei Magdeburg

EMPFEHLUNG !!!


Wild Child in the City of Light
- The Unfinished Diary of a Rock & Roll Addict -
by
Jochen Maaßen

Wild Child in the City of Light, is the diary of a Rock & Roll junkie, following his idols all over Europe and beyond. Jochen Maaßen will take you across two continents, to Paris, London, New York, Rotterdam, Bremen, Cologne, Liverpool and countless other places, where he meets great musicians like Robby Krieger, John Densmore and Ray Manzarek of the Doors and Eric Burdon. He goes on tour with The Soft Parade, is in Paris during the annual Jim Morrison celebration and tries to buy a beer at a petrol station in Liverpool on Yellow Submarine Day.

Wild Child in the City of Light is packed with rare and unpublished interviews, pictures, paintings, poems and stories by Joe Russo, Michelle Campbell, Andre Mittwollen, Hans Bezemer, Darryl Read, Johanna Hébert, Gilles Yéprémain, John Shureman and, of course, Jochen Maaßen himself.

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Mein Kommenum Buch:Jochen Maaßen lernte ich persönlich am 30. Juli 2005 auf dem Feast Of Friends-Festival in Heyrothsberge bei Magdeburg kennen. Er kam an unseren Tisch und schleppte mich mit zu einem Stand voller Merchandising. Hier angekommen drückte er mir einen großen farbigen Wälzer in die Hand und meinte, ich sollte das Buch mal durchblättern. Es war phantastisch! Tolle Bilder. Tolle Berichte, auch wenn ich viel mit dem Dictionary arbeiten werde, wenn ich es lese. Mir gefiel die Aufmachung, die Liebe zum Detail, die Bilder. Es dauerte auch nicht lange bis wir uns handelseinig wurden und das Buch in meinen Besitz überging. Selbstverständlich mit persönlichen Widmungen von Jochen Maaßen selbst, Derryl Read, John von den Shaman's Blues und Ulli Michaelis versehen.

Zu Hause angekommen hatte ich dann die Zeit und Muse, mir das Buch noch intensiver anzusehen. Mein Ersteindruchk wurde nur noch verstärkt. Da zu kam dann noch die Feststellung, dass wir beide außer Jim Morrison noch einen genialen Sänger schätzen: Eric Burdon.

Danke Jochen, ich habe den Kauf NICHT bereut...


30.07.2005, Feast OF Friends-Festival:
Me and Jochen Maaßen



2005

© The unknown soldier, Gernot W. Freudenberger, Hessen

Zurück aus Magdeburg. Zurück von einem super geilen Event. Zurück von Freunden und neuen Bekanntschaften. Zurück von Musik... Musik... Musik.

Am Samstagmorgen um drei Uhr setzte ich mich in meinen Wagen und begann den Trip zu Feast Of Friends in der Nähe der Stadt Magdeburg. Mit wirklich gemächlichen 120 - 140 Stundenkilometern fuhr ich zuerst nach LIP, um Annett "Wolfkristall" abzuholen und sie mit zu der DOORS-Nacht zu nehmen.

Nachdem wir in Magdeburg an einem bestimmten Kreisel dann erst nach der sechsten Umrundung - ich kam mir dabei wie auf dem amerikanischem High speed Motodrom in Indianapolis vor, und ich denke JLK wird das schmunzelnd verstehen - die richtige Ausfahrt fanden, ist mir jetzt kein Rätsel mehr, nachdem wir den Kreisel von Heyrothsberge aus angefahren hatten.

Wir trafen uns dann mit JLK und seiner lieben Nina, wobei ich auch Iris "flugschatten.de" (eine bezaubernde Person!) und Jan-Erik Hubele, den Buchautor von Zwischen Himmel und Hölle - Jim Morrison in Paris, nebst einen Freund persönlich kennenlernen durfte.

Da wir alle ziemlich hungrig waren, wollten wir noch einen Imbiß zu uns nehmen, aber die einzige Gaststätte in der Umgebung war für eine Familienfeier gebucht. Also auf zum Ort des Geschehens, zumal es dort auch einen Imbiß geben sollte. Nina und Iris zogen aber erst noch mal zum nahegelegenen Lidlmarkt.

Am Festivalgelände angekommen wurden wir dann erst mal für kurze Zeit vom Glauben an sofortigen Einlass befreit, denn die Leute die sich am Tor aufhielten zeigten sich von der "harten" Seite. ÖFFNUNG UM DREI!!!

Erst nachdem Jan-Erik erklärt hatte, dass er vor den Bands eine Ansprache hält, erst nachdem Benny der Sänger der LIZARDKINGS mit einem der Verantwortlichen gesprochen hatte, erst dann wurde der geölte Riegel aus der Halterung gezerrt, der das Tor vor uns zu einer Barriere machte. Wir begrüßten Uwe Huhn und seine Angelika. Und wir machten eine niederschmetternde Erfahrung: es gab noch nichts für den Magen. Und es gab nichts für die Kehle. Schmerzlich... Schmerzlich.

Nach und nach trafen dann auch schon die ersten Gäste ein, nachdem der Einlaß begann. Unter anderem Kai aus Süderbrarup, Marco der Rock 'n' Roll Guy aus Hessen und... und... und... Aber niemand aus Berlin. Aber das hatte ich schon von Berni und seinem Hummelchen aus einem Email erfahren, dass auch JLK und einigen mehr zugegangen war. Danke da für, Bernd und Brigitta, das zeigt uns, dass ihr über den Dingen steht. So nach dem Motto:
ich liebe die Freunde, die ich
auf diesem schmalen Floß
versammelt habe
wir haben zu Ehren unseres Entkommens
Pyramiden errichtet
dies ist das Land, in dem
der Pharao starb -
by Jim Morrison / KLÄNGE FÜR EUREN GEIST

Nach langem Warten in der brennenden Sonne begann endlich das Programm. Jan-Erik hielt seine Rede, Darryl Read las Gedichte und es folgte ein Paukenschlag mit der Band COSMIC BLUES. Erst plätscherte es so esistgutemusik in meinen Gehörgang. Plötzlich wand sich die Stimme der Sängerin in meine Seele. Was-für-eine-Stimme!!! Was für-ein-Klang. War das die Reinkarnation von Janis Joplin? War die weibliche weiße Bluesqueen, die man mit einer Nadel im Arm fand, aus dem Himmel ausgebüxt, um für einen Moment mal wieder auf einer irdischen Bühne zu stehen? Eine Hammer diese Sängerin! Ein Hammer ihr Harpsolo (Anm. Mundharmonika). Ein Hammer diese Band aus Köln. Es folgte die Peter S.Dodge Band, die Jimi Hendrix in Erinnerung rief. Dann betrat die erste "DOORS"-Band an diesem Abend SHAMAN 'S BLUES mit ihrem Sänger John die Stage. Es kam Bewegung in die Menge. Vor der Bühne tanzten die ersten zu der jederzeitwiedererkennenden Musik der DOORS. Kai war noch immer auf der verzweifelten Suche nach seiner Pam, die doch irgendwoindieserrunde zu finden sein mußte. Und so machte er sich immer wieder, einen schweren Rucksack auf dem Rücken tragend, auf nach DER Pam. (Alter, ich liebe Dich!)

LIZARDKING betraten die Bühne, und ich registrierte es gar nicht richtig. Ich saß zwischenzeitlich wieder bei JLK, Minna und Iris am Tisch, der eine gewisse Distanz zwischen Bühne und uns herstellte. Musikalisch und stimmlich nicht schlecht - SORRY! - aber ich bin eiun eingefleischter DOORS Experience Fan.

Dann begann die Zeremonie der DOORS Experience aus Austria. Ehrlich zugegeben, ich favorisiere diese Band. Ich kann auch nicht neutral bleiben. JLK meinte noch, am Besten wir schreiben so, dass wir keinen Favoriten küren, denn es ist schön, dass JEDE Band da ist. Ja! Ohne Einschränkung. Scheiße! Was soll das jetzt? Werde nicht blöd, HM, auch wenn manche Dinge einen grinsen lassen. Hihi. Punkt und Amen: ich oute mich zum Liebhaber der Jungs aus Austria.

Seit ich sie zweimal im Heidelberger Schwimmbad-Club on stage bei einem ihrer zahlreichen Gigs (leider zu wenig in Germany!) erlebt habe, bin ich von der Präsentation dieser Band begeistert. Für mich spielen sie nicht einfach die Musik der DOORS, sie lassen uns teilhaben an Celebration of the lizard. Ihre Show ist perfekt. Die Stimme von Jason Boiler genial. Und die Instrumentalisten verlieren nie ihre Individualität. Begleitet von der "Mutter-ohne-Brust" Hans Böhm. Der arme Hans. Er war ganz nervös, nachdem er auf der Fahrt mit dem Keyboarder Klaus Bergmaier - vom Gig am Vorabend aus Heidelberg kommend - in Heyrothsberge angekommen war. Der Rest der Band war im manchmal-nicht-zu-ändernden Stau auf der Autobahn verschwunden. Ich mag Hans, obwohl wir beide uns besser von den Emails her kennenlernten, als von unseren kurzen Begegnungen. (Werde Dir meine über 200 geschossenen Fotos - auf CD gebrannt - zukommen lassen, Hans).

Zu schnell war das Feast Of Friends zu Ende. Kaputt nach 20 Stunden Wachsein fiel ich gegen 02:00 Uhr innerlich zufrieden in Schlaf. This is NOT the end, Jimbo...

Bilder vom Event HIER
Dort im II. Menü auf SONSTIGE GIGS klicken und dann dem Feast of Friends folgen.


© JLK, Jürgen Bamberg, HH

29. Juli 2005: Meine Freundin Nina und ich hatten unsere Abreise Richtung Heyrothsberge gegen 19 Uhr eingeplant. Aber wie eigentlich so oft im wirklichen Leben klappte das natürlich nicht und die Abfahrt verzögerte sich um über eine Stunde.

Unsere Freundin Iris ( www.flugschatten.de ), die sich wie wir schon seit Monaten auf dieses Festival gefreut hatte,
erwartete uns schon ungeduldig. Endlich, kurz nach 21:30 Uhr, verließen wir Hamburg.

Die Fahrt verlief ruhig und relaxed und wir dudelten während der ganzen Fahrt einige Doors-Kassetten.
Bis Magdeburg ging auch alles glatt, schließlich hatte man ja ein zuverlässiges GPS im Auto. Als wir dann aber wegen einer Baustelle sechs bis acht mal den gleichen Kreisel durchfuhren, wurden wir doch leicht nervös...

Ich musste zum zweiten Mal unseren Vermieter anrufen, dass sich unsere Ankunft noch weiter verzögern wird. Aber er war ja ein geduldiger Mensch und verkürzte sich die Wartezeit bis 1:30 Uhr mit einigen Bieren.

Gegen 2:00 Uhr nachts fielen wir alle todmüde ins Bett.

Den nächsten großen Schrecken gab es gleich nach dem Aufstehen: meine Geldbörse mit allen Papieren und Karten war weg... Da nützte auch kein Suchen im Auto und im Zimmer... Natürlich trübte das die Vorfreude auf das Fest um einiges.

Aber schon im Frühstücksraum hellte sich mein Gesicht wieder auf, als ich meinen Freund Jan-Erik Hubele und Matthias erkannte. Wir begrüßten uns herzlich und trafen uns nach dem Kaffee (Der Appetit war mir wegen der fehlenden Geldbörse vergangen!) draußen.

Noch im Laufe des Vormittags stießen auch mein Freund Gernot (Happy Mountain) und Annett zu uns. Da wir uns alle sehr lange nicht gesehen hatten, gab es natürlich viel zu erzählen. THE DOORS waren das Gesprächsthema No. 1... Aber Gernot erzählte auch eine Geschichte über einen Kreisel in Magdeburg, den er mehrmals durchfahren hat. Ich musste herzhaft lachen, da ich das eigentlich gar nicht verstehen konnte...

Weil uns allen der Magen knurrte, brachen wir gegen 13 Uhr auf, um vielleicht einen Imbiss oder eine Gaststätte zu finden. Leider stellten wir fest, dass in der wohl einzigen Gaststätte des Ortes eine Privatfeier stattfand.
Deswegen trafen wir viel zu früh am verschlossenen Gelände ein und erst durch die Fürsprache von Benny, dem Sänger der Lizard Kings, wurden wir aufs Gelände gelassen.

Obwohl es noch sehr hektisch mit den Vorbereitungen zuging, konnten wir unseren Freund Uwe Huhn mit seiner Angelika begrüßen und einige Worte miteinander wechseln. Die Freude war riesig, die Zwei nach fast einem Jahr endlich wiederzusehen.

Zusammen mit Gernot und Kai Wittkowski, der inzwischen zu uns gestoßen war, machten wir uns dann auf, für unsere doch schon größere Gruppe einen geeigneten Tisch zu finden. Wir fanden einen sehr guten neben den von Jochen Maaßen und seiner Frau, die ich an dieser Stelle ganz herzlich grüßen möchte.

Es fand sich auch noch viel Zeit, sich ausführlichen Gesprächen mit Jochen, John Shureman von Shaman's Blues, Hans und Jason von den Doors Experience, den Lizard Kings und vielen anderen zu widmen.

Dann endlich, gegen 16:00 Uhr stand Christian vom Bunker auf der Bühne, und es konnte losgehen...
Eine genaue Auflistung und Eindrücke der Lesungen, die auf der Parkbühne stattfanden, findet ihr unten in dem tollen Bericht von Jochen Maaßen. Ich kann mich dem nur anschließen!

Irgendwann, ich weiß die genaue Uhrzeit nicht mehr, es muss wohl kurz nach 17 Uhr gewesen sein, lief mir der erste Schauer über den Rücken! Eine Bluesstimme, wie ich sie live noch nie gehört hatte. Wenn man nicht zur Bühne schaute, hätte man schwören können, Janis Joplin wäre wieder auferstanden. Einfach Wahnsinn, was für eine Stimme diese Frau hatte. Diese Band wäre auch als Headliner bei vielen Festivals geeignet... Ich kann nur jedem empfehlen, solltet ihr irgendwo in einer Vorankündigung sehen, eine Gruppe namens Kozmic Blue
( www.kozmicblue.de ) tritt auf, rennt dort hin... Einen richtigen Fan hat Kozmic Blue in mir gewonnen!

Danach folgte die Peter S Dodge Band ( www.peterschmidt.us.tt ) mit Jimi Hendrix Songs. Aber ehrlich, die Band gefiel mir im Gegensatz zu Leuten in meiner Nähe nicht so gut. Einige der Titel wurden meines Erachtens viel zu schnell gespielt. Aber das ist meine persönliche Meinung, und ich will damit die Leistung der drei Musiker nicht schmälern!

Und dann ging das Festival endlich richtig los: DOORS, DOORS, DOORS.

Als erstes betraten "Shaman's Blues" die Bühne. Ich war da ein bisschen zwiespältig, da ich wusste, dass sich John Shureman gerade von seiner ehemaligen Band "The Matrix Doors" getrennt hatte. Wie würde das Zusammenspiel nach nur einem Monat mit der neuen Band klappen? Dazu kam noch, dass der Keyboarder der Band nicht mit in Heyrothsberge war und Boris, der Keyboarder der "Lizard Kings", aushelfen musste. Nicht nur der Sound verblüffte mich, sondern auch die Professionalität, die diese vier Musiker an den Tag legten. Die Ähnlichkeit Johns mit Jim Morrison war verblüffend und auch seine Art, sich auf der Bühne zu bewegen, erinnerte mich stark an Jim.
Nach dem Ende aller Shows habe ich mich noch mit Boris unterhalten, ihn für zwei gelungene Gigs gratuliert und dann erfahren, wie schwer und spannend es doch war, zusammen mit den Shaman's Blues zu spielen. John setzte selten mit den Texten - wie gewohnt - ein, sondern spielte mit dem Sound wie Jim Morrison, Boris wusste nie, wann John anfängt zu singen... John, Shaman's Blues, Boris - dafür gibt es 12 von 10 möglichen Sternen.

Nach Shaman's Blues folgte die vielleicht bekannteste deutsche Doors-Tribute-Band: The Lizard Kings aus Schwerin ( www.lizardkings.de ). Ich habe diese Band in diesem Jahr schon zweimal gesehen. Deswegen wusste ich, was jetzt auf mich wartet: der volle Sound, keine Imitation einer DOORS-Show, sondern eine Band, die die Musik der Doors spielt und bei der man doch sofort merkt, wie sehr sie doch auf diese eingehen. Und trotzdem haben mich Benny und seine Jungs überrascht! Die Band hat einen wahnsinnigen Gig hingelegt. Das habe ich nicht für möglich gehalten! Wenn es möglich ist: The Lizard Kings sollten nur noch "Open Air" spielen.

Benny: ihr seid großartig (!) und ich freue mich auf das nächste Gastspiel im Norden Germanys.

Die letzte Show: Die "Doors Experience" ( www.thedoors.at ) aus Österreich. Sie wurden für mich zum Knaller des Festivals. Seit ich die XPs im letzten Jahr in Heidelberg zum ersten Mal erleben konnte, bin ich Fan dieser Band. Die Performance der XPs ist fast besser als das Original. Die XPs in Deutschland: ich werde jedes Mal dabei sein!
Und an Jason & Hans: Danke für die Edition 2005 CD.
Ich musste mich jetzt outen: Gruß an Happy Mountain.

An Benny & John: Ich werde die Konzerte Eurer Bands weiterhin besuchen! Und das auch noch gerne! Und ihr wisst auch, dass ihr auf der Bühne zu den Besten aller Tribute-Bands gehört.

Drei Tribute-Bands auf einer Bühne? Vor nicht so langer Zeit wurde dies für unmöglich gehalten! Aber Feast of Friends hat es geschafft: "Shaman's Blues", "The Lizard Kings" und "The Doors Experience" gemeinsam auf einer Bühne! Das war Wahnsinn! Wir haben die vielleicht längste Live-Version aller Zeiten von "Light My Fire" gehört. Die drei Morrisons Jason, Benny und John zeigten ihr gesangliches Können. Während des Songs wechselten Klaus (Experience) und Boris (Lizard Kings) das Keyboard... und als dann auch noch Benny zur Gitarre griff und ein wahnsinniges Solo hinlegte, war das 2005-Highlight perfekt...

Ich möchte noch allen Leuten danken, die das Feast of Friends 2005 ermöglicht haben. Meine besonderen Grüße gehen an "Shaman's Blues", "The Lizard Kings", "The Doors Experience", Darryl Read, Jochen Maaßen, Jan-Erik Hubele, Uwe & Angelika, Happy Mountain, Christian vom Bunker, Kai (ich hoffe sehr, Du hast Deine Pam gefunden), Marco (ich drücke Dir die Daumen, dass es mit Deiner neuen Band klappt) und allen anderen Freunden, sowie den Leuten, die ich "neu" kennengelernt habe.

Am Sonntag nach dem Festival haben wir uns noch ein wenig in Magdeburg umgesehen. Trotz einiger Warnungen hat uns Magdeburg doch gefallen. Es gibt durchaus einige schöne Flecken...

Die Rückfahrt nach Hamburg verging sehr schnell (Irgendwie haben wir den Kreisel nicht mehr gefunden ...schei... GPS)

Um das ganze positive Feeling der letzten Tage abzurunden: Wir wollten noch waschen und siehe da - in meiner waschbedürftigen (vorigen) Hose fand sich meine Geldbörse wieder an.....

Ja! Dann auf ein Neues: Feast of Friends Festival 2006 in Heyrothsberge...

© JLK, August 2005


© Kai
Erstellt: 02.08.2005 04:27

ich persönlich war hin-und weg-
schade das es mit dem lagerfeuer nichts mehr wurde, und alles gute zum jahrestag uwe!

danke für die bilder jochen.
danke für das kennenlernen wolfskristall.
ich denke, wir haben was geschafft, woran in früheren momenten, viele doors freunde gescheitert sind,
um es mit gernot zu sagen,
der wein stirbt an der rebe,
um es mit jochen zu sagen,
wo ist die cousine?
um es mit nina und jürgen zu sagen,
wann heiratet ihr,
für mich war es schlichtweg genial,

es wird sicherlich ein 2tes feast of friends geben, aber diese art wird niemals so sein,
wie das was wir am 30ten erlebt haben.
es war einzigartig.
Zu den berlinern- wenn es es wirklich eine art boykott gegeben hat. dann solltet ihrŽwissen, das ihr was verpasst habt,
ich interpretiere mal jemanden, von einer mail, die ich im februar bekommen habe:
"wenn auf einmal jemand ein *yellow submarine* wichtig finden würde,wären alle auf den nächsten tag beatles fans.

ES WAR MEHR, ALS WAS EIN MENSCH ERWARTEN KONNTE...
Cheers Kai


© wolfkristall
Erstellt: 31.07.2005 23:45

DAS FESTIVAL HAT BEGONNEN ...
DIE MUSIK BREITET IHRE FLÜGEL AUS ...
DIE LUFT VIBRIERT ...
BRINGT DIE KÖRPER IN BEWEGUNG ...
SETZT DIE ENERGIE DER EXTASE FREI ...

DIE MENSCHEN VOR DER BÜHNE SIND EINS ...
EIN WESEN AUS
~ RHYTMUS ~
~ BEWEGUNG ~
~ GEFÜHL ~
~ ATEM ~
~ SCHWEIß ~

BEGEGNUNG DER AUGEN
BEGEGNUNG DER KÖRPER
BEGEGNUNG DER LIPPEN
COME ON BABY; LIGHT MY FIRE

FLIEGEN AUF DEN TÖNEN
DURCH DIE KÖRPER
DER BEWEGUNG IM RHYTMUS
DER BEGEGNUNG VERSCHMELZEN IM TANZ
BERÜHRUNGEN AUF DER HAUT
SEELEN VEREINEN SICH
FLIEGEN AUF DEN TÖNEN

A.H.L. 31.07.2005


HappyMountain
Herkunft: 2000 lightyears from home...
Erstellt: 31.07.2005 21:51

Es passiert nicht oft, dass ich nicht weiß wie ich einen Bericht beginnen soll. Aber diesmal habe ich schon etwas Anlaufschwierigkeiten damit. Aber probieren wirt es:

Beginnen möchte ich wie in der Politik nach einer Wahl. Erst mal ein paar Leuten danken:
Danke an Uwe Huhn und danke an Benny von den Lizardkings und wer immer noch mit verantwortlich war für diesen geilen Event. Es gab und gibt kaum etwas zu bemängeln. Weder die ausgesuchten Bands, noch die ausgesuchten Filme, die auf der Leinwand gezeigt wurden. Kleiner Wehrmutstropfen: die erste Stunde mit den Beiträgen von Jan-Erik Hubele, Darryl und wer sich sonst noch on Stage tummelte. Meine Alternative für die Zukunft: vielleicht diese Beiträge zwischen den Bands bringen, denn die Leute waren teilweise (wahrscheinlich außer den Insidern???!!!) ziemlich genervt. Kann vielleicht JLK oder der ein oder andere bestätigen.

Ansonsten Kompliment, Kompliment, Kompliment.
Zu den Bands:
Sehr gute Mischung! Guter Sound (außer sehr wenigen Feedbacks)! Obwohl ich ein bekennender DOORS Experience Fan geworden bin (da gibt es noch einen oder mehrere, aber die sollen sich selbst outen), war ich von den Lizardkings begeistert. Sei mir nicht böse, Benny, aber hätte ich Dir so gar nicht zugetraut. (Jetzt sind wir ganz quitt, hahaha! Du weißt was ich meine.) Hat leider aus irgendwelchem Grund auch immer mit dem Drink nicht geklappt. Aber dafür hast Du mich mit Deiner Gästeliste überrascht. Vielen Dank auch nochmals von dieser Stelle dafür.

Absolut geil fand ich die Band COSMIC BLUES aus Köln. Genial!!!

An Uwe (DOORS-online): hätte gern mal länger mit Dir gequatscht, aber ich wollte Dir an diesem Tag nicht auf die Eier gehen, denn Du warst nervös genug. Holen wir nach.
Danke an Angelika Huhn für die Kerze. Helga hat sich gefreut.
Allen anderen:
geil das ihr alle gekommen seit. Auch wenn die Berliner "gestreikt" haben (außer Berni und Hummelchen, die hatten wenigstens den Mut, sich zu entschuldigen) oder wie soll man deren Boykott sonst nennen. Die Anreise wäre ja auch bestimmt nicht so eine Strapaze gewesen. Da haben andere viel mehr auf sich genommen, um diesem Event beizuwohnen. Aber was soll's? Müssen sie selbst entscheiden, ob sie lieber abgekapselt unter sich bleiben wollen. Außerdem versteht das ganze kein Mensch und man schüttelt nur lächelnd den Kopf. Ob das so im Interesse von Jürgen Schuschke war ist stark zu bezweifeln. Er hätte zu gerne diesem Event beigewohnt. Aber komm lieber wieder on your legs, Alter! Das wünsche nicht nur ich Dir.

Feast of Friends
© Montag, 01.08.2005 by Gernot W. Freudenberger

Ein Traum
Ein Wunsch
Eine Idee
Eine Planung
Eine Erwartung
Ein Motto
This is NOT the end

Kilometer gefressen
Staub geschluckt
Pneus schnurren auf Asphalt
Folge dem Ruf
Feast of Friends

Gedanken versuchen sich zu ordnen
Fragen werden ins Bewusstsein geschleudert
Wer war diese Band,
die auch heute noch Millionen bewegt?
War es der Rhythmus der Schamanen?
War es die Orgel,
die einem in den Strudel reißt?
Oder die Gitarre,
die einen auf den Wellen reiten laßt?
War es John Densmore,
der heute seinen Weg gehen muß?
Oder war es nur der,
der am 3. Juli 1971 in einer Wanne entschlief?

Paris
Notre-Dame de Paris
Tour Eiffel
Arc de Triomphe
Palais Royal
Montmartre
Musée du Louvre
Montparnasse
Sacré-Coeur
Avenue des Champs-Elysées
Hervé Muller, Place Bernhard Nr. 6
Rue Beautreillis Nr. 17
3.Etage
Hofseite
Hinter dem Fenster
Badewanne
Kerzenschein
Ein Arm ruht auf dem Rand
Ein Kopf ruht auf der Seite
Feuchte Haare
Schwarz
Locken
Stille
Frieden
Tod
Heimgekehrt
Im Bewußtsein gestorben
Père-Lachaise

Die Orgel schreit
Die Gitarre weint
Die Trommel donnert durch den Schmerz

Eh, bist du da?
Eh, bist du nah?
König der Echsen
Berater der Ekstase
Killer der Herzen
Maler der Worte
Poetischer Vulkan

EINFACH NUR LEEEEEEEEEEEEEEEEBEN
LASST MICH EINFACH NUR LEEEEEBEN
ICH BRAUCHE EUCH NICHT
ABER ICH WERDE EUCH DAZU BRINGEN
MICH ZU BRAUCHEN
ICH BIN
DIE GIER
DIE SUCHT
DER WAHN
DAS VERLANGEN
ICH BIN DER SCHWEIF
DES KOMETEN
DEM IHR FOLGT

KOMMT ZURÜCK
IN DAS LAND OHNE ANGST
KOMMT ZURÜCK
AN DEN ORT OHNE FURCHT
TANZT IM FEUERRING EURES SAMENS
DEN REIGEN DER WEISHEIT

Eh, aufpassen am Steuer!
Nicht träumen!
Feast of Friends

Ende der Reise
Freunde treffen
Umarmungen
Freude
Lachende Gesichter
Ab und zu
eine Träne
In ihren Kristallen
die Weisheit
und das Verstehen

Bands auf der Bühne
Poesie am Mikrofon
Tanzende Leiber
Back to the roots

Kopfnicken
Mitgröhlen der Songs
Blicke zum Gegenüber
Die Augen
zeigen die Woodstock Aera

Feast of Friends

+++++ +++ +++++

Am besten wir machen eine gigantische Kommune wie seinerzeit Hans Langhans, Fritz Teufel, Uschi Obermeier und mehr in Berlin. Nennen sie aber nicht Kommune 1, sondern Jimbo one. Wir besetzen Helgoland, bauen diverse Kräuter an und lauschen Abends am Klippenrand der DOORS-Musik, welche uns die BACKDOORS, BOOTLEG DOORS, DOORS XP, L.A. DOORS, LIZARDKINGS, MATRIX DOORS, PEACE FROG, SHAMAN'S BLUES, STRANGE DAZE, WILD CHILD (Reihenfolge nach abc) und... und... und... auf einem riesengroßen Floß bei Sonnenuntergang tief unter uns zelebrieren. Darryl Read liesst Gedichte. Jan-Erik Hubele aus seinem Buch.Anna the Lizardqueen, Iris Flugschatten, Nina aus Lovestreet, Kai's Pam, Happymountains Rocklady Helga, Wolfkristall und viele mehr tanzen um das Feuer: FEAST OF FRIENDS 21st CENTURY.

Wake up!
You can't remember where it was
Had this dream stopped?


© LIV
aus desperate land schrieb am 3.August 2005 um 01:06 Uhr:

hi!
ich möchte euch hiermit meine eindrücke vom für MICH fantastischsten konzertereignis meines lebens berichten:

ich hatte mich als eingefleischter doors-und jim-fan schon wahnsinnig lange auf euer FoF gefreut. ich habe mir sämtliche websites der 3 doorsbands die an diesem abend auftreten sollten genauer unter die lupe genomen, da ich sie alle noch nie live miterleben konnte. am besten gefielen mir die videos und mp3s der doors experience und ich war auch schon sehr gespannt auf deren live-darbietung, vor allem auf deren sänger jason, der mich optisch und stimmlich noch am ehesten an jim morrison erinnerte. zumindestens von den fotos und videos her war er ihm schon sehr sehr ähnlich.

Nach 9-stündiger fahrt(auch ich war ein Opfer des obligaten Urlaubsstaus geworden) hatte ichs es gerade noch rechtzeitig ins konzertgelände geschafft als SHAMAN'S BLUES den Doorsreigen eröffneten. - Gute relaxte und ausgelassene stimmung ohne
jegliche "bad vibrations" fand ich vor , ein stimmungsvolles konzertgelände und lauter nette leute. - herz was willst du mehr und die lange fahrt war vergessen!

recht ordentlich, was die holländer und ihr sänger John da vom stapel gelassen hatten, aber ehrlich gesagt irgendwie fehlte mir die mysthik bei der ganzen show der shaman's blues.

die zweite band - LIZARDKINGS - war auch nicht gerade von schlechten eltern und der sound klang schon sehr ordentlich nach doors und die stimmung stieg kontinuierlich im publikum an. aber wo war jim's geist?? er war momentan nur stimmlich vertreten, noch immer nicht spürte ich, dass der geist von jim morrison eingefangen werden konnte.

umso nervöser und erwartungsvoller fieberte ich dem auftritt der doors experience entgegen.

Als es dann endlich soweit war, wurden in sekundenschnelle alle zweifel in mir beseitigt als die ersten takte vom roadhouseblues im äther von heyrothsberge erschallten und jason "JIM! boiler die bühne bestieg und den ersten vers sang.

(ich möchte hier niemanden der andern interpreten weh tun und ich hoffe ihr seit mir nicht böse deswegen, denn ich weiss, Ihr alle gabt euer bestes.) jedoch war jason boiler ohne zweifel an diesem abend mit abstand der einzige jim morrison-interpret der jims spirit sowohl einfangen als auch auf das publikum transportieren konnte. seine stimme und ausstrahlung und performance können einen verrückt machen, so nahe liegt er am original und seine band pusht ihn mit einer immensen wucht im klang, die ich bis jetzt noch nie SO EXTREM am eigenen leib erfahren habe.

ja, ich gege es auch zu, bei seiner interpretation von THE END sind mir die tränen gekommen, ganz zu schweigen von der gänsehaut, die mir schon während des ersten tones der band auf und abgelaufen sind. ich habe mich dabei etwas im publikum umgesch ut und auch einigen anderen leuten ging es genauso so wie mir. gesichter können in solchen situationen nicht lügen. - JIM MORRISON, so jung, so ein genie, so schnell tot. - aber wir alle hier werden dich nie vergessen!

die doors xp und jason boiler haben sich an diesem tag in meine seele gebrannt. es war ein unvergessliches ereignis und ich danke allen, die mir diese erfahrung ermöglichten.

ich bin nächstes jahr sicher wieder dabei und freue mich jetz schon möchtig darauf.

peace!
liv


© HappyMountain
From 2000 lightyears from home...
Erstellt: 01.08.2005 00:15

This is NOT the End
Der Schamane schlägt seine Trommel
Der Krieger besteigt sein wildes Pferd
Die Frauen tanzen um das Feuer
Die Orgel schreit in den nächtlichen Himmel
Die Gitarre folgt mit den Drums
Der Sänger schreitet ans Mikrofon
Sein silberbeschlagener Gürtel glänzt im Bühnenlicht
Seine Hand umklammert das Mikro
Seine Worte sind eine Bedrohung
This is the end, beautiful friend
This is the end, my only friend, the end
Vor der Bühne wird die Menge geweckt
Die Akkorde und Töne erfassen sie
Schleudern sie in die gribbelnde Ekstase
Die Menge bewegt sich
Die Menge vibriert
Die Menge tanzt im Reigen der Musik

Und dies soll das Ende sein?
Niemals!
Der Sänger sagt die entscheidende Worte
This is NOT the End!

Danke Jaison Boiler
Danke DOORS-XP
Danke meiner Frau Helga
Dank an Wolfkristall
Dank an Lizardking, danke Iris
Dank an Kai, danke Nina
Dank an Jan-Erik Hubele
Dank an Jochen Maaßen, dank an Darryl

Dank an James Douglas Morrison
Dank an Jim Morrison & the DOORS


© Anne-Marie Ruf, 08.Dezember 2003

In Gedenken an Jim Morrison

Hyperaktiv zu schnell – zu wild gelebt
Sich selbst entworfen
Ruhelos
Zu viele schillernde Erfahrungen
Hemmungslos die Dinge beim Namen genannt
Belesen
Moderner Schamane
Visionär
Hochbegabter Poet
Innovativ
Musik und Gesang als Transportmittel der Gedanken verwendet
Verzweifelt nach Anerkennung seiner Kunst gesucht
Ein Meteor
In der Blüte des Seins in Flammen aufgegangen
Und doch nicht in der Ewigkeit verbrannt
Erst wenn sich niemand mehr an dich erinnert,
James Douglas Morrison,
keiner mehr deinen Botschaften lauscht; keiner mehr an
dein Grab pilgert, um deinen Geist lebendig zu halten - bist du
wirklich tot!


Jochen Maaßen
( Autor der Bücher "8th December 1993 - Impressions of an anniversary" und "Wild Child... in the City of Light ) www.wildchildinthecityoflight.fly.to

Mein Freund Ulli Michaelis, meine Frau Irina und ich haben die Anreise ziemlich locker und relaxed angehen lassen.

Zuerst sind wir von Mönchengladbach nach Dortmund gefahren, Ullis hometown. Dort haben wir einen schönen Abend im Garten bei Bier und Chili verbracht. Klasse Chili, Barbara! Am nächsten Morgen sind wir dann nach Bad Pyrmont weiter gefahren, Ullis Geburtsstadt. Dort haben wir dann den ganzen Tag Sightseeing betrieben.

Irina und ich waren sehr beeindruckt von der wunderschönen Landschaft und der alten Architektur.

Nach einer kurzen Nacht auf einer Luftmatratze (aus der leider die Luft über Nacht entwich) sind wir dann um 08:00h in Richtung Hannover gefahren.

Dort angekommen sind wir am Leibnitz-Ufer über einen wunderschönen Trödelmarkt geschlendert. Gegen 10:30h dann habe ich meinen Bekannten Johannes Fromm (Hanno) aus Solingen übers Handy angerufen, um zu erfahren, wo er sich befindet. Er hatte meine Freunde Hans & Agnes Bezemer (aus Delft/NL) in Mönchengladbach vom HBF um 10:30h abgeholt.

Sie befanden sich auf dem Weg nach Hannover, um dort Darryl Read abzuholen. Mein Seat-Leon war hoffnungslos überladen.

Wir entschlossen uns nicht auf Hanno zu warten, da uns einige Stunden Autofahrt voneinander trennten und machten uns auf den Weg nach Magdeburg. Wir hielten uns strikt in Richtung Burg und fanden sehr schnell den Ort Heyrothsberge, der Ort wo das FOF stattfinden sollte.

Ein sehr großes Lob an das FOF Team, besser hätte man das Festival-Gelände nicht ausschildern können. Es hingen überall FOF Poster mit Jims Gesicht drauf und Pfeilen für die Richtung in die man zu fahren hatte.

Dort endlich angekommen, gab uns Uwe Huhn ( one of the organisers: www.doors-online.de ) einen herzlichen Empfang. Schnell kamen wir ins Gespräch und Uwe zeigte uns das gesamte Gelände. Es bestand aus einer Hauptbühne und Nebenbühne mit einer Menge Sitzgelegenheiten, Bier- und Essensständen und einem Tipi mit Fotoausstellung. Auf einer Waldwiese neben dem hügeligen Festivalgelände hatten schon einige Besucher ihre Zelte aufgestellt. Faszinierend und etwas unheimlich („spooky“) der unterirdische ehemalige Stasi-Bunker in dem sich jetzt eine originelle Kneipe befindet. Uwe berichtete mir, dass dort die Stasi früher West-Telefon abgehört hatte.

Es waren auch sehr zur Freude der weiblichen Besucher ausreichend saubere Sanitäranlagen vorhanden.

Nachdem auch wir unser Zelt aufgebaut hatten, trafen mehr und mehr bekannte Gesichter ein. John Shureman von den ehemaligen Matrix Doors aus Holland, jetzt Shaman’s Blues. Kai Wittkowski aus dem hohen Norden, JLK aus Hamburg ( www.jimlizardking.de ) the „young Jochen“ vom Bodensee, Gernot Freudenberger aus Eddersheim in Hessen ( www.the-doors-world.com ), Jan Erik Hubele aus Kaiserslautern… um nur einige zu nennen.

Schnell fand sich eine lustige Truppe zusammen und es wurde viel diskutiert, natürlich auch über Paris am 3. July. Jedoch gingen hier die Meinungen sehr stark auseinander…. However….

Um 16:00 Uhr dann eröffnete Jan Erik Hubele als Moderator dann das Festival. Jan Erik ist Buchautor von „Zwischen Himmel & Hölle - Jim Morrison in Paris“

Er sprach über sein Buch und weitere Projekte. Jedoch las er nichts aus seinem Buch vor, da das Buch bereits vergriffen und out-of-print ist.

Gerade noch rechtzeitig erschienen dann Hanno, Darryl, Hans und Agnes, weil Darryl der nächste war der auf die Bühne sollte. Darryl stellte die gerade frisch gepresste CD re-issue von „Freshly Dug“ und sein Poetry-Buch „SET“ vor. Er trug einige seiner Poems vor und die Leute waren begeistert und danktem ihm mit Applaus. Obwohl Darryl ‚nur’ 20 Minuten auf der Bühne war, sein Auftritt aus-dem-Auto-raus-auf-die-Bühne war powerful, klar und deutlich. Im Anschluß an „SET“ las Darryl noch aus meinem Buch „Wild Child in the city of Light“ aus dem Kapitel: The Angel of Dust. ( www.darrylread.com )

Dann war Hans Bezemer aus Holland an der Reihe. Hans las aus seinem Buch „Ein Schatten im Regen“ vor. Hans war für ca. 20 Minuten auf der Bühne und wurde mit freundlichem Applaus bedacht.

Es folgte John Shureman der zu den Leuten meinte: „Let me tell you something about Paris“ und er trug dem Publikum seine Story „Parisian Nights“ aus meinem Buch vor.

Danach gab es endlich Musik: Kozmic Blue aus Köln eröffneten den musikalischen part des Abends. Wow! Was für eine Band! Schnell überzeugten sie das Publikum und zogen es in ihren Bann.

( www.kozmicblue.de ) Ein MUSS für Rock und Blues Freunde, die Band hat deutlich mehr drauf als Janis Joplin Songs, auch wenn die Stimme der Sängerin Maggie stark an Janis erinnert. Später am Abend hatten wir noch eine tolle Unterhaltung mit u.a. Maggie der Sängerin geführt.

Hey Maggie danke für die CDs’ und nicht vergessen, das Beste an Düsseldorf ist, dass die A57 dort vorbei führt, welche direkt straight nach Kölle verläuft.

Die Peter S Dodge Band ( www.peterschmidt.us.tt ) kam dann an die Reihe. Die Jungs rockten Hendrix Klassiker wie Cross Town Traffic, Foxy Lady und Little Wing…

Im Anbruch der Dunkelheit war es dann endlich soweit: Shaman’s Blues mit ihrem Sänger John Shureman betraten die Bühne und gaben dem Publikum weshalb es sich auf den (oft langen) Weg nach Magdeburg gemacht hatten: Doors-Songs performed live!

Da Johns Keyborder gerade Vater geworden ist, konnte er leider nicht dabei sein. Somit liehen sich die Jungs den Keyborder Boris-Daniel Böthfüer von den Lizard Kings aus!

Meine Hochachtung, Boris… gleich zwei Sets hintereinander zu spielen! Tolle Leistung. Shaman’s Blues rockte voll ab und das Publikum flippte völlig aus.

Klar denn SB hatte die beiden ersten Doors Alben im Programm. Für mich war John der überzeugendste Sänger an diesem Abend.

(Leider hat John im Moment noch keine neue Webseite)

Die Lizard Kings ( www.lizardkings.de ) folgten nun. Es war wohl eher eine Art Home Gig für die Jungs, da sie aus Schwerin stammen. Auch sie überzeugten sehr und heizten dem Publikum so richtig ein. Nicht einfach mit den Alben Waiting for the Sun und Soft Parade. Denn die stärken der Doors liegen ohne Zweifel in den beiden ersten und beiden letzten Alben. Benny Luther, der Sänger, war auch einer der Organisatoren dieses Festivals. Für mich sind die Jungs die beste Doors Cover Band Deutschlands.

Aus Österreich/Wien kommend ließ es dann gegen 23:00h die „Doors Experience“ noch mal richtig krachen.
( www.thedoors.at ) Die Jungs räumten so richtig ab, was ohne Zweifel auch an ihrem genialen Keyborder gelegen haben dürfte. Gut, soundmäßig waren sie klar im Vorteil, denn die Jungs hatten einen Extra-Bassisten mit dabei. Mit einem Bassisten knallt der Bass-Sound eben immer fetter…

Ulli und ich waren uns sofort einig, dass Klaus Bergmaier bei diesem Auftritt das beste LMF Orgel-Solo gespielt hat, das wir jemals live gehört haben (und wir haben viel gehört!) Kompliment an Klaus Bergmaier! Selbst The Soft Parade aus den USA kommt da nicht ran!

Zum Schluss dann das große Finale, in dem die Mitglieder aller 3 Bands auf der Bühne standen und noch einmal zusammen abrockten. Großartig die wohl längste Version von LMF aller Zeiten mit mehreren Orgel- und Gitarrensoli und Austausch der Keyboards (und Keyboarder) während des Songs. Andererseits natürlich wenig Text und damit wenig zu tun für die „3 Morrisons“ on stage ! Na ja, auch Jim langweilte sich ja oft während der langen Soli in LMF (siehe Video vom Londoner Roundhouse gig 1968).

Danach war endgültig Schluss, nach etlichen Stunden DOORS-Musik live war auch das Publikum und vor allem die „Dancing crowd“ vor der Bühne langsam platt!

Danke noch einmal an alle Beteiligten, es war ein tolles Fest und hoffentlich geht es im nächsten Jahr weiter….

Mein besonderen Dank auch an Uli & Christian sowie dem gesamten Team vom Musik-Bunker für den tollen catering service. ( www.bunker-musik-kneipe.de )

© Jochen Maaßen, August 2005 ( www.wildchildinthecityoflight.fly.to )


© The Backdoor Man, Uwe Huhn, Halle
Bericht und Bilder von Uwe Huhn ( www.doors-online.de )


© Iris Wilke
( www.flugschatten.de )


Die Wolken schwebten wie sich auflösende Schleier über dem Land, als wir mit dem Auto nach Magdeburg fuhren. Die Dunkelheit brach schnell herein, denn wir waren spät losgefahren. Spät in der Nacht erreichten wir dann unsere kleine Pension, die ganz in der Nähe des Festival-Geländes lag.

Am nächsten Morgen saß ich noch allein im Frühstücksraum und beobachtete zwei junge Katzen, die um den fürstlich gedeckten Tisch flitzten. Es duftete nach frisch gebrühtem Kaffee. Bald kamen zwei junge Männer herein, die unschwer als Doors-Fans zu erkennen waren, denn sie trugen auch ein T-Shirt, auf dem Jim Morrison abgebildet war. Der Wirt kam und schenkte den Kaffee ein, auf den ich einen unbändigen Appetit hatte. Nur wenig später gesellten sich zwei weitere junge Männer zu uns, die einen sehr guten Eindruck auf mich machten. Einer dieser beiden Männer kam mir irgendwie bekannt vor. Da schwebte mir ein Bild vor Augen, das ich in einem Buch gesehen hatte. Und da wusste ich, dass Jan-Erik Hubele am Nebentisch saß. Es war der Mann, der das wunderbare Buch »Zwischen Himmel und Hölle – Jim Morrison in Paris « geschrieben hatte. Das Buch gehört zu meinen Lieblingsbüchern und lag in meinem Wohnzimmer im Bücherregal. Ich ärgerte mich, dass ich es nicht mitgenommen hatte, denn ich hätte mich über eine Widmung sehr gefreut. Aber auf dem Tisch lagen meine Schreibutensilien. Ob er mir wohl eine kleine Widmung in meinen Block schreiben würde? Nach dem Frühstück wollte ich ihn fragen. Ein wenig später kam Jim Lizardking mit seiner Freundin Nina herein. Sie begrüßten Jan-Erik Hubele und seinen Begleiter mit großer Freude. Da wusste ich, dass ich mich nicht geirrt hatte. Es war wirklich Jan-Erik Hubele, der dort am Nebentisch saß. Mein Herz machte einen kleinen Hüpfer.

Nach dem Frühstück gingen wir nach draußen und versammelten uns an einem runden Tisch, denn die Sonne schien und wir hatten noch Zeit. Ein schöner Schäferhund machte derweil ein kleines Schläfchen unter meiner Sitzbank und ein Hahn krähte. Jan-Erik Hubele machte mir tatsächlich die große Freude, ein paar sehr schöne und liebevolle Sätze in meinen Block zu schreiben. Wir saßen noch eine Weile in gemütlicher Runde beisammen und führten anregende Gespräche. Bald begrüßten wir auch Gernot Freudenberger und seine Begleiterin. Das Gesicht von Gernot Freudenberger kannte ich von seiner Homepage, auf der seine Texte und schöne Collagen zu finden sind. Er ist ein sehr kreativer Mensch und an diesem Tag war er mit einer Kamera bewaffnet. Nach ihrer Ankunft versuchten wir ein Restaurant in der Nähe ausfindig zu machen, aber wir hatten kein Glück. Danach machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Festival-Gelände.

Das Gelände lag an einem kleinen See und wirkte sehr idyllisch. Wir betraten den schönen großen Platz und suchten uns eine Bank auf dem Hügel aus. Dort hatten wir die beste Aussicht auf die Bühne, die mit einer Kuppel überdacht war. Uwe Huhn begrüßte mich kurz, stürmisch und herzlich. Er hatte an diesem Tage sehr viel zu tun und ich sah ihn ständig über das Gelände flitzen. Am späten Nachmittag begannen dann die Lesungen, die mich sehr interessierten. Zuerst sprach Jan-Erik Hubele darüber, dass sein Buch »Zwischen Himmel und Hölle – Jim Morrison in Paris « die zweite Auflage nicht mehr erleben würde. Das stimmte mich sehr traurig, denn es ist immer sehr traurig, wenn die geistigen Kinder eines Autors sterben. Aber für den Leser ist es noch trauriger. In diesem Moment wusste ich, dass mein Buch im Regal nun an Wert gewinnen würde. Danach konnte er uns aber aufheitern, weil er über ein zweites Buchprojekt sprach. Er will ein Buch über Jim Morrison in Paris schreiben, aber diesmal wechselt er die Perspektive. Er will als Erzähler in die Haut von Jim Morrison schlüpfen und dieses Unterfangen finde ich sehr spannend. Ich bin mir sicher, dass ihm dieses Buch sehr gut gelingen wird - und ich freue mich heute schon darauf, es bald in den Händen zu halten.

Kurz darauf betrat Darryl Read die Bühne und trug seine Gedichte vor. Sein Vortrag begeisterte mich so sehr, dass ich ganz aus dem Häuschen war. Seine Gedichte waren von solcher Tiefe und Schönheit, dass man es hier gar nicht beschreiben kann. Sie erinnern an die Gedichte, die Jim Morrison selbst geschrieben hat. Sie sind vielleicht nicht ganz so assoziativ, dafür aber sehr poetisch und von einer zarten Mystik durchzogen. Der wunderbare Rhythmus der Sprache sticht enorm hervor. In dieser Beziehung erinnerten mich seine Gedichte sehr an Jim Morrisons Werke – und das liegt sicher daran, dass Darryl Read auch ein Musiker ist. Er las an diesem Nachmittag auch eine Passage aus dem Buch »Wild Child In The City Of Light « von Jochen Maaßen vor. Es ist ein sehr edel aufgemachtes Buch im Hochglanzdruck. Es ist wunderschön illustriert und enthält hochinteressante Geschichten, die jeden Doors-Fan begeistern können. Danach las Hans Bezemer aus seinem Buch »Ein Schatten im Regen« vor. Eine leichte Prosa, die den Zuschauern sehr gut gefiel.

Als Darryl Read die Bühne verließ, heftete ich mich sofort an seine Fersen, um seinen Gedichtband mit dem Titel »SET « zu erwerben. Er erzählte mir, dass George Underwood die Gedichte illustriert hätte. Dieser Maler hat unter anderem auch Cover für David Bowie, Marc Bolan, Gentle Giant und The Fixx gestaltet. In dem Buch von Darryl Read wirken seine Illustrationen zauberhaft surrealistisch. Darryl Read schrieb mir eine Widmung in das Buch und erzählte mir auch, dass er schon einmal in Hamburg und Berlin gewesen sei. Er mag diese Städte. Er zeigte mir auch eine CD, die er mit Ray Manzarek zusammen gemacht hatte. Sie heißt »Freshly Dug « und ist jetzt gerade ganz neu auf den deutschen Markt gekommen. Ich habe mir diese CD inzwischen angehört und kann sie nur jedem empfehlen, der sich für Gedichte interessiert. Es ist die schönste Vertonung von Gedichten, die mir jemals untergekommen ist.

Am Abend kamen dann die Musiker auf die Bühne. Die Gruppe Kozmic Blue machte den Opener. Die Sängerin hatte eine kräftige Bluesstimme, die besonders die Männer im Publikum begeisterte. Ich sah ein kleines Kind ganz verzückt vor der Bühne tanzen, als diese Band ihre kosmischen Klänge ertönen ließ.

Die Peter S. Dodge Band brachte einen schönen Schuss Heavy Metall herein. Mir hat diese Gruppe sehr gefallen. Während sie spielten, strömten immer mehr Zuschauer herein und die Leute wagten ein kleines Tänzchen vor der Bühne. Mit den Shaman’s Blues ging der Doors-Abend dann richtig los. Ich spürte gleich am Anfang die Begeisterung im Publikum, als diese Band den Leuten bewies, wie gut eine Cover-Band sein kann. Der Sänger trug eine gestreifte Hose und sah Jim Morrison sehr ähnlich. Er hatte eine samtweiche Stimme und der Sound der Gruppe war unglaublich harmonisch. Es kam ein sehr gutes Feeling in mir auf und ich dachte: „Wenn dies der Opener für die Coverbands ist, wie kann man diesen Hörgenuss dann noch steigern?“ Die Gruppe brachte gerade die leichten Lovesongs der Doors unglaublich gut rüber. Langsam strömten immer mehr Zuschauer in Richtung Bühne und die Stimmung war ausgelassen, während die Sonne langsam an Kraft verlor und bald hinter den Bäumen verschwinden wollte.

Die Lizard Kings bewiesen dann, dass eine Doors-Cover-Band hervorragend sein kann, auch wenn der Sänger nicht wie Jim Morrison aussieht. Die Stimme des Sängers war kraftvoll und akzentuiert. Die Lizard Kings lieferten ganz eigene Interpretationen der Doors-Songs ab. Auch dieser Gruppe hätte ich den ganzen Abend zuhören können. Sie hat ein hohes Niveau und wieder dachte ich: „Wie kann man denn diesen verteufelt guten Auftritt jetzt noch steigern?“ Während ihres Auftritts entdeckte ich den Sänger Jason Boiler, der gerade mit seiner Band eingetroffen war. Er war ein wenig erschöpft von der Reise, denn die Gruppe hatte gerade einen Gig in Heidelberg gehabt. Leise wanderte er durch das Publikum, um ein wenig Luft zu schnappen und um sich auf seinen Auftritt einzustimmen.

Die Doors Experience waren dann auch das absolute Highlight des Abends. Inzwischen hatten sich an die tausend Menschen auf dem Gelände versammelt. Das Publikum spielte schon nach fünf Minuten verrückt, als der Sänger die Bühne betreten hatte. Die Leute waren wie hypnotisiert und erlagen der Illusion, dass Jim Morrison dort oben höchstpersönlich auf der Bühne stand. Ein wunderschönes Mädchen erstürmte die Bühne, umschlang die Hüften und die Beine des Sängers, als wäre sie die Schlange am Baum der Erkenntnis. Aber auch zwei Männer waren auf der Bühne vor ihm auf die Knie gegangen. Es war wunderbar, dass diese Band auch einige Songs von der CD »An American Prayer « auf die Bühne brachte. Der Sound war so gut, dass er vom Original nicht zu unterscheiden war. Die Musiker haben damit bewiesen, dass sie auch von den leisen Tönen der Poesie und vom Jazz etwas verstehen. Diese Band war einfach perfekt. Die Beleuchtung, das Repertoire, die Musik, die Performance, alles stimmte. Als es dann gegen Mitternacht einen heftigen Regenschauer gab, wollte niemand ins Trockene flüchten. Die Menschen tanzten immer noch in voller Verzückung wie die Derwische vor der Bühne und sangen kräftig mit. Der Auftritt dieser Band war ein unglaubliches Erlebnis. Am Ende gab es dann ein wunderbares Finale, als die Musiker sich zusammenfanden und gemeinsam Musik machten. Jason Boiler bedankte sich bei Uwe Huhn, Happy Mountain und Jim Lizardking und bei all den anderen guten Geistern, die dieses Festival zu einem großartigen Ereignis gemacht hatten.

Danach war ich ganz erschöpft von den vielen Eindrücken an diesem wundervollen Tag. Nina und ich hatten nur mit Mühe einen kleinen Imbiss am Stand ergattern können, weil er ständig von hungrigen Mäulern umringt war. Der Magen knurrte. Ich fuhr dann mit Nina in unsere kleine Pension, weil wir dringend eine Mütze Schlaf brauchten. Am nächsten Tag brachten wir Jan-Erik Hubele und seinen Begleiter zum Bahnhof. Wir tranken noch einen Kaffee zusammen und verabschiedeten uns schweren Herzens voneinander. Danach machten wir noch einen kleinen Stadtbummel durch Magdeburg und entdeckten dabei ein märchenhaftes Hundertwasser-Haus, das sich noch im Bau befindet. Außerdem war es lohnend, den Dom zu besichtigen. Dort steht eine Skulptur aus Holz von Ernst Barlach. Ich freute mich sehr, diesen Stadtbummel mit Nina und Jim gemeinsam zu machen, denn die beiden haben einen großen Sinn für Kultur. Als wir dann noch ein schönes Restaurant gefunden und gemütlich zusammen gegessen hatten, fuhren wir wieder nach Hamburg, wo uns mal wieder das Schietwetter erwartete.

Zum Abschied

Mitten am Tag
sind die Sterne ins Meer gefallen
Für dich
Nur für dich

Das Diamantengeglitzer
umtanzt dein Kristallschiff
in aufsprühender Gischt
zum Abschied
und zu Ehren deiner Flucht
aus den Tagen der Schmerzen
und den grauen Straßen
die niemals enden
und um dich zu entbinden
von all den Fragen und Gründen
die niemals zu enträtseln sind

Mitten am Tag
sind die Sterne ins Meer gefallen
Für dich, Jim
Nur für dich

© Iris Wilke, August 2005


© Jan-Erik Hubele
Das FEAST of FRIENDS als giant family ?

Die Nacht vom 28. Juli 2005 auf den 29. hatte ich kaum schlafen können. Mir war nicht klar, was mich da erwarten würde. Als Fest von Freunden für Freunde wurde es angekündigt. Benny von den Lizard Kings fragte mich wenige Tage zuvor, ob ich denn diese Band ankündigen könnte. „Klar, warum nicht?!“, lautete ungefähr meine Antwort. Immerhin hatte ich sie schon vor dem «Le Relais» gegenüber des Pariser Friedhofes Père Lachaise, der letzten Ruhestätte Jim Morrisons, angekündigt. Was sind schon vier Jahre? Bestimmt würde es mir gelingen, ein paar Sätze zu sagen. In Gesprächen mit Mikle, der Christian vom Bunker kontaktierte, sowie einem weiteren mit Benny wurde es langsam erweitert: warum nicht alle Bands bei diesem Festival ansagen?!? Dazu noch eine Lesung, die mehr eine „posthume“ Buchvorstellung wurde von meinem Erstlingswerk, das immer mehr durch Verlagsklaubereien und urkapitalistischem Gehabe zu einem Stiefkind heruntergekommen war. Das hatte das Buch, die Arbeit, die Mühe und der meiner Meinung nach schlüssige Inhalt nicht verdient. Wer es noch nicht kennt: „Zwischen Himmel und Hölle – Jim Morrison in Paris“.

Am Freitag, den 29. Juli, war ich schon gegen 5 Uhr auf den Beinen. Schnell eine Dusche über den verschwitzten Schädel und ab zum Bahnhof. Fast 10 Stunden Getucker von Kaiserslautern nach Magdeburg, wo ich nach Umsteigen in Mannheim, Frankfurt, Kassel und Sangerhausen pünktlich um 17.36 Uhr ankam. Das war deshalb wichtig, weil Mikle mit Antje und Jule sowie Jochen T. schon am Bahnhof warteten. Eine halbe Stunde dauerte es jedoch noch, bis Matthias per Mitfahrgelegenheit am Bahnhof Magdeburg eintraf. Viele Staus verstopften an diesem Freitag wie üblich die Straßen. Komisch, im Zug hatte ich davon gar nichts bemerkt...;-) Aber ich halte mich mit ökologischen Sprüchen lieber zurück; immerhin waren die meisten trotz Staus wesentlich früher in der „Ehemaligen“.

Leider konnte ich die Gastfreundschaft von Mikle & seiner Familie diesmal nicht annehmen. Ich hatte mich in einer Pension eingemietet, die nur wenige Gehminuten vom Festivalplatz entfernt war. Aufgrund der Erstmaligkeit wollte ich möglichst nahe am Ort der Konzerte dran sein. Also Mikle, bitte nicht böse sein.

In der Pension Carola, an diesem Wochenende ein echtes Morrison-Hotel, erwartete uns schon der freundliche Besitzer. Endlich ging es in die „Gemächer“ (Moin Jürgen: „Bisch’n altbacken, nä?!“). Matthias & ich teilten uns ein Zimmer, was sich schon in Paris ca. vier Wochen früher bewährt hatte. Fast in der Koje eingeschlafen, aber dann doch noch die Kurve gekriegt. Zum Festivalplatz gelaufen, wo wir kurz darauf die Musiker der Lizard Kings und von Shaman’s Blues trafen. John von den Shaman’s hatte, wie schon oft in Paris, sehr gute Laune und scherzte herum.

Das niederländische Trio von Shaman’s Blues war genauso in freudiger Erwartung wie Tiedt (Gitarre), Hermelsche (Schlagzeug), Boris (Keyboard & Bass-Piano) und Benny (Gesang) von den Lizard Kings. In Gesprächen wurde mir auch klar, dass Boris zwei Konzerte spielen musste. Die Shaman's hatten ihren Keyboarder aus familiären Gründen zu Hause lassen müssen.

Gegen 23 Uhr probten die drei von Shaman's Blues mit ihrem „neuen“ Keyboarder Boris. Ohne Mikro stand John zu den Instrumentalisten gewandt und sang Passagen der Songs der beiden ersten Studioalben der DOORS (The Doors & Strange Days). Die Lizard Kings sollten am Tag danach Lieder aus „Waiting For The Sun“ & „The Soft Parade“ vortragen. Die Österreicher von The Doors Experience sangen Stücke aus „Morrison Hotel“ & „L.A. Woman“. Im Laufe der Probe fing es immer stärker an zu regnen. Auf der Bühne bildeten sich Pfützen, wie einstudiert um die Kabel und Instrumente herum. Für Matthias und mich stand eine schwierige Entscheidung an: gegen Ende der Probe mussten wir etwa 10 Minuten durch den strömenden Regen Richtung Pension Carola. Eins war klar: die Regenjacke hatte grundlegend versagt! Klatschnass waren wir zu Hause angekommen und mussten uns aus den Klamotten schälen. Schnell sprang jeder noch mal unter die Dusche, dann war kurzer, tiefer Schlaf angesagt.

Am Samstag, 30. Juli, wurde erst einmal das spitzenmäßige Frühstück genossen. Im Speiseraum trafen Matthias und ich Iris, Nina und Jürgen. Wir hatten eine tolle Unterhaltung an einem Tisch im Hof der Pension. Der Hund des Besitzers streifte um uns herum, einige Getränke wurden dem Pensionschef abgekauft und wir saßen reihum und freuten uns wie kleine Kinder auf dieses nie dagewesene Event. Später trafen noch Gernot mit Annett ein. Für die sachsen-anhaltinische Provinz waren wir schon ein ausgesprochen buntes Völkchen.

Als wir die einzige Gaststätte im Ort aufsuchen wollten, hieß es, wir könnten aus irgendwelchen Gründen nicht dort bleiben. Also ging es direkt zum „Bunker“ im Heyrothsberger Park, dem Festivalgelände. Am verschlossenen Tor gab es noch Probleme, da ohne Dasein der Security kein unkontrollierter Einlass möglich war. Kurz darauf war auch dieses Hindernis aus der Welt geschafft. Mikle, Uwe und Kai waren direkt nach dem Einlass die ersten bekannten Gesichter. Die Aufregung war bei allen sehr groß und es kam ausschließlich Smalltalk zustande.

Christian vom „Bunker“, der die Location für dieses Festival bot, sprach mit mir kurz den Programmablauf durch. Jetzt stand es fest: in einer halben Stunde, ab 16 Uhr, sollten die Lesungen beginnen. Eine Stunde darauf die Konzerte mit jeweils etwa 85 Minuten Dauer:

17.00 – 18.25 : Kozmic Blue
18.30 – 19.55 : Peter S. Dodge Band
20.00 – 21.25 : Shaman's Blues
21.30 – 22.55 : The Lizard Kings
23.00 – 0.30 : The Doors Experience

Um 16.00 Uhr war ich an der Reihe. Alles was ich mir vorgenommen hatte, war in den ersten Sekunden vergessen... Eigentlich war es ja „nur“ eine Buchvorstellung, der Abgesang auf etwas, was es gar nicht mehr gibt. Verdammt, war ich nervös!!! Viereinhalb Jahre nach meiner letzten Lesung saß ich nun vor der Bühne, erzählte ein paar Sätze mit voller Gewissheit, dass über 98% der Leute sich nur für die Musik interessierte. Bei weitem nicht mehr so fit wie Ende 2000 stammelte ich wenige Sätze, das mitgebrachte vergrößerte Bild des Frontcovers rollte mehrere Male aus dem Notenständer, irgendein Gesicht ohne Augen, der die Szene tagsdrauf vergessen haben dürfte, blökte mir Hasstiraden entgegen. Ja, ich war froh, als ich das Mikro an Darryl Read weitergeben konnte. Selbstsicher kletterte er auf die Bühne und las einige englischsprachige Gedichte aus seinem Buch „SET“. Darryl (GB) erlangte Bekanntheit, als er vor einigen Jahren zusammen mit Ray Manzarek die CD „Freshly Dug“ aufgenommen hatte. Hans Bezemer (NL) las danach Absätze aus seinem deutschsprachigen Buch. Auch John, Sänger von Shaman's Blues, las einige Zeilen aus Jochen Maaßens Buch. Schade, dass dieser nicht selbst auf die Bühne kam, obwohl er im Publikum war.

Zwischen den Lesungen und den Konzerten war noch etwa eine halbe Stunde. Mit Ulli Michaelis und Jochen Maaßen kam eine sehr interessante Unterhaltung zustande. Sie erzählten über das unrühmliche Ende der Doors Quarterly Magazines. Schnell wurde klar, dass über 1000 Fans ihr im voraus bezahltes Geld nicht mehr wiedersehen werden. Von „Pannen“ kann auf gar keinen Fall mehr die Rede sein. Danach konnte ich auch noch mit Darryl Read reden. Meinen Einwand einer Coverband mit teilweise Originalbesetzung bezüglich der D. of the 21st Century konnte er durchaus verstehen, betonte jedoch die einwandfreie Arbeit mit Ray Manzarek an der CD „Freshly Dug“. Bezüglich der Auftrittsweise im Namen der DOORS wisse er zu wenig. John Densmore und Nebenkläger (die Familien Morrison und Courson) erreichten kürzlich vor einem kalifornischen Gericht die Unzulässigkeit der Verwendung des Namens „DOORS“ im Namen der Band D_ _ _ _ of the 21st century. Das hat mir 1% des Vertrauens in die US-Gerichtsbarkeit wiedergegeben; 99% stehen noch aus...

Nach diesen zwei emotionalen Talks hechtete ich zur Bühne. Maggie von Kozmic Blue schlenderte langsam dorthin, wo ihre Instrumentalisten schon warteten. Schnell sprach ich mich mit ihr ab und stellte die Band kurz vor. 1996 wurde aus dem Ehepaar Maggie (Sängerin) und dem Gitarristen Gerhard statt Kozmic Two unter Hinzunahme von Cläusel Kozmic Blue. 1985 ist dieser Mitbegründer von Trio Rio, die u.a. den Hit „New York, Rio, Tokio“ landeten. Die Band macht eine riesige Stimmung, Maggie hat eine Wahnsinnsstimme, mir jagten Gänsehäute über Gänsehäute über den Rücken. Sie weiß einfach, mit der Situation einer Erstband umzugehen, springt von der Bühne und singt mit durchdringendem Blick auf die umstehenden, hilflosen männlichen Opfer zu. „Was brauchen Männer am meisten?“, fragt sie herausfordernd. Keiner wagt es laut zu sagen... „FRAUEN!!!“, löst sie dieses rhetorische Quiz auf.

Sofort jagt sie mit ihrer Hammerstimme zur nächsten Herausforderung, die sie alle mit Bravour meistert. Als Zugabe singt sie „Mercedes Benz“; gerade bin ich hinter die Bühne gegangen und meine, Janis Joplin kommt gleich herunter! Nach dem Auftritt unterhält sie sich locker mit Benny und mir. Sie ist gerührt und fast etwas verlegen, als wir sie mit Lob überschütten. Egal wo Kozmic Blue das nächste Mal spielt, ich werde dabei sein!

Fast vergesse ich den nächsten Programmpunkt. Peter Schmidt und seine Musiker sind schon die Stufen zur Bühne hinauf gegangen. Das nächste Highlight bei diesem Ereignis ohne Spannungsabbau ist spielbereit. Noch völlig baff erwähne ich die geile Band mit klasse Gesangsstimme einer tollen Frau um Kozmic Blue. Die Attribute lassen sich auch umkehren. Jetzt wird es heavy. Vor etwa 15 Jahren formierte sich um Peter die East Blues Experience. Schon zu DDR-Zeiten war Peter eine Legende. In der kleinen Formation (neben der großen, klar) waren Stücke von Jimi Hendrix schon immer im Programm. 1993 spielte sie auf dem Norderstedt Open Air vor Luther Allison oder Uriah Heep. Heute nennt sich die Formation Peter S. Dodge Band. Klassische Songs von Hendrix wurden rockig dargestellt, die jetzt schon um die 800 Zuschauer wurden mit typischen Gitarrenriffs und dem Wah-Wah-Pedal durch die Akkorde getragen.

Nach dem zweiten Auftritt erkannte ich auch den Pensionsvater. Eigentlich Stones-Fan ließ er sich dieses Festival nicht entgehen. Im September 2004 lief schon ein 3-J-Festival im „Bunker“. Damals jedoch gab es ausschließlich Musik aus der Dose. Janis & Jimi wurden schon interpretiert. Nun sollten drei weitere Bands auftreten, die jeweils zwei von sechs Studio-LPs der legendären DOORS um ihren Sänger Jim Morrison vortragen sollten.

Die Vorstellung der Shaman's Blues eröffnete ich in Anlehnung an ein Filmzitat. „Wir sind doch hier in Heyrothsberge, Sachsen-Anhalt, vereinigte Republiken von Deutschland?!“. Der Film „the doors“ hatte diese Gruppe mit Sicherheit bei der Vielzahl der Zuschauer bekannt gemacht. Erst zu Beginn des Jahres 2005 hat sich um John und den Schlagzeuger, die aus den Matrix Doors hervorgingen, der Gittarist und der diesmal fehlende Keyboarder zu einer Band formiert, die trotz der mangelnden Spielpraxis und der am Vorabend geprobten Neubesetzung mit Boris am Keyboard faszinierten. John wagte Improvisationen, streute ungeahnte Zeilen aus Jamsessions der DOORS ein und nahm den gesamten Auftritt als Experimentierfeld. Erstaunlicherweise kam dabei ein Konzert zustande, das sehr nahe an die morrisonesque Darstellungsweise bei Auftritten in den späten Sechzigern heranreichte.

Gegen 22.30 Uhr waren die Lizard Kings mit den interpretatorisch schwierigsten DOORS-Scheiben „Waiting For The Sun“ & „The Soft Parade“ an der Reihe. Am wenigsten kopierte Benny vom Aussehen her das Original und die Band spielte sich äußerst zielsicher durch höchste Schwierigskeitsgrade.

Erstaunlich, wie diese Formation, die sich 1999 gründete, harmonierte. Schon am 3. Juli 2001 hatte ich die Ehre, sie vor dem Lokal „Le Relais“ anzukündigen, als sie gegen 16 Uhr direkt gegenüber dem Friedhof Père-Lachaise spielten. Damals lief Manzarek zum Friedhofseingang und blickte streng herüber, an seiner Seite Danny Sugerman. Die Lizards spielten damals, bis die Polizei kam. Die Flics ließen sich ein Mineralwasser ausgeben und gestatteten noch zwei Stücke. Erstaunlich, in Deutschland hätten sie uns womöglich zur Wache mitgenommen.

Die österreichische Formation The Doors Experience trat als letzte Band auf. Der Sänger Jason war sehr nahe am Original, nicht nur beim Gesang. Klaus am Keyboard spielte, als wäre es sein letzter Auftritt. Die Mähne nach links und rechts werfend, hämmerte er wie in Ekstase auf die Tasten. Im Jahr 2001 gründete sich diese Band, die in und um Wien zu Hause ist. Die nun über 1.000 Zuschauer flippten förmlich aus, die kleine Tanzfläche wurde von den Fans auf die gesamte Fläche vor der Bühne erweitert. Stage Diving und eine junge Frau, die aus dem Publikum auf die Bühne sprang und hinter Jason stehend ihre Hände über seinen gesamten Vorderkörper strich, anständigerweise (?) sein Mittelfeld ausließ. Jason klemmte die Lady unter seinen Arm und hielt sie einige Zeit dort. Als er sie losließ, sprang sie enthusiastisch von der Bühne. Als letzten Song spielten die Experience „The End“. Vorher ging Jason vom sauberen Englisch auf seine Heimatsprache über; „I hoff, dass ihr mi versteh’n könnst.“, brachte wegen des Gegensatzes einige zum Lachen. Er kündigte den Song an und letztmalig ging mir ein unglaublicher Schauer über den Rücken. Ja, ich glaube, alle drei Doors-Coverbands hatten begriffen, um was es an diesem Abend ging. Nicht um Ruhm, Geld oder all die Bedürfnisse. Es ging einzig und allein um das reine und einzige Ziel, dieser unglaublichen Band, die es gleich in welcher Besetzung nicht mehr geben wird, zu huldigen. Goodbye, THE DOORS

Das Finale brachte alle Doors-Bands dieses Abends nochmal auf die Bühne. Ein schöner Ausklang, der zeigte, dass Bands sich auch vertragen können, wenn sie ein und dieselbe Musik spielen. Ein populäres Liedchen wurde vorgetragen: „Light My Fire“. Eine Hoffnung auf ein neues Festival dieser Art hat es mir gegeben.

Am kommenden Morgen hieß es Abschied nehmen. Matthias fuhr in Richtung Grafschaft Bentheim, Gernot & Annett Richtung Frankfurt, Nina, Jürgen und Iris Richtung Hamburg, nicht ohne mich vorher zum Bahnhof gefahren zu haben. Sie wollten sich an diesem Sonntag noch Magdeburg anschauen. Jürgen brachte mich zum Gleis. Pünktlich um 12.12 Uhr ging der Zug ab. Zehn Stunden später sollte ich zu Hause sein. Ein kleines Mädchen saß neben ihrer schlafenden Mutter in der Bahn Richtung Kassel. „Was hast du in Magdeburg gemacht?“, fragte sie mich. „Freunde besucht.“, antwortete ich.


Mr.MojoRisin
Herkunft:nähe Frankfurt
Erstellt: 01.08.2005 19:36

Auch ich weiss nicht, wie und wo ich anfangen soll. Es war einfach geil. Endlich hab' ich Euch (fast) alle 'mal kennengelernt. Mit Uwe und Kai hol' ich nach. Übrigends, nochmal riesen grosses Danke an Uwe für die CD's zu dem Spottpreis
Danke, Genot und Jürgen für die netten Gespräche mit Euch. Hoffe, dass ich jetzt öfters bei solchen Feiern dabei sein werde.
Auch grosses Danke an die nette Frau, die auch am Tisch sass und meine Stimme so sehr gelobt hatte. Das war für mich das schönste Kompliment, dass man mir hätte machen können...
Auch danke an Jason für die netten Fotos mit mir und besonders nochmal danke an Gernot, dass Du die Fotos gemacht hast (hat mir 'ne Menge bedeutet!)
Das war alles wie ein Traum. Umso schlimmer hatte heute der Montag und somit der Alltag wieder begonnen.
Ich hoffe nur 2 Dinge...
1. Das so ein Event nächstes Jahr wieder stattfindet.
2. ich mit meiner Band dann soweit bin um dort neben anderen Doors Tributebands, aufzutreten.
Ich fand die Lesungen interessant, hätte mir aber auch gewünscht, wenn sie zwischen den Bands gewesen wären.
Ach, die Band mit der Sängerin, die klang ja wie Janis Joplin, die war super, klasse. Die Band hätte meiner Meinung nach, mehr Aufmerksamkeit verdient, wow..was eine Stimme....
@Gernot, ich wollte der netten Lady doch das "Hendrix" Shirt geben, hatte sie leider nicht mehr gesehen. Möchte das aber noch gerne nachholen, vielleicht kannst Du mir dabei ja behilflich sein...
Eine klitzekleine Kritik hätte ich schon noch. Ich hatte 'ne Videokamera dabei, um mir einen Dokufilm zu machen, doch die Security liess mich nicht mit der Kamera 'rein. Könnte man das nächstes Jahr vielleicht etwas entschärfen?
Nochmal sorry an Kai. Hätte so gerne mich mit Dir unterhalten, aber jedes Mal, wo ich bei Euch war, warst Du wo anders.
Hätte mich generell gerne mit Euch länger unterhalten, doch da machte meine Müdigkeit mir einen Strich durch die Rechnung.
Das holen wir alles nach.
Übrigends, nächsten Freitag spielt die Band "The Changeling" in Frankfurt im (Musikkeller in Höchst). Wer kommen mag, kann sich ja gerne bei mir melden. Ich bin mit den Jungs so 'n bisschen befreundet, wäre da auch beinahe Sänger geworden.
Mit Dir (Gernot) rechne ich auf jeden Fall 'mal

pretty neat, pretty good
We gonna have some fun tonight, right?
ALLRIGHT

+++++ +++ +++++

Hatten die Lizard Kings wirklich den schwierigsten Job? 'Mal sehen, was Mr. Mojo Risin, alias Marco dazu findet.
also, wenn es überhaupt ein schwächeres Doors Album gibt,
dann "Soft Parade" wegen Runnin' Blue (Robbies Part). Klingt nicht nach Doors. Easy Ride ist mir auch zu fröhlich. Selbst Wishful Sinful, Tell all the People und Do it sind für mich richtig gute Songs. Also, nur wegen Parts von Runnin' Blue und bis auf den Schluss, der Song Easy Ride, gibt es nichts zu bemängeln von der Soft Parade.
Anstatt hätten sie Who scared you und L'America? darauf packen sollen, oder?
Highlights sind natürlich, Wild Child, Shaman's Blues, Touch Me und der Titelsong, wobei mir die chocolate candy und catacombs parts auch nicht so gefallen, klingen etwas zu kitschig.

Doch, Waiting for the sun wird von zu vielen Leuten unterbewertet, das ist doch einfach ein geniales Album und vielseitig. Du hast die wütenden Jim Songs, die gegen Krieg und Authorität gerichtet sind (Unknown Soldier und Five to One)
du hast die lyrische Seite in Not to touch the Earth. ALLES 3 MEINE LIEBLINGSSTÜCKE, NEBEN ROADHOUSE BLUES UND THE END. Du hast die poppigen Mädchen Love Songs Hello, i love you und Love Street. Du hast den Shamanen without Instrumentals Song My wild love und Du hast die tief deprimierenden Winterstimmung Songs, Summer's almost gone, Yes the River knows und evtl. Wintertime Love, obwohl das schon nicht mehr so traurig klingt.
Bleibt noch das geniale Spanien Feeling Lied Spanih Caravan und We could be so good together, welches gute Voices von Jim hat, aber sonstig vielleicht der schwächste Song dieser mehr als nur genialen Platte ist...
Hätten sie lieber Celebration of the Lizard nehmen sollen? NEIN, das ist ein Live Poet Epic Stück, das auf keine Platte passen würde, ausserdem klingt die Studio Version noch viel zu orientierungslos. Sie hätten Waiting for the Sun darauf machen sollen, was auch nicht zur Morrison Hotel passt und we could be so good together als B-Seite von Unknown Soldier belassen sollen und nicht noch mit aufs Album.

one more thing

thanc u, o Bands for the wild great gigs
thanc u, o Uwe u. Co for the great, big event.
I had a really good time, hope for future more


Mail von Marianne (Tirol/Austria) an Jason Boiler
Gedanken nach den postiven Reaktionen vom "Feast of Friends 2005" in Heyrothsberge


...ich wäre gern mit dabei gewesen bei diesem feast of friends, dem festival von doors fans für fans der doors musik. so vielfältig die wurzeln dieser bewegenden musik sind, so unterschiedlich werden die songs von menschen wahrgenommen, erfahren, und ebenso unterschiedlich werden sie von den einzelnen musikern on stage interpretiert. von jedem auf seine eigene, eigenwillige und großartige weise. und in ganz traumhafter weise haben da doors tribute bands - auch mit eurem beitrag - vielen menschen einen mehr als stimmungsvollen abend beschert. und immer ist die musik oben auf, die verbundenheit mit den songs und lyrics der doors.

Oben auf....ich hab die anderen bands bei dem festival nicht gehört, kann und will da also nicht gscheit sein. aber ich habe andere doorsbands und ich hab euch gehört...eine band unter vielen anderen, deren konzerte ich besuch - in ca 40 jahren waren das hunderte aufführungen, konzerte, musicals, theater, opern usw. hunderte konzerte fast aller musikalischer stilrichtungen, österreichisches, spanisches, irisch-keltisches, afrikanisches, südamerikanisches, fernöstliches. habe musiker und bands gehört/gesehen, die meilensteine im reich der rockmusik errichtet haben, garagenbands, möchtegern-rocker gehört, bei manchen konzerten imitten 30-40000 menschen gestanden und konnte keinen fuß heben, weil danach der platz zum hinstellen besetzt war, hab bei diversen songs einfach auf der wiese gelegen und geplärrt. headbangers haben nicht nur einmal ihre nassen haare um mein gesicht gepeitscht. vieles zur reinen gaudi, vieles stark beeindruckend einiges langweilig....jedes einzelne hat irgendwie etwas hinterlassen, hat mich dazu bewegt ein weiteres mal hinzugehen oder ich hab gesagt danke, das brauch ich nicht noch einmal. hab ungezählte stimmen gehört, von frauen, von männern. stimmen die einfach nur geträllert haben und stimmen mit botschaften unterlegt und so manche message hat mich in verschiedene stimmungen versetzt.

Aber nicht eines dieser vielen konzerte hat das bewirkt, was der gig der doors xp zustande gebracht hat - von allem anfang an. noch niemals vorher und nachher hat mich das so sehr berührt was ein sänger - ein wildfremder mensch - mit den worten eines anderen, und was musiker mit den songs anderer aufgerissen haben und das seither nicht mehr zu schließen war. keine andere band und keine andere stimme hat bewirkt, dass von dem tag des ersten hörens weg irgendwie alles anders wurde. im bereich der musik und auch für mich/in mir persönlich.

Ich kann kein einziges instrument spielen, ich weiß kaum etwas von fachlichen ausdrücken, hab keine kenntnisse über technische details bei konzerten, über soundchecks usw.

ich bin einfach eine hörende, fühlende.

Bei den doors xp ist vieles zu fühlen, da wird so viel tiefgründiges transportiert, da entstehen bilder hinter dem geistigen auge....bilder, wenn die gitarre zur cantadora mutiert, finger über die saiten tanzen und zwiesprache mit der seele und der stimme halten, klangbilder entstehen die flehen, fragen, jubeln, winseln und klagen, die trösten, beruhigen und im herzen wohltuende wärme erzeugen.

Archaische bilder von wild trommelnden geschöpfen, peitschender rhythmus zwingt gigantische schemengestalten zum tanz um wild flackernde feuer, angetrieben von harten, wuchtigen schlägen auf fellbespannte schlagwerke bis zur erschöpfung, bis zum umfallen im abgehobenen trancezustand...

Fühlen des ewig gleichen pochenden herzschlags der mutter erde, ganz tief über den bauch in das herz dringt der bass in den körper zwingt dem herzschlag seinen rhythmus auf, bis es sich weitet, aufgeht und den körper vollkommen ausfüllt.

erregende und erotisierende momente, erhebende und erfüllende emotionen durchlebt ein fühlendes weiberlherz. und das bremsende hirnkastl wird augenblicklich durch das keyboard ausgeklinkt. zarte klänge wie leis fallende regentropfen, die leichte brise des warmen wüstenwindes verzaubern und lullen das denkvermögen ein und im handumdrehen geraten die tasten unter sensible fingern zum alarmsignal für zerstörerisches, vernichtendes, für wahnhaftes, für irrsinn...für die apocalypse....

Die doors xp haben aber auch dich, jason. und ich wiederhole mich: du bist ein sänger, der die songs nicht nur singt, sondern lebt. mit allem, was die songs eventuell aussagen sollen oder was du damit aussagen willst. du hast die unverfrorenheit, den mut und die gabe, das zu tun was große rocksänger auszeichnet. du transportierst vom sanftesten streicheln bis zum dreckig erniedrigenden sex, von glückseligen momenten bis zur todesmelodie die ganze emotionale palette. du hast eine ausstrahlung, die nur wenige haben, du bist einer der wenigen sänger und musiker, die auf der bühne groß und strahlend erscheinen (nicht deshalb, weil du höher oben stehst und weil die spots auf dich gerichtet sind).

Und du elektrisierst. du hast während des konzertes ein spannungs- und so was wie ein magnetfeld um dich herum, das plus- und minuspol gleichzeitig in sich birgt, ein flirrendes, gigantisches persönlichkeitsfeld.

und außerhalb der bühne ist es in deiner nähe warm und gut.

Ihr bezaubert mit der musik der doors, aber ich hab das gefühl, dass die songs bei euch schon lange ihre selbständigkeit erlangt haben, der geniale stempel der doors experience ist hörbar, spürbar und sichtbar. und das hebt euch ab von anderen rock bands, das spüren all jene, die fühlen können und wollen.

Den kern der rockmusik, den transportiert ihr in allen facetten und ihr veranlaßt damit sehr viele menschen, ihre seele umzustülpen, deren inhalt nach aussen zu kippen und anschließend neu zu ordnen. exzellente, wahrhaftige rockmusik kann das erreichen, ihr habt es erreicht...

Marianne


© Magdeburger Volksstimme

Heyrothsberge (apr). Unter dem Titel „Feast of Friends“ (zu deutsch Fest der Freunde) wurde am Sonnabend die Musikszene der sechziger Jahre um die damalige Kultband „The Doors“ vor rund tausend Zuschauern noch mal lebendig. Insgesamt fünf Bands spielten ab 16 Uhr auf der Bühne vor der Musikkneipe ‚ Bunker ‘ bis spät in die Nacht Lieder von den Doors und deren Zeitgenossen Janis Joplin und Jimi Hendrix. Den Anfang machten „Kozmic Blue“ aus Köln, die mit Janis-Joplin-Klassikern wie dem ‚ Kozmic Blues ‘ die Zuschauer in die Zeit des Blues und Rock zurückführten. Anschließend war dann Musik von Jimi Hendrix angesagt, die die „Peter S Dodge Band“ spielte. Mit dabei waren unter anderem Hendrix-Klassiker wie „Them Changes“, das aus der Feder von Buddy Miles stammt, und „Cross town Traffiic“. Natürlich fehlten auch das rockige „Foxy Lady“ und das verträumte „Little Wing“ nicht.

Als es gegen 20 Uhr langsam dunkel wurde, war dann nicht mehr Blues, sondern der einzigartige Doors-Sound angesagt. Gleich drei Imitationsbands der Kultgruppe um den 1971 verstorbenen Sänger und Texter Jim Morrison gaben sich die Ehre. Jede Band durfte Songs von zwei Alben der vier Musiker aus Los Angeles spielen.

Den Auftakt machten „Shaman‘s Blues“, die aus den Niederlanden angereist waren und mit Sänger John Shureman dem Original schon sehr nahe kamen. Begeistert tanzten die Zuschauer aus allen Altersklassen zu bekannten Liedern wie „Break on Through“ und „Light my Fire“.
Anschließend sorgten die „Lizard Kings“ aus Schwerin, Deutschlands bekannteste Doors-Cover-Band, dafür, dass die Fans weiterhin ausgelassen feiern konnten. Sie spielten beispielsweise den Doors-Klassiker „When the Music's Over“.

Gegen 23 Uhr gingen dann die Scheinwerfer für „Doors Experience“ aus Wien an. Mit einem Klang, der sich vom Original so gut wie nicht unterschied, spielten sie in absoluter Präzision Lieder wie „Spanish Caravan“ und „Waiting for the Sun“.


Sonntag, 23.05.2004
The DOORS Experience im Schwimmbadclub Heidelberg
(c) by Gernot W. Freudenberger

Gestern am Samstag, 22.05.2004 wieder mal im Heidelberger Schwimmbad-Club gewesen, wo wir einen Gig der DOORS Experience aus Wien besucht hatten. Wir, das waren Helga + LizardKing aus Hamburg, der uns besucht hatte und extra zu dem Konzert angereist war und meine Person.

Da wir schon rechtzeitig im Schwimmbad-Club waren, hatten wir dann auch noch Gelegenheit mit den Jungs der Band ein paar Worte zu wechseln. Fotos wurden natürlich auch geschossen! Es kamen dann noch LizardQueen und ein Sabine, ein Fan der Band und ebenfalls extra aus Wien angereist dazu.

He, DOORS Experience, sagenhafter Gig im Heidelberger Schwimmbad-Club.

Die Band gab dann auch ein gigantisches, über drei Stunden dauerndes Konzert der Superlative. Auch wenn es jetzt vielleicht anderen von mir geliebten Coverbands der DOORS etwas weh tut, aber für mich zählt diese österreichische Band zu den Kings der DOORS-Gemeinde. Was mir an dieser Coverband so gefällt ist, mit welcher Ausdauer, Leidenschaft, Power und Spielfreude die fünf Vollblutmusiker aus dem Alpenstaat die Musik der DOORS aus den 60igern wieder in neuem Glanz erstrahlen lassen.

Als ich die Jungs aus Österreich vergangenes Jahr zum ersten Mal in der gleichen Heidelberger Lokalität und live on stage erleben durfte, fand ich die Band gut. Kurz und schmerzlos.

Doch dieser Gig am vergangenen Samstag ließ es zu, daß ein symbolischer Schweißbrenner mein Herz und meine Seele öffnete. Die vier Instrumente spielenden Mitglieder der DOORS XP ließen den Raum mit dem pulsierendem und stampfendem Tongewitter erzittern, der die Musik der DOORS weltbekannt werden ließ. René Galik an der Gitarre, Klaus Bergmaier an den Tasten seiner Keyboards, Christoph Zauchinger an Becken und Trommeln, so wie Hermann Draxler am Baß boten einen musikalischen Höhepunkt nach dem anderen. Und vor, neben, hinter ihnen oder inmitten des Publikums im Saal sang sich Jason der Frontman die Jim-Morrison-Seele aus dem Leib. Schloss man dazu noch seine Augen, wurde man von einer unsichtbaren Zeitmaschine ins LONDON FOG oder ins WHISKEY A GOGO geschleudert, wo die DOORS in ähnlicher Atmosphäre ihre ersten Bühnenpräsentationen zum Besten gaben.

Gratulation für so viel Ausdauer, Power + Spielfreude. Ihr seid GENIAL.

Und an alle anderen im Land, die diese Band noch nicht gesehen haben, egal ob ihr DOORS-Fans seid oder (NOCH) nicht, euch kann ich nur den Rat geben: schaut sie euch zu mindestens einmal an. Ihr seid 100%ig um ein Erlebnis ärmer, wenn ihr sie euch entgehen lasst.


In eigener Sache:

Mit dieser und den folgenden Seiten über Jim Morrison wollte und will ich niemanden urheberrechtlich schädigen, betrügen oder verletzen.

So verhält es sich mit den Bildern von und mit Jim und seiner Lyric die ich hier auf diese Homepage gestellt habe

Ich habe bewußt auf den folgenden Lyricseiten Poems von Jim Morrison gewählt, die nicht immer und in jeder Veröffentlichung seiner Werke zu sehen oder zu lesen ist

Alle Bilder sind gesammelte Werke aus dem Internet; die Rechte liegen bei den jeweiligen Personen.

Dieser Teil meiner persönlichen Homepage soll nur eine kleine Anerkennung und Verbeugung vor einem begnadeten Lyriker, Musiker und Sänger sein, der am 3 Juli 1971 aufgrund von Herzversagen (so steht es in der Sterbeurkunde) in Paris im Alter von 27 Jahren starb.

Gernot W. Freudenberger
Dezember, 2001

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